TERENCE LEWIS

© Jayesh Mistry
© Anupama Gulati
© Kooné
© Kooné - Denis Kuhnert

Bollywood Dance

Auf der Suche nach Drama?

Bollywood Dance ist die Essenz der indische Bollywood Filmindustrie, die bis heute noch die Würze von Musicals in sich trägt! Immer aufs Neue beeinflusst von den sich wandelnden Trends borgt die Bollywood Tanzkultur Elemente aus der westlichen Popkultur. Diese Tanzform ist ein einziges Fest des Lebens – voller Optimismus, wie ein Blitzschlag, der 500 Kalorien pro Stunde verbrennt! (Dieser Workshop ist nichts für Angsthasen oder Leute mit schwachen Nerven!)

Der Workshop beschäftigt sich mit der komplexen Fußarbeit des traditionellen Kathak, mit Mudras (Handgesten) und geschmeidigen Volkstanzbewegungen aus ganz Indien, die für ausgelassene Stimmung sorgen! Ganz unerschrocken begeben sich die Teilnehmer*innen in die wundervolle Welt der Abhinaya (Gesichtsausdrücke, für manche sind es wohl eher Grimassen). Außerdem lernen sie die Welt der Mujra kennen – die kontroverse sinnliche Tanzform der Kurtisanen, die tragischen Figuren der 1970er Jahre. Und schlussendlich gibt es coole Tanzkombis zu großen Hits!

Wenn du auf der Suche nach Drama in deinem Leben bist, dann ist dieser Workshop der Richtige für dich! Vorsicht sei geboten: die Musik ist laut, genau wie die Teilnehmer*innen und es gibt einen Dresscode: bunt, fließend und fröhlich! Glanz und Glamour! Exhibitionisten, Voyeure, Dragqueens, Divas und alle diejenigen, die diese Erfahrung auf ihrer Liste stehen haben, sind willkommen!

Indo-Contemporary Dance

Im Einklang mit Körper, Geist und Seele

Indo-Contemporary ist das perfekte Zusammentreffen von westlicher Moderne und traditionellen indischen Techniken. Der Workshop ist in seiner Strukturierung einzigartig: Teilnehmer*innen bekommen ein ganzheitliches Erlebnis von Körper, Geist und Seele. Während der körperlichen Auseinandersetzung, beschäftigen wir uns mit dem Kern der indischen Philosophie: wir sehen in unser Inneres.

Eine systematische Analyse des zeitgenössischen Tanzvokabulars, also Spiralen, Sammeln und Senden (Gathering & Sending), sowie der Release Technik wird mit alten indischen Disziplinen gekoppelt. Neben Elementen aus Yoga, Kathak und Kalaripayattu – eine alte indische Kampfkunst – bietet der Workshop ein reichhaltiges und vielschichtiges Angebot. Asanas und Atemübungen sind ein wesentlicher Teil des Lernprozesses. Die Mudras (Handgesten) aus dem Kathak geben den Bewegungen einen symbolischen Touch. Mit dem Om-Gesang wird das Echo des Inneren unsere Bewegungen steuern.

Die raumgreifenden Cross the floor Übungen bestehen aus Beinbewegungen des Kalripayattu, Tierbewegungen und auf Release Technik basierenden Übergängen. Besonderer Wert wird auf Alignment und Kondition gelegt, um den Körper für die dynamische Arbeit vorzubereiten.
Im letzteren Teil der einzelnen Einheiten, machen wir Kombinationen unter Berücksichtigung von Dehnung, Weite und Gesten. Release Technik und Geschwindigkeit setzen Akzente in diesem Bewegungsmaterial. Improvisation und Kreationen von Bewegungssegmenten werden in diesem Workshop eine Rolle spielen.
Vollste Bewegung, Spiritualität und innere Balance muss man nicht mehr länger auseinanderhalten und trennen. Terences Indo-Contemporary Workshop ist eine grandiose Erfahrung. Spüren wir wie der Körper arbeitet, die Chakren (Energiezentren) aktiviert werden und tanzen wir im Einklang von Körper, Geist und Seele!

Inside Out

Inside Out ist eine von Terence Lewis entwickelte Technik für Tänzer*innen und Choreograf*innen, um eigenes Tanzmaterial und Kompositionen aus dem Unbekannten heraus zu erschaffen, indem sie die inneren verborgenen Landschaften ihres unbewussten und ihres bewussten Verstandes erforschen. Der intensive Prozess beinhaltet ein tiefes Eintauchen in die Psyche mit Hilfe von esoterischen Praktiken wie Meditation und Atemarbeit, dem Erkennen und Entschlüsseln von Mustern, Familienaufstellungen, Farbtherapie, Tarot-Lesungen, Identifizierung von Krafttieren und somatischen Spielpraktiken und einer Art spontaner Tanzverbrennungstechnik, Improvisation und angeleitete choreografische Werkzeuge, um eine Bewegungssprache zu kreieren, die reich und persönlich ist!

Diese Prozesse zielen darauf ab, Blockaden zu lösen und das ungenutzte künstlerische Potential zu entfesseln! Durch diese Übungen und Prozesse werden Teilnehmer*innen den Reichtum ihrer Persönlichkeit erforschen und dies als Futter nutzen, um ein einzigartiges Tanzvokabular zu kreieren, das zutiefst ehrlich und persönlich ist und aus diesen intensiven, verletzlichen Momenten entsteht! Jeden Tag werden die Teilnehmer*innen ermutigt, ihr Material mit verschiedenen Hilfsmitteln zu dokumentieren und aufzuzeichnen und schrittweise weiterzuentwickeln!

Die Teilnehmer*innen sollten fortgeschrittene professionelle Tänzer*innen sein (unabhängig von Tanzstil oder Genre), die ihre Soli kreieren wollen und bereit sind, sich diesem intensiven Selbsterforschungsprozess hinzugeben. Sie sollten offen für Anregungen sein und dem begleitenden Mentoring-Prozess vertrauen. Dieser Prozess wird in einer informellen Präsentation gipfeln, in der die im Laufe des Intensivkurses entstandenen Arbeiten vorgestellt werden!

ARTISTBIO: Terence Lewis

Terence Lewis ist indischer Herkunft und studierte verschiedene Tanzformen und kam zu seinem anglo-indischen Namen, nachdem seine Familie, während der portugiesischen Kolonisation von Goa, vom Hindu zum christlichen Glauben wechselte.

Er studierte verschiedenste Körperdisziplinen seiner eigenen Kultur wie indischen Volkstanz, Kathak und Yoga. Darüber hinaus vertiefte er sein Können im zeitgenössischen und modernen Tanz über mehrere Jahre bei international renommierten Dozent_innen, bevor er sein Repertoire an eigenen Arbeiten schuf, das größtenteils zeitgenössisch und doch sehr von der indigenen Kultur seiner Vorfahren beeinflusst ist.

2003 war er Stipendiat des danceWEB Stipendium Programms bei ImPulsTanz. Bei seiner Rückkehr nach Indien, gründete er seine eigene Company, TLCDC, deren künstlerischer Leiter er ist und die zahlreiche Produktionen verwirklichte so wie u.a.: „Surkh“, „Out of the Box“, „After 8“ und kürzlich „Scrambled Eggs or Sunny Side Up“.

2005 gründete er die Terence Lewis Academy, eine erstklassige Tanzschule, die teil-geförderte Stipendien für junge in Indien lebende Tänzer_innen und professionelles zeitgenössisches Training bietet, das sowohl indische als auch westliche Tanzformen beinhaltet.

Nach zehn Jahren als Choreograf für Bollywood Filme, u.a. auch für den deutschen Film „Hexe Lilli“, was durch Zufall kam, ließ er die Arbeit in der Filmindustrie im Jahre 2009 hinter sich und wurde Juror bei der Casting-Show „Dance India Dance“, die drei Staffeln lang im indischen Fernsehen zu sehen war.

Im April 2015 rief er das erste zeitgenössische Tanz Festival in Mumbai, Jugnee (Firefly), in Kooperation mit dem ImPulsTanz Festival ins Leben, dessen Kurator er ist.
Terence Lewis ist Mitglied sämtlicher Diskussions-Plattformen, für die Veränderung von Tendenzen im zeitgenössischen Tanz in Indien.

Stand: 05.05.2015

 
 

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Date: 30.07.2021, 07:23 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/2021/artist287/
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