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SRI LOUISE

© Jeremy Salazar
© Jeremy Salazar
ImPulsTanz Workshops 2017 © Karolina Miernik
ImPulsTanz Workshops 2017 © Karolina Miernik
ImPulsTanz Workshops 2017 © Karolina Miernik

Racial Decoy

Ethnien & Post-Modernes Tanz Experiment

Dieser Workshop untersucht Weißsein in der Zeit des post-modernen Tanzexperiments indem es Anna Halprins multi-ethnische Reach Out Company, die Gründung des Judson Church Theaters und die daraus entstandene Tanzszene in New York City betrachtet.

Wir werfen einen Blick auf die Arbeiten und Compagnien der post-modernen Choreografinnen Yvonne Rainer und Trisha Brown angesichts der sozialen Bewegungen, die damals zur gleichen Zeit entstanden, wie die Menschenrechtsbewegung, der Vietnam-Krieg, die Frauenbewegung und somatische Körperarbeiten, um über die Überschneidungen des post-modernen Tanz es mit der Rassenbewegung nachzudenken. Mit besonderem Augenmerk betrachten wir Movement Research, eine in New York ansässige Organisation, die 1978 gegründet wurde, um Studien, Performance und laufende Experimente zu fördern, theoretisch und ästhetisch mit dem Judson Church Theater verwurzelt, in ihrem neuen Versuch, die Segregation in der Organisation aufzuheben.

Racial Decoy versucht Modelle der ethnischen Zurechenbarkeit und Gerechtigkeit von Kunstorganisationen zu identifizieren und Veränderung in der eigenen lokalen Tanzszene zu inspirieren und zu erzeugen.

Es ist auch ein Workshop, der auf Asanas beruht und die Ideen der drei somatischen Reflexe von Thomas Hanna betrachtet: grünes Licht, rotes Licht und Trauma, um damit einen vierten Reflex zu erschaffen: den erwachten Reflex.

Yoga, Gandhi & The White Liberal Body

Dieser Theorie/Asana Workshop befasst sich mit dem Mythos einer Gandhischen Gewaltlosigkeit und ihrer fortwährenden Beziehung zu Kolonialkultur, das heißt, wie Gandhi das Prinzip von Ahimsa als religiöses Gelübde verstand und es zu einem säkularen Konzept für zivilen Ungehorsam umgestaltete.

In der Umgangssprache der Popkultur, wird Gandhi als Vater der indischen Unabhängigkeitsbewegung und Gewaltlosigkeit als Mittel dieser nationalen Errungenschaft gesehen, aber zwischen dem Salzmarsch und Indiens Unabhängigkeit, kam es zu 17 Jahren Anti-kolonialem Widerstand, etwas, das in unserer kollektiven Wahrnehmung unvorstellbar ist.

Gandhi verwendete einen Begriff, der ursprünglich den Entsagten vorbehalten war und politisierte ihn. Wir werden herausfinden, was Gandhi unter Gewaltlosigkeit verstand und untersuchen die vorbehaltlosen Scheinheiligkeiten sowie Gandhis eigene Beziehung zu Rasse, Klasse und dem Imperium. Das dient uns als Spiegel, um über das heutige sozial-ökonomische Klima von Yoga im globalen Norden nachzudenken und wie der Yoga-Industrie-Komplex dazu dient koloniale Macht mit der Pazifizierung westlicher Yoga-Massen aufrechtzuerhalten.

Ich bin im Besonderen am spirituellen Aktivismus interessiert. Wie hat die Kultur der Weißen es fertiggebracht, sich sowohl für Gandhis als auch Martin Luther Kings Gewaltlosigkeit zu entscheiden und sich so von negativen Assoziationen befreit – und das in einer Art und Weise, die eine Komplizenschaft an der kolonialen und imperialen Gewalt fördert.

Durch Asanas untersuchen wir die Struktur von „Core“ und aktivieren den Diaphragma-Psoas-Komplex, sowohl für körperliche als auch die Prana-Stabilität.

ARTISTBIO: Sri Louise

Sri Louise ist freischaffende Performerin und Yoga-Lehrerin und lebt derzeit in der Wüste von Albuquerque, New Mexico.

Mit immer kritischerem Blick auf den Yoga-Kult, vor allem in den USA, kreierte Sri Louise einen Blog mit dem Titel PostYoga, wo sie an den Schnittstellen von Yoga, Weißsein, Anti-Rassismus, Anti-Patriarchat, Anti-Kapitalismus, Kultur-Aneignung, Kolonialismus, Post-Kolonialismus und Entkolonialisierung schreibt.

Ihre Workshops sollen Yoga als Moksa sadhana (Weg der Befreiung) etablieren, der die von nationalen Identitäten kreierten sozialen Grenzen nicht psychologisch umgeht, sondern vielmehr zur Dekonstruktion von kognitiven Unstimmigkeiten, die bei vielen Euro-Amerikaner_innen auf ihrer Suche nach persönlicher Freiheit und spirituellem Wohlbefinden vorherrschen, beiträgt.

Sie ist langjährige Schülerin von Swami Dayananda Sarasvati, ein traditioneller Advaita Vedanta-Gelehrter, mit einer bemerkenswerten Fähigkeit, das ontologische Selbst auf unverwechselbare Weise ans Licht zu bringen.
 
 

GOOD TO KNOW

danceWEB Brunch 2015 © Karolina Miernik

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Dancer: Helmut Fixl © Johanna Figl

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REBECCA PATEK "ineter(a)nal f/ear" © MARIA BARANOVA

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Date: 23.07.2018, 11:53 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/2018/artist155/