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BENOÎT LACHAMBRE

© Alicia Sudre
ImPulsTanz Workshops 2017 © Emilia Milewska
ImPulsTanz Workshops 2017 © Emilia Milewska

Interrelational Mobile Choreographic Architectures

Ziel dieses Workshops ist es, ein Bewusstsein für körperliche Energieströme mit der zwischenräumlichen Dynamik von Flüssigkeiten zu kombinieren. Benoît konzentriert sich mit den Teilnehmer_innen auf die Kreation von somatischen Bildern und deren Eigenschaft, bewegte sensorische Architekturen zu erzeugen.

Er lädt die Teilnehmer_innen dazu ein, den Akt des Choreografierens zu untersuchen, auch um im selben Moment Stress, der bei Tänzer_innen und Choreograf_innen oft angelernt ist zu reduzieren. Damit schlägt er eine Transformation von eingelernten Mustern vor. Mit kinästhetischem Bewusstsein und einer Ansammlung von gemeinsamen Gesten arbeitet Benoît an einer Vertiefung der Wahrnehmungen und der Gefühle. Zu diesem Zweck werden die Körper in einen Zustand der Konnektivität und Offenheit gebracht, was zu einem Dialog führt, der auf Verbindungen mit Zwischenräumen und Bindegewebe fokussiert ist.

In diesem Forum des Austauschs und des Lernens werden die Teilnehmer_innen dazu eingeladen, folgenden Fragen nachzugehen:
Wie kann man performative/choreografische Aktionen mittels Austausch und Integration von verbindenden Phänomenen neu denken? Ist es möglich Zuschauer, Subjekt, Performer_in und Vermittler_in gleichzeitig zu sein? Kann eine empathische Bewegung Träger einer positiven Veränderung und von Transformation sein, indem man an die Grenzen von etablierten Rollen trifft und diese aufbricht?

ARTISTBIO: Benoît Lachambre

Seit den 1970er Jahren im Bereich von Tanz aktiv, entdeckte Benoît Lachambre 1985 die Release-Technik – ein kinästhetischer Ansatz für Bewegung und Improvisation, was eine Verschiebung in seinem choreografischen Stil verursachte. Seither widmet er sich einem forschenden Ansatz von Bewegung und ihren Ursachen, mit dem Ziel, die Authentizität der Geste zu suchen. Sein signifikant radikaler Ansatz basiert auf dem Erwecken der Sinne und der Vorstellung von Transformationen des träumenden Körpers außerhalb des Selbst, in Verbindung mit der Analyse von Gesten im Kontext unseres Lebensumfelds.

Benoît Lachambre entwickelt also eine Sprache, die auf der Gegenwart und Zukunft eines authentischeren Bewusstseins beruht. In seinen Kreationen zielt er auf die Modifizierung der empathischen Erfahrung der Performer_innen und des Publikums ab. Unter den Künstler_innen, die Benoît Lachambre am meisten beeinflussten, zählt Meg Stuart, mit der er regelmäßig zusammenarbeitet sowie Amélia Itcush, deren Arbeit sich auf die Verteilung des Körpergewichts fokussiert.

Neben seiner Arbeit als Choreograf und Tänzer gewann Benoît Lachambre ein hohes Maß an Anerkennung als Lehrer durch seine berühmten Workshops und Klassen, die er seit über 20 Jahren auf der ganzen Welt anbietet. 1996 gründete Benoît Lachambre seine eigene Compagnie Par B.L.eux in Montréal: „B. L.“ für Benoît Lachambre und „eux“ für sie, die kreativen Künstler_innen, mit denen er zusammenarbeitet und mehr und mehr Einfluss auf seine Karriere gewinnen konnten.

Er ergänzt seine künstlerischen Begegnungen und den dynamischen Austausch, durch die Zusammenarbeit mit internationalen Choreograf_innen und Künstler_innen aus verschiedenen Disziplinen: Boris Charmatz, Sasha Waltz, Marie Chouinard, Louise Lecavalier und wieder Meg Stuart und der Musiker Hahn Rowe. Mit letzterem schuf er 2003 eines seiner Meisterwerke, „Forgeries, Love and other Matters“, für das er 2006 mit dem renommierten Bessie-Award ausgezeichnet wurde.

Benoît Lachambre ist einer der wichtigsten Künstler / Choreografen seiner Generation, schuf 15 Werke seit der Gründung von Par B.L.eux, wirkte in mehr als 20 anderen Produktionen mit und war der Choreograf von 25 Auftragsarbeiten, zum Beispiel „I is memory“ (ein Solo für Louise Lecavalier, 2006) und „JJ Voice“, was er 2009 für Cullberg Ballet in Stockholm kreierte. Im März 2013 schuf er „High Heels too“, eine weitere Auftragsarbeit für das Cullberg Ballet. 2013 erhielt Benoît Lachambre den Grand Prix de la Danse de Montréal für das Stück „Snakeskins“.

2014, erhielt er die Auszeichnung für die beste Choreografie vom Conseil des arts et des lettres du Québec, für das Stück „Prisms“, das von Montréal Danse in Auftrag gegeben wurde.
„Hyperterrestres“, eine Koproduktion mit dem französischen Choreografen Fabrice Ramalingom und dem Komponisten Hahn Rowe, feierte im Mai 2015 seine Nordamerika-Premiere während des Festivals TransAmériques in Montréal.

Derzeit erarbeitet er immer wieder das Stück „That choreographs us“, zuletzt im März am DOCH in Stockholm und im April für das Fundraising-Event anlässlich des 20. Jubiläums seiner Company Par B.L.eux. Seine jüngste Kreation „Lifeguard“ wurde zuletzt beim Trans-Ameriques Festival 2017 in Montréal präsentiert.
 
 

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Date: 23.07.2018, 11:37 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/2018/artist141/