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ZIYA AZAZI

© Koray Akten
© Koray Akten
© Stefan N. Shterev / 3inSpirit
© Luna La Chimia
© Stefan N. Shterev / 3inSpirit

Dervish in Progress

Grenzen überschreiten und ein höheres Bewusstsein erlangen

Im Zentrum des Workshops steht das Ausloten der körperlichen Grenzen beim Drehen, allein, mit Partner_innen und in der Gruppe. Die Fähigkeit, sparsam mit den Energien des Körpers umzugehen, wird geschult und die Bewegungseffizienz verbessert. Das Drehen ist nicht das Hauptthema des Workshops. Das wichtigste Ziel ist es, das körperliche, emotionale und mentale Bewusstsein durch das Drehen und die Übungen, die am Anfang des Workshops gemacht werden, zu steigern. Die Teilnehmer_innen beginnen wahrzunehmen und zu akzeptieren, was sich während des Wirbelns ereignet, und entdecken dabei neue Bewegungsformen – Grenzen werden überschritten und die Selbstwahrnehmung erweitert.

Dervish Tango

Im Dialog mit dem Gegenüber

Das Drehen mit Partner_innen oder in der Gruppe ist eine absolut großartige Gelegenheit, um Reflexe und Verhaltensweisen des alltäglichen Ichs zu entdecken! Den verschwommenen Zustand der sich drehenden Welt zu erreichen, bedeutet ein abstraktes Abenteuer auf physischer, mentaler und emotionaler Ebene zu erleben, was enorme Realisierungen und Entdeckungen über das wahre Ich erzeugt. Das Verstehen und Umsetzen aller Empfindungen führt zu einem gesünderen Körper, intelligenteren und intuitiverem Geist! Tragen oder Getragen-werden sind die grundlegenden Handlungen unserer sozialen Wirklichkeit. Das körperliche Erleben beeinflusst Geist und Emotionen. Dies könnte uns in neue Lebensphasen führen, unseren zeitlichen Rhythmus harmonisieren und unser Sein als Person neu justieren! Es bietet viel größere mentale/emotionale/physische Plastizität als wir denken könnten!

ARTISTBIO: Ziya Azazi

Ziya Azazi wurde in Antakya (TR) geboren und lebt seit 1994 in Wien.
Seit den späten Neunziger Jahren basiert Ziya Azazis Tanzarbeit vorwiegend auf experimentellem Wirbeln/Drehen und auf Wiederholungen, die seine persönliche, künstlerische und konzeptuelle Auseinandersetzung und Bewegungsanalyse von traditionellem Sufi Tanz reflektiert. Er untersucht zeitgleiche Repräsentationen gegensätzlicher Wahrnehmung von Körperbewusstsein, ekstatische Zustände und beschäftigt sich mit Geschwindigkeit und Spannung, die durch das Wirbeln möglich werden. Er versucht, das übliche Bild vom sich drehenden Derwisch und vom klassischen Sufi Tanz in eine spektakuläre Form zu verwandeln und bietet dabei Optionen für persönliche Rituale, die nicht auf existierenden Glaubenssystemen beruhen. In seiner Arbeit sucht er nach dem Derwisch in unglaublicher Geschwindigkeit, Spannung und Emotion und schafft einen Raum für den Zuschauer, in dem die Nuancen erlebt werden können. In seinen Performance-Stücken versucht Ziya Azazi den Moment zu zeigen, in dem der Derwisch beginnt in der ekstatischen und genussvollen Wiederholung, das Drehen zu genießen: im Loop und in der Drehung wird ein Trance-Zustand erreicht.

Ziya studierte ursprünglich Bergbau an der Technischen Universität in Istanbul, während er Turner war. Zwischen 1990 und 1994 arbeitete er mit dem Staatstheater in Istanbul, wo er bereits erste Stücke kreierte. Zwischen 1994 und 1998 arbeitete er mit verschiedenen Compagnien u.a. Tanz Atelier Sebastian Prantl (TAW), Tanz*Hotel und Willi Dorner. 1999 erhielt er das danceWEB Stipendium und wurde im Ballett Magazin als „Ungewöhnlichster Tänzer des Jahres in Österreich“ bezeichnet.
Seit 1999 schafft er seine eigene choreografische Arbeit, die weltweit tourt, u.a.: „Dervish in Progress“ (2004 / Barcelona), „’Azab“ (2005 / São Paulo), „Dervish“ (2006), „Icons“ (2007 / Grenoble) in Zusammenarbeit mit Serge Adam (FR), das Solo „Ember“ (2010 / Valladolid). Seine jüngste Arbeit „Energy“ feierte 2012 am Théater Liberté in Toulon (FR) Premiere.
Seit 2004 arbeitete er u.a. mit Jan Fabre/Troubleyn, Compagnie Thor, Cem Ertekin, Aydin Teker, Sebastian Prantl, Philippe Arlaud, Anne-Marie Gros, Ismael Ivo, Marcia Haydee, Yoshi Oida, Thierry Smits, Nona Ciobanu und Mehmet Balkan.
Neben seiner Performancearbeit teilt Ziya Azazi seine Erfahrungen in verschiedensten akademischen und nicht-akademischen Institutionen, u.a.: dem internationalen Choreografie Trainingsprogramm Choreographic Collision (von Ismael Ivo im Rahmen der Biennale von Venedig ins Leben gerufen); an der Abteilung für Modernen Tanz der Mimar Sinan Universität in Istanbul, Carolyn Carlsons Schule für Choreografie in Roubaix (FR), der Fakultät für Kunst an der Klaipeda Universität und mit Tänzer_innen des Samsun & Antalya Staatsballetts (TR).
 
 

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Date: 23.07.2018, 11:33 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/2018/artist1328/