ALAIN FRANCO (BE)

© Simone Steiner
Rosas / Anne Teresa De Keersmaeker & Alain Franco „Zeitung“ 2008 © Herman Sorgeloos

Wiener Melange
Ein Lecture Concert mit Klaviermusik von Beethoven bis Schönberg


Wiener Melange.
Was soll das bedeuten?

In Abwandlung eines andernorts bekannten Mottos könnte man auch sagen: Alain Franco’s coming home ... nämlich ins Wiener Odeon-Theater!
Nachdem der dem Tanzpublikum durch seine Kollaborationen mit weltberühmten Choreografinnen wie Anne Teresa De Keersmaeker oder Meg Stuart bekannte Musiker, Pianist und Theoretiker seine inspirierend-vitalen Lecture-Konzert-Performances zur Klaviermusik der beiden Wiener Schulen bereits in Berlin, Brüssel und andernorts gezeigt hat: am 1. September ist es endlich auch in Wien an der Zeit – und umso schöner womöglich genau 2020, nachdem so manche Veranstaltung zum Beethoven-Jubiläum entfallen musste ...

Denn Alain Franco, diesem findigen Dialektiker unter den Pianisten, geht es um nichts weniger als eine konzertante Vergegenwärtigung der epochenübergreifenden und – allem voran von Wien aus – nicht nur musikalisch Geschichte machenden Spannung zwischen System und Freiheit. Oder, in seinen eigenen Worten:

Beethoven wird in dieser Stadt gleich seine berühmtesten und ästhetisch herausforderndsten Kompositionen schreiben. Und setzt damit etwas in Gang, womit wir heute noch ringen – ganz ungeachtet dessen, ob wir die Moderne und ihre Konsequenzen nun begrüßen oder ablehnen (unsere Meinung dazu ist übrigens ohnehin zweitrangig).

Denn es ging um das Ganze: Begreifen, Verstehen, Erkennbarkeit, Energie ... genau die Prämissen, die sich noch in der sogenannten Zweiten Wiener Schule” (Schönberg, Berg, Webern) nachzeichnen lassen. Und es ist dieser Bogen, der die komplexe Beziehung zwischen Systemen und Freiheit der Schöpfung eröffnete. Fühlt sich das politisch an? Ja, ist es.

Das 19. Jahrhundert mag als Epoche längst vorbei sein - sein Widerhall als Laboratorium dafür, wie wir Kunst und Repräsentation erfahren, ist nicht nur allgegenwärtig, sondern zieht uns weiterhin in ihren Bann.

Österreichische Erstaufführung 
Dauer: 90 Minuten
Sprache: Englisch 

 
 

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Public Moves 2020 © yako.one

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Date: 19.09.2020, 01:40 | Link: https://www.impulstanz.com/performances/2020/id1362/
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