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Reinhard Werner
© Reinhard Werner

Saskia Hölbling (AT)

Geboren 1971 in Wien, präsentiert Saskia Hölbling ihre ersten Choreografien bereits während ihrer Tanzausbildung am Konservatorium der Stadt Wien. Sie setzt ihre Studien an der von Anne Teresa De Keersmaeker geleiteten Tanzakademie P.A.R.T.S. in Brüssel fort.
Seit der Gründung ihrer Company DANS.KIAS im Jahr 1995 hat Hölbling weit über 30 Arbeiten entwickelt. Parallel zu ihren eigenen Choreografien tritt Saskia Hölbling in Stücken von Bob Wilson (USA), Cie W. Dorner (Österreich), Laurent Pichaud (Frankreich), Benoît Lachambre (Kanada) und Anne Collod (Frankreich) auf. 2000 erhält sie den Prix d’auteur du Conseil Général de Seine-Saint-Denis/Bagnolet für „Do your desires still burn“. 2002 wird ihr für „other feature“ der Österreichische Tanzproduktionspreis verliehen. 2001 entsteht in Zusammenarbeit mit dem kanadischen Choreografen Benoît Lachambre und dem französischen Videokünstler Laurent Goldring ihr Solo "rrr... (reading, readings, reading)", das bei der Eröffnung des Tanzquartier Wien präsentiert wird. 2009 führt Hölbling erstmals Regie und inszeniert Hamletmaschine von Heiner Müller, eine Theaterregiearbeit im Auftrag des Max Reinhardt Seminars, Institut für Schauspiel und Schauspielregie der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Zuletzt hat Saskia Hölbling gemeinsam mit dem französischen Videokünstler und Philosophen Laurent Goldring die "Squatting Projects" Serie erarbeitet. Im Rahmen des 20-jährigen Bestehens von DANS.KIAS wurden vom 18. bis 20. Juni 2015 alle drei "Squatting Projects" in der Expedithalle der ehemaligen Ankerfabrik präsentiert. Saskia Hölbling beschäftigt sich seit 2002 intensiv mit Darstellungsformen von Körpern, die sich linearer Interpretationen entziehen, und zwar sowohl in Gruppenformationen als auch solistisch – was einen Kritiker zu folgenden Zeilen veranlasste: „Diese Anti-Barbiepuppe fordert eine neue Erfindung des Standpunktes (...) bricht mit allen Konventionen, mit einer kalten, schönen Kraft voll schweigender Intelligenz sowie einer kämpferischen Körperlichkeit“.

"Ich gehe von der Utopie der Möglichkeit aus, dass sich unsere Körper so verändern können, wie wir sie denken; von Körperkonzepten, die den Körper als eine Art Gedankenmasse begreifen, die jegliche Erscheinungsform, mehr noch jegliche Seinsform einnehmen kann. Wo ein Ellenbogen ebenso Entscheidungen trifft wie eine Wade oder der Kopf. Kein Festhalten, kein Beharren auf einem Gedanken. Immer im Fluss der Assoziationen, oder der Artikulation des Körpers. Was ich damit erreichen möchte? Ein Öffnen stereotyper Vorstellungswelten, eine Sensibilisierung für Zwischenbereiche und Fremdfelder, in die jede und jeder zu diffundieren vermag. Und ich möchte dazu ermutigen, diese Freiheit der Darstellung zu nutzen." (Saskia Hölbling)

Stand: 19.02.2016

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Date: 12.08.2020, 05:27 | Link: https://www.impulstanz.com/archive/artistbios/id961/
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