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Judith Stehlig
© Judith Stehlig

Claudia Bosse (AT/DE)

Claudia Bosse ist Choreografin, Künstlerin und künstlerische Leiterin der transdisziplinären Compagnie theatercombinat. Nach dem Studium der Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin entwickelte sie international raumchoreografische Arbeiten, Theater mit Chören, urbane Interventionen, sowie „politische hybride“ als raumspezifische mehrmediale von Zuschauern begehbare Settings. Sie arbeitet meist mit gemischten Ensembles von Laien, Performer_innen, Schauspieler_innen und Tänzer_innen an Gesamtkunstwerken mit und ohne Theatertexten. Claudia Bosse kreiert Arbeiten, Inszenierungen und Installationen für Museen, Architekturen, Theater und urbane Räume. Sie unterrichtet, hält Vorträge, veröffentlicht und initiiert oder nimmt teil an Research Projekten sowie an kontinuierlicher Zusammenarbeit mit Künstler_innen und Theoretiker_innen verschiedener Genres, insbesondere mit dem Komponisten Günther Auer. Sie untersucht (den urbanen) Raum als Textur für choreografisches Material und poetische Subversionen.

„thyestes brüder! kapital“ eine chorische Theaterarbeit zur Anatomie von Sprache mit Texten von Seneca und Marx, befindet sich in Vorbereitung. Premiere ist im September 2019 in Düsseldorf, anschliessend in Wien. Weiters arbeitet Claudia an „the last IDEAL PARADISE“ in einer Version für Jakarta, Indonesien im Februar 2020, sowie „dialogue on difference“ Performance gemeinsam mit Abdalla Daif für das d-caf Festival, Kairo sowie das Theater = A Must Festival, Alexandria, (EG) und Kosmos Theater Wien 2019.

Als letzte Projekte entstanden seit 2017 „the last IDEAL PARADISE” für die Tanzplattform Deutschland 2018 in Essen, „168 stunden (a tribute to daily life and franz erhard walther)” – eine einwöchige Performance im öffentlichen Raum Wiens, „POEMS of the DAILY MADNESS” – ein Singspiel mit dem Komponisten Günther Auer, Festival favoriten 2018 und Wien 2017, „WITNESSING OF THE TREES” für das Museo da Imigraçao in São Paulo (BR), 2018, „EXPLOSION der STILLE – a silent chorus”, ein performatives Monument mit 100 Teilnehimer_innen im öffentlichen Raum, 2017, die installative Prozession „REENACTING THE ARCHIVE – part 1” und das Noise-happening „VzV,vK! / REENACTING THE ARCHIVE – part 2” – beide mit Günther Auer im Rahmen eines mehrteiligen Rechercheprojekts mit FFT in Düsseldorf, 2017/2018, „APPLIED POETICS IN URBAN SPACE” mit den urban curators Kiew, in Kiew, Charkiv und Wien, 2017/2018, sowie über 2015–2018 IDEAL PARADISE (Donaufestival 2015, FFT Düsseldorf, explore Festival Bukarest, Tanzquartier Wien, Weltmuseum Wien, ImPulsTanz Festival u.a.), eine Serie zu postkolonialen Fragen innerhalb welcher Claudia Bosse verschiedene Formate entwickelte zwischen Installation, Performance, Stadtintervention etc., die (Archiv-)Dokumente, Objekte, Choreografien, Texte und Räume zu einer sich im raum entfaltenden Dramaturgie verbinden.
Sämtliche Inszenierungen, Choreografien, Arbeiten, Kollaborationen und Kooperationen sind dokumentiert auf ihren Websites (siehe unten).

Letztes Update der Biografie: 09.04.2019

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Date: 19.09.2020, 04:03 | Link: https://www.impulstanz.com/archive/artistbios/id1207/
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