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PRO SCENE 2017

TURBO Residencies 2017

TURBO-Research-Residencies

Mit den TURBO-Research-Residencies bietet ImPulsTanz ein intensives Förderprogramm für in Österreich lebende und arbeitende Choreograf_innen. Die Residencies beinhalten Proberaum-Nutzung, Workshops und Research Projekte, Performancetickets sowie individuelles Coaching durch erfahrene Künstler_innen.

Wie freuen wir uns, während ImPulsTanz 2017 (13. Juli - 13. August) Olivia Schellander und Ulduz Ahmadzadeh unterstützen zu dürfen.

Olivia Schellander (AT)


JAWS (working title)
#orality #salivation #autonomous movements #(s)wallowing #voice #fluidity #inner-outer environment  #evolution of mouth  #silence  #volume

With JAWS Olivia Schellander wants to explore the field of the oral domain and human voice apparatus.
The oral cavity, throat and jaw are the visible protagonists here – with the mouth as a gateway, an arbitrary boarder, a cross-over space between inner-outer, pleasure and pain, lust and disgust, nothingness and articulation. How does an obsessive yet sensual focus on this body part influence HOW the body moves?
Investigating on the borders of inner-outer environments, JAWS deals with the oral domains’ biological realities, sensations and obsessions, cultural and social connotations and artistic representations.
How long can we keep the mouth open? What if we don’t swallow anymore? Which oral topics and problems emerge? The physical research focuses on challenging autonomous movements, as in concrete bodily functions, reflexes, (e)motions a.o, and to experiment with vocalisation in between the still and the dancing body.
JAWS dives into the physicality of pre-language and proposes the cry as a metaphor, as the opposite of being silenced and muted, and possibly as a strong gesture to arrive into language. „If you work with the face, voice will inevitably appear...“ (myriam van imschoot/ total poetry).
JAWS is Olivia’s solo process parallell to her collaboration VOLUME with performance/ visual artists Sara Lanner and Jasmin Hoffer (AT). Both strands deal with the field of orality, voice and language and its performative occurrences. Olivia’s initial research was inspired by practices and works of Angela Schubot and Myriam Van Imschoot a.o. She follows a solo and collaborative practice to experiment with modes of artistic development and formats around the proposed subjects.

 

Ulduz Ahmadzadeh (AT/IRN)


Body as Memory
ein Research Projekt von Ulduz Ahmadzadeh

"Biographie ist Allgegenwertig. Ich bin ein Produkt meiner Lebensgeschichte."
Hochauf R. 2017
Body as Memory ist ein Projekt, welches die Konstruktion des Fremden und die Entfremdungsprozesse thematisiert.
Die aktuellen Debatten über Fremdenfeindlichkeit, Kulturrassismus und sexualisierter Gewalt spiegeln die Notwendigkeit einer künstlerischen Auseinandersetzung wieder. Als Bewohnerin der Stadt Wien, Immigrantin, Orientalin und Künstlerin trage ich die Verantwortung einer politischen Positionierung und trete als Subjekt der Kommunikation und nicht als Objekt der Information auf. Hierbei steht die Verbindung des Fremden mit dem Selbst im Zentrum des künstlerischen Schaffensprozesses und der Recherche. Was hat „das Fremde“ mit dem sozialen und politischen Selbst zu tun? Und wie ist Fremdheit im Körper und in der Bewegung spür- und sichtbar?
Meinen Körper erfahre ich als einen Ort der Forschung und Überwindung, wo eigene Erfahrungen als Ursprung der Selbstreflexion eingesetzt werden. Dieses Research Projekt strebt nach einer kritischen Auseinandersetzung mit dem vertrauten Frauenbild und der Orientalin. Der Körper wird als Projektionsfläche entlarvt. Ich untersuche mit Leib, Geist und Verstand als Element einer nicht homogenen Gesellschaft, die eingespeicherten Geschehnisse und Ihre Auswirkungen durch eine Zeitreise in meine eigene Vergangenheit. Schließlich führt diese Reise in die Gegenwart der politischen Forderungen, in dem der Tanz ein Ausdrucksmittel der Widerstandsbewegung wird.
Ich erlebte das Schicksal der Migration und die Auswirkungen des 8-jährigen Krieges zwischen den beiden Staaten Iran und Irak. Zensuren prägten und bestimmten meine Handlungsmöglichkeiten. Ich begann als Kind zu tanzen und ging dieser Leidenschaft in einem Land nach, in dem Tanzen verboten ist.
Mit sozialkritischen und politischen Auseinandersetzungen, durch das Stilmittel des zeitgenössischen Tanzes, provozierte ich in Teheran. Auf den politischen Normbruch wurde seitens der iranischen Sicherheitsbehörden mit Haft und Sanktionen reagiert. Nach einem abgelegten Versprechen nicht wieder tänzerisch tätig zu werden, gelang es mir später unter dem Decknamen „Theater ohne Dialog“ als Choreografin und Tänzerin Erfahrungen mit unterschiedlichen Tanzensembles, in denen ich teilweise selbst als Gründerin und Trainerin aktiv war, zu sammeln. Aufgewachsen in einer Familie, die anti-fundamentalistische Meinungen vertrat, habe ich sehr früh lernen müssen, nach außen zu täuschen, die Wahrheit zu verstecken und meine Kunstform als Widerstandsinstrument einzusetzen. Als Folge dieser Handlungen musste ich viele Ungerechtigkeiten, Diskriminierungen, Sexismus und Unterdrückungen erleiden.
Vor 8 Jahren kam ich als Studentin nach Wien, mit der Vorstellung mich endlich frei bewegen zu können. Dabei fand ich mich immer wieder in der Rolle einer orientalischer Frau, die als Gegenbild zum „Westen“ instrumentalisiert und schubladisiert, die als die „Andere“ und „Fremde“ hervorgebracht wird. Wer bin ich eigentlich wirklich? Welche Entfremdungsprozesse konstruieren mein jetziges Selbst? Inwiefern dient die orientalische Frau als Projektionsfläche für die Formation einer okzidentalischen Identität? Wann nehmen wir es wahr, dass wir fremd sind? Wie ist dieses Gefühl körperlich visualisierbar? Wie fühlt sich Fremdheit im Körper an? Ist Fremdheit am Körper oder als körperliche Erfahrung lokalisierbar?
Diese Fragen sind die Ausgangspunkte für das Projekt „Body as Memory“, indem ich meinen eigenen Körper als Speicherplatte unter die Lupe nehme und mich auf eine abenteuerliche Reise nach Innen begebe. Mit dem Ziel die innersten körperlichen und psychischen Erlebnisse visualisierbar und Spürbar zu machen. Die Haupt Fragen sind:
„Wie hat sich mein Körper angefühlt, als...“ und „Wie kann ich diesen Zustand darstellen, sichtbar und spürbar machen?“

 

Jede Residency wird individuell erst im Dialog mit dem/der Choreograf_in definiert. Folgende Leistungen sind inkludiert:

• Proberaumnützung für zwei Wochen
• individuelles Coaching durch eine/n Dozent_in von ImPulsTanz 2017 deiner Wahl (nach Vereinbarung mit dem/der Dozent_in)
• Teilnahme an 1 ImPulsTanz 2017-Researchprojekt (Pro Series oder Field Project) pro Person (ACHTUNG: über die Teilnahme an diesen Research-Projekten entscheiden die jeweiligen Projektleiter_innen)
• Teilnahme an bis zu 2 ImPulsTanz 2017-Workshops freier Wahl pro Person
• Tickets zu 5 ImPulsTanz 2017-Performances freier Wahl pro Person
• Studio für (optionales) final showing

Kontakt:
Rio Rutzinger und Johanna Figl
turbo@impulstanz.com
T: (01) 523 55 58

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit im Sommer!
Rio und Johanna

GOOD TO KNOW

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Date: 22.08.2018, 05:32 | Link: https://www.impulstanz.com/archive/2017/proscene/id5159/