Sophia Treanor
Six Viewpoints: Liberating the Materials

© Adam Gundersheimer
O
Week 2, 18.7.–22.7.
14:20–17:20 / XL
Arsenal 2
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Wir beginnen mit dem, was ist:
Die Kunst dieser Performance besteht darin, während der Entdeckung das Publikum mitzunehmen. Die Untersuchung ist für das Publikum.
Die Künstlerin*Der Künstler sagt damit:
„Ich gebe euch das, während es auch mir gehört.
Ich performe, während es zustande kommt.
Ich verlasse mich darauf, dass ihr es bemerkt.
Ich trage es nach innen und außen.
Ich komponiere ein Werk für das Publikum, jedes Mal:
mit dem Glauben an ihre Fähigkeit zu sehen.“

Das Einzige, was das Leben möglich macht, ist die permanente und unerträgliche Ungewissheit – nicht zu wissen, was als nächstes kommt. Das ist der Grund für die Recherche. Dieses Training beschleunigt die Verbindung des Gehirns zwischen Beobachten+Tun, Beobachten+Tun.

The Six Viewpoints ist ein Prozess, der es darstellenden Künstler*innen ermöglicht, ihre eigenen Vorurteile, Erzählungen und kulturellen Annahmen zu überwinden, um sich auf das einzulassen, was tatsächlich um sie herum geschieht.

Auf der Grundlage der Arbeit von Mary Overlie konzentriert sich dieser Workshop auf die Entdeckung, wie man die Materialien Raum, Form, Zeit, Emotion, Bewegung und Geschichte freisetzen kann, um herauszufinden, wie sie auf der Bühne funktionieren und wie man mit ihnen arbeiten kann. Die Teilnehmer*innen werden diese Materialien in einer nicht-hierarchischen Weise verorten, um dann radikale Performance-Experimente und Kompositionen auszuprobieren.

Das Six-Viewpoints-Training wird durch somatische und technische Körperübungen zu Beginn der Einheiten unterstützt. Die somatischen Praktiken vertiefen die Fähigkeit zum ganzkörperlichen Zuhören und reduzieren den gewohnheitsmäßigen Widerstand gegen die Wahrnehmung, indem sie eine Beziehung zur Widerstandkraft herstellen. Die Arbeit aus einem parasympathischen Zustand heraus (entspannt, elastisch und verfügbar) ermöglicht es den Teilnehmer*innen, in ihrer Arbeit miteinander und mit dem Publikum transparenter zu sein.

Das technische Training basiert auf der Floor Barre Technique von Jean Hamilton, einem Aufwärm-Training, das die neurologischen Bahnen zu den kleineren Muskeln in den großen Muskelgruppen stärkt, den Geist in der subtilen Wahrnehmung des Körpers schult und den Körper auf die Improvisation vorbereitet.

Sophia Treanor
© Adam Gundersheimer
© Arjan Gebraad
© Nicole Lehrmann
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Date: 25.06.2022, 13:53 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/pid4513/