Sophia Treanor
Six Viewpoints: Horizontal Wilderness

© Arjan Gebraad
O
Intensive 2, 23.7.+24.7.
10:30–16:30
Arsenal D
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Der Keim des gesamten Werks von The Six Viewpoints liegt in dem einfachen Akt des Stehens im Raum. Die Künstlerin*Der Künstler ist eingeladen, das Lexikon der täglichen Erfahrung wahrzunehmen. Die Informationen des Raums, die Erfahrung von Zeit, die Vertrautheit von Formen, die Qualitäten und kinetischen Regeln von Bewegung, die Entwicklung von Logik, die Zustände des Seins und der emotionale Austausch machen den Prozess der Kommunikation zwischen Lebewesen aus. Es handlet sich um die sechs Materialien, die in The Six Viewpoints bearbeitet werden und die die Grundlage der dekonstruierten Performance bilden.

Die Einfachheit von The Six Viewpoints beruht auf dem persönlichen Kontakt mit den Grundmaterialien. Durch die direkte Arbeit mit diesen Materialien beginnen Künstler*innen, die Performance durch die wesentlichen Sprachen zu erlernen – jede als unabhängige Intelligenz.

In Anlehnung an die Arbeit von Mary Overlie führt der Workshop eine horizontale Denkweise ein, die es den Künstler*innen ermöglicht, die zu bearbeitenden Materialien, selbst auszuwählen, und die die Beziehung zur Umgebung erheblich verbessert, indem ein Prozess für zahllose Studienobjekte eröffnet wird. Das Wochenende wird sich durch verschiedene Labore bewegen, die Praktiken der Materialbetrachtung, Improvisationen und Kompositionsexperimente ermöglichen.

Wenn man sich auf diese Arbeit einlässt, stellt man fest, dass man in der 3-D-Realität verankert und von den Meinungen anderer darüber, wie man Tanz oder Theater macht, befreit ist. Bei diesem Unterfangen wird die Künstlerin*der Künstler herausgefordert, sich selbst zu führen, sich zu konzentrieren und dabei eine Perspektive zu entwickeln. Um dies zu erreichen, ist eine Art körperliches Training erforderlich, das sich bis ins Detail auf den Körper konzentriert. Dies erfordert, dass der Geist und der Körper in seiner Funktion geschult werden. Das zugrundeliegende Training wie Contact Improvisation und Jean Hamiltons Floor Barre Technique schult das Instrument in der Tiefe, ohne Bewegungsmuster zu kultivieren. Diese Art der Herangehensweise ist wesentlich, da sie die Verfügbarkeit für das Empfinden und nicht für das Produzieren entwickelt.

Sophia Treanor
© Arjan Gebraad
© Adam Gundersheimer
© Nicole Lehrmann
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Date: 25.06.2022, 13:29 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/pid4518/