Workshops 2006

Workshops 2006

Georg Blaschke
Physical Theatre Training

© Georg Blaschke
Adv
Week 4, 7.8.–11.8.2006
09:45–11:45
C
Physical Theatre Training Experimentieren mit eigenen, expressiven Grenzerfahrungen In das Warm-Up des Trainings fließen Elemente des Yoga ein, sowie gezielte Übungen für Atem und Energie, die auch die Stimme inkludieren können. Unser Zentrum wird aktiviert und gestärkt; die Haut wird gut durchblutet, um sich den verschiedensten Körperformationen leicht anzupassen. In der Gruppe wird sich ein Energie-Pool bilden, aus dem sich expressive Lust, gegenseitiges Vertrauen und transparente Präsenz speisen. Wir spielen mit verschiedensten Gangarten (z.B. silly walks), Oberflächenvisualisierungen im Raum und auf der eigenen Haut, sowie imaginierten Landschaften, die individuelles Reisen im Körper und Improvisationen ermöglichen. Dabei stellen wir immer wieder die Frage nach der "Natürlichkeit" von Bewegung und führen diese im Annehmen unterschiedlichster Körper eventuell auch wieder ad absurdum. Der Fokus liegt auch auf technischen, muskulären und formalen Prinzipien des Ausdrucks. Bestimmte ritualisierte Tanz- und Bewegungsformen wie Drehen, Ondulationen und sich transformierende Prozesse im Gehen, und in der Gruppe als Gesamtbewegung, eröffnen Zugänge zu archetypischen Zuständen, die z.B. das Arbeiten an phylogenetisch-animalistischen Körperschichten, surrealen Körperzuständen - eventuell in Verbindung mit Objekten - und an strukturierten Massenbewegungen vorbereiten. Das Experimentieren mit eigenen, expressiven Grenzerfahrungen wird dem Lernen durch Beobachtung der Anderen gegenübergestellt. Kleine Evolutionen und Transformationen mit klar gesetzten Anfangs- und Endpunkten können schließlich individuelle Sequenzen entstehen lassen, die als Abschluss des Workshops zu einer Gruppengeschichte verwoben werden können. Dieser Workshop richtet sich besonders an TänzerInnen, die das Spektrum ihres gewohnten Ausdrucks erweitern möchten und lädt ein, auf neue Herausforderungen im Körpertraining einerseits und im kreativen Spiel der Vorstellungskraft andererseits einzugehen.
Georg Blaschke
© Laurent Ziegler
© Jan Machacek
© Laurent Ziegler