Workshops 2016

Workshops 2016

Susanne Bentley tanzt mit ihrer Klasse bei den Workshops 2013. Sie sind im Moment einer Sprungs auf einem Bein. Die Bildrechte liegen bei Karolina Miernik

Susanne Bentley
Being and Doing Sexy

© Karolina Miernik
O
Week 1, 18.7.–22.7.2016
11:45–14:15
Arsenal F

Being & Doing Sexy

das Sein wird zur Form - die form wird zum sein

Seit Anfang 2014 unterrichte ich Pole Show Girl Klassen und choreografiere dafür kurze Stücke. Seither interessiere ich mich dafür, wie der Körper von Außen betrachtet wird und wie er sich gleichzeitig im Inneren anfühlt. Von Burlesque, Pin-up bis hin zu den heutigen Musikvideo-Choreografien finde ich überall Gemeinsamkeiten im Bewegungsmaterial und in der Form – sie werden mit der Idee eines „sexy Körpers“ kreiert.

Die Wiederentdeckung des Sexyseins war für mich persönlich ein Aha-Erlebnis. Die überwältigende Reaktion von Teilnehmer_innen der Pole Show Girl Klassen war, dass sie sich allein durch das Nachmachen der Bewegungen schon sexy fühlten und es schließlich auch wurden. Das Sexysein wurde also von den Bewegungen erzeugt – die Form wurde zum Sein. Dann wiederum hat das Sein die Form beeinflusst und dadurch entstand eine Wechselwirkung.
Mich interessiert, was passiert, wenn man es von Anfang an umdreht – das Sein wird zur Form. Inwiefern beeinflusst der Zustand des Seins die Bewegungsqualität. Es ergibt sich sozusagen die Frage: Was kam zuerst, das Ei oder das Huhn? Was kann man beim Unterrichten und bei Bewegungskomposition nutzen, um die Form oder das Gefühl umzusetzen? Braucht man das Ei oder das Huhn, oder gar beides?

In den zweieinhalb Stunden werden wir in verschiedene Bewegungsformen und Zustände eintauchen. Die Teilnehmer_innen sind dazu eingeladen ganz eigene Bewegungsstile und ihre kreativen Interessen zu diesem Workshop mitzubringen – was immer es sein möge.

Wir beginnen mit einer angeleiteten Improvisation, arbeiten dann mit Partner_innen und in Gruppen und erfahren dadurch mehr über den ganz persönlichen Fokus – Mitmachen, Dabeisein aber auch die Beobachtung von Form und Zustand. Teilnehmer_innen führen selbstverantwortlich Recherchen durch und teilen die Entdeckungen und Feedbacks mit den Anderen in der Klasse. Sexysein ist ein Teil des Workshops, ist aber nicht der thematische Schwerpunkt, außer es ergibt sich einfach aus den Interessen!

Susanne Bentley
© Ludmila Glukhova
© Kevin Bourdeaux
© Karolina Miernik
© Ludmila Glukhova
© Serge Gutwirth
© Serge Gutwirth