Workshops 2009

Workshops 2009

Georg Blaschke
Physical Theatre Training

© Georg Blaschke
Adv
Week 2, 27.7.–31.7.2009
12:00–14:00
Arsenal C
Physical Theatre Training Experimentieren mit eigenen, expressiven Grenzerfahrungen Teil des Warm-Ups sind ritualisierte Bewegungselemente, sowie gezielte Übungen für Atem und Energie, auch Stimme. Die Haut wird gut durchblutet sein und sich deshalb den verschiedensten Körperformationen leicht anpassen. Ein bewusstes Wahrnehmen unserer Knochenstruktur und der inneren Organe unter dem Einfluss der Schwerkraft fördert differenzierte Beweglichkeit. Unsere persönlichen Konzepte von Zentrum, Raum und Präsenz als PerformerIn werden untersucht und neu definiert. In der Gruppe wird sich ein Energie-Pool bilden, für expressive Lust, gegenseitiges Vertrauen und transparente Präsenz. Wir spielen mit verschiedensten Gangarten (z.B. silly walks), Visualisierungen im Raum und auf unserer Haut, sowie imaginierten Landschaften, die individuelles Reisen im Körper und Improvisationen ermöglichen. Dabei stellen wir immer wieder die Frage nach der „Natürlichkeit" von Bewegung und führen diese im Annehmen unterschiedlichster Körper unter dem Einfluss verschiedenster physikalischer Kräfte, auch wieder ad absurdum. Der Fokus liegt auch auf technischen, muskulären und formalen Prinzipien des Ausdrucks und dessen Differenziertheit. Bestimmte ritualisierte Tanz- und Bewegungsformen wie Drehen, Wellenbewegungen und sich transformierende Gangarten, sowie Gruppenbewegung, eröffnen Zugänge zu archetypischen Zuständen, als Weg zu phylogenetisch-animalistischen Körperschichten, surrealen Körperzuständen - eventuell in Verbindung mit Objekten - und zu strukturierten Massenbewegungen. Das Experimentieren mit eigenen, expressiven Grenzerfahrungen wird dem Lernen durch Beobachtung der Anderen gegenübergestellt. Ausserdem werden wir die Gruppe als ein sich immer wieder unter räumlichen und physikalischen Bedingungen neu organisierendes Gesamtsystem erfahren. Kleine Bewegungsentwicklungen und -transformationen mit klaren Anfangs- und Endpunkten werden zu individuellen Sequenzen, die als Abschluss des Workshops zu einer Gruppengeschichte verwoben werden. Dieser Workshop richtet sich besonders an TänzerInnen, die das Spektrum ihres gewohnten Ausdrucks erweitern und ihr eigenes Lernkonzept hinterfragen möchten und lädt zu neuen Herausforderungen im Körpertraining ein, sowie zu Kreativität im Umgang mit unserer Vorstellungskraft.
Georg Blaschke
© Laurent Ziegler
© Jan Machacek
© Laurent Ziegler