EMMILOU RÖẞLING & ELLEN SÖDERHULT

© Jon Torkelsson
© Frierich Hartung
© Ingrid Söderhult

Camouflage and 4 other C’s

In diesem Workshop begegnen wir Tanz durch verschiedene Strategien der Camouflage. Unser Begriff von Camouflage wird erweitert und geht über das Visuelle hinaus. Das Tanzen durch und mit Camouflage bietet die Möglichkeit, über Unterscheidungen und Abgrenzungen im Tanz und in der Choreografie zu reflektieren und schließlich zu hinterfragen, ob man das dem Tanz angetan hat oder umgekehrt.

Camouflage ist nicht nur eine Angelegenheit zu vermeiden, gesehen zu werden, sondern auch eine Praxis des Verschmelzens, des Verwischens von Konturen, des Eins-Werdens von Zweien und Zwei-Werdens von Einer*m. Sie kann gleichermaßen eine essentielle Überlebensstrategie oder eine extravagante Dekoration sein. Wir tauchen ins Tanzen ein mit einer Dämpfung zwischen Vorder- und Hintergrund, geben Tänzen eine Form und lassen Tänze auf uns wirken und geben der Entfaltung unserer gemeinsamen Zeit einen Raum. Dieser Workshop ist wie ein Hindernisparcours für das Spüren und Tanzen.

Indem wir diesen Vorahnungen und Fragen folgen, bringt der Workshop eine wilde Mischung aus Camouflage und Choreografie, Handwerk, Kontext und möglicherweise einigen produktiven Verwirrungen zwischen all diesen hervor.

ARTISTBIO: Emmilou Rößling

Emmilou Rößling ist Choreografin und lebt in Berlin. Ihre Arbeit entwickelt sich um Fragen der Repräsentation und Wahrnehmung, sucht nach einem Aufführungsmodus jenseits des Spektakulären und strebt dabei nach verschiedenen Formen von Camouflage. Zu ihren jüngsten Stücken gehören THE FRATERNITY (2020), FLUFF (2019), WATER COOLER CHAT (2018) und CASCADE (2017), die unter anderem in der Judson Church New York, den Sophiensaelen Berlin, dem Arsenic Lausanne, der Beursschouwburg Brüssel, dem Künstlerhaus Mousonturm, den Uferstudios Berlin und dem Frankfurter Kunstverein gezeigt wurden. Emmilou arbeitet in verschiedenen Konstellationen mit Antonia Baehr, Mette Edvardsen, Goshka Macuga, Xavier Le Roy und anderen. Sie hat Choreografie in Gießen und Amsterdam studiert und ist derzeit in der Klasse von Haegue Yang an der Städelschule Frankfurt.

Stand: 13.04.2021

ARTISTBIO: Ellen Söderhult

Ellen Söderhult lebt in Schweden und arbeitet als Tänzerin und Choreografin. Sie hat einen Hintergrund in Leichtathletik und studierte Tanz und Zirkus am DOCH/SKH.

Im Jahr 2020 wurde das Stück DUNKA DUNKA am DansPlats Skog in Hälsingland uraufgeführt, eine Zusammenarbeit mit Daniel IInatti, in der das Publikum von Klängen aus Schlamm, Düften, Subbass und Chorsänger*innen umgeben ist. In dem sportlichen Punk-Ballett HOW TO DO THINGS WITH ROMANCE: a prologue (2016) und in SHANE ET AL. (2018) erkundete sie das Kollektiv als Protagonistin. Weitere Arbeiten und Kollaborationen sind RUDY, OTHERBODIES und THIS IS GRAND an. 2015 war sie Mitbegründerin des Open-Source-Formats für den Austausch von Praktiken in den darstellenden Künsten namens Nobody's Business zusammen mit Eleanor Bauer und Alice Chauchat. Ellen hat außerdem mit und für unter anderem Sandra Medina und Anna Efraimsson, Sindri Runudde, Tove Sahlin und Rasmus Ölme gearbeitet. Ellen arbeitet derzeit als Tänzerin bei Dalateatern in einer Performance von Iki Gonzalez Magnusson und studiert Musik in Bollnäs.

Stand: 13.04.2021

 
 

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© Karolin Miernik

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Date: 12.05.2021, 07:28 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/2021/id4464/
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