ELIZABETH WARD

© Kati Göttfried
© Julie Calbert
© Julie Calbert

Phototropism and the Lampenfieber

Grow in the garden of (de)light

In diesem Workshop werden wir uns unseren Ängsten stellen, nicht um aus ihnen eine Monströsität zu machen, sondern eher um daran zu denken, kollektive Ängste gemeinsam zu steuern. Damit das gelingt, arbeiten wir mit Ballett.

Wenn man das Wort Ballett in den Raum stellt, führt das manchmal dazu, dass einige Personen erstarren und verhärten. Meistens löst es ein Meer von Erwartungen und eine Angst vor dem Scheitern aus: Wenn Perfektion so schwer ist, könnte dann die Angst vor dem Scheitern zu einer gemeinsamen Basis werden?

Basierend auf einer größeren Recherche zum Thema Bühnenangst oder dem poetischeren Lampenfieber werden wir gemeinsam ins Licht treten. Meist wird Lampenfieber alleine bewältigt. Einige Menschen verwandeln den Adrenalinrausch in etwas, das nicht von dieser Welt zu sein scheint. Andere lassen sich davon zermalmen. Viele von uns freuen sich darauf oder haben ihre Up-and-Downs damit, vor anderen aufzutreten. Um ein bisschen magisches Denken hervorzuholen, werden wir diese Reise gemeinsam antreten, um Performancesängste anzugehen, indem wir Pflanzenmedizin zu Rate ziehen, die oft in romantischen Erzählungen des Balletts dargestellt wird. Flieder und Rosen sind die bekanntesten, aber es gibt viel mehr, die wachsen und um die wir uns kümmern könnten. Wenn wir mit der Metapher des Lichts arbeiten, treten wir von der Bühne weg in den Garten, in dem Pflanzen durch Phototropismus wachsen – sowohl weg vom als auch in Richtung des Lichts. Es wurde gesagt, dass die gleichen Prinzipien, die die Barockgärten prägten, auch in den frühen Raumformen des Balletts eine wichtige Rolle gespielt haben. Stellen wir uns vor, wir haben einen Garten entdeckt, in dem sich „kultivierte“ und „unkultivierte“ Ballett-Pflanzen tummeln und miteinander tanzen. Die Wege sind verwachsen, an manchen Orten bleiben ihre Spuren und an anderen müssen wir neue Wege schaffen. In diesem Garten setzen wir gemeinsam unsere Wünsche in die Tat um und laden die Schatten unserer Ängste zum Tanzen ein.

ARTISTBIO: Elizabeth Ward

Elizabeth Ward ist Choreografin und Performerin, die derzeit in Wien lebt. Zuvor lebte und arbeitete sie in New York, Athen, Brüssel und Portland, Oregon. Ihre Arbeit erforscht die kollektive Geschichte von Tanzlinien, die in das Muskelgedächtnis von Tänzer*innen als lebendiges archäologisches Terrain eingebettet sind. Ihre letzte Arbeit Dancing's Demons, ein Stück, das sich mit dem Spuk und der komplizierten politischen Geschichte des Tanzes der frühen Moderne auseinandersetzt und zusammen mit der bildenden Künstlerin Julia Zastava und der Musikerin Ana Threat entwickelt wurde, schaffte es 2020 in der Halle G des Tanzquartiers zur Premiere, bevor die Theater weltweit geschlossen wurden. Ihr Projekt Antifascist Ballet School, welches in Zusammenarbeit mit Magdalena Chowaniec entstand , wurde von den Wiener Festwochen, wien woche und bei Der Blöde Dritte Mittwoch präsentiert. Zwischen 2014 und 2018 arbeitete sie mit dem Elektronikproduzenten AC/Boy an einem Techno-Ballett-Projekt, das von Brut, WUK, The Kitchen (NYC), Trinosophes (Detroit), ANA (Kopenhagen) und dem Boiler Room präsentiert wurde. Als Performerin wirkte sie unter anderem in den Werken von Cathy Weis, Frédéric Gies, DD Dorvillier, Anne Juren, Jennifer Lacey, Heather Kravas, Manuel Pelmus und Miguel Gutierrez mit.

Stand: 01.04.2021

 
 

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Date: 28.07.2021, 01:46 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/2021/id4413/
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