SRI LOUISE

© Jessica Hubbard Marr
© Jessica Hubbard Marr
© Jessica Hubbard Marr
© Jessica Hubbard Marr

Classical Embodiment

Janet und Sri verbindet eine langjährige Freundschaft, die sich über fast zwei Jahrzehnte erstreckt. In dieser Zeit haben sie sich gegenseitig in ihren jeweiligen Bereichen stark beeinflusst.

Sie erkannten eine vielversprechende Verbindung zwischen ihren erkenntnistheoretischen Ansätzen, die sowohl die Freude an der Bewegung sowie einen Sinn für spirituelle Tragweite einschließt. Deshalb haben sie sich zusammengetan, um gemeinsam an einem experimentellen Intensivkurs zu arbeiten, der Yoga-Asana nutzt, um den Zugang zum Ballettkörper zu erleichtern.

Sri ist seit 1994 Schülerin von Janet und kann die Asana-Praxis körperlich in die Klarheit von Ballett übertragen. Janet hat Jahrzehnte damit verbracht, Balletttechnik zu einer zugänglichen Herangehensweise an funktionelle Bewegung herunter zu brechen, von der jede*r Tänzer*in profitieren kann, egal welche professionellen oder persönlichen Stil sie*er praktiziert. Zusammen bieten sie einen Raum, um die subtile Schönheit und Dynamik der klassischen Verkörperung zu erkunden.

Der Intensivkurs wird zwischen den beiden Disziplinen hin und her wechseln. Die Teilnehmer*innen werden bestimmte Aspekte der Ballettpraxis wie á la Seconde, Arabesque und die vierte Position sowohl vom klassischen Ballett-Standpunkt aus als auch durch die somatische Lupe von Yoga­Asanas betrachten. Dabei ist die Atmung bzw. ihre Integration in die Praxis ein grundlegender Bestandteil des interdisziplinären Austauschs.

Dies soll ein sehr körperlich anspruchsvoller Workshop sein, offen für Tänzer*innen mit Vorkenntnissen, die ihre Fähigkeiten verfeinern und tiefer in Bewegungsstudien eintauchen wollen.

Evolution of an Inversion

Evolution of an Inversion führt durch die Pose des Kindes über den Herabschauenden Hund in den Handstand als Abfolge von Posen, die dieselbe Armposition haben. Für eine funktionelle Inversion ist es wesentlich, ein Verständnis vom scapulohumeralen Rhythmus zu haben. Es geht dabei um die miteinander verbundene Bewegung zwischen Arm und Schulterblatt, während der Arm über den Kopf gehoben wird.

Sri hat somatische Übungen entwickelt, die dabei helfen, den Serratus anterior einzubeziehen, einen vielseitigen Muskel, der die Scapula streckt, weitet und rotiert. Wenn eine dieser Bewegungen fehlt, ist das Stützen des Armes beeinträchtigt.

Die Sicherheit bei Inversionen hängt von der Stützstruktur ab. Dieser Workshop vermittelt das anatomische Wissen, um diese infrastrukturellen Fähigkeiten zu entwickeln und in weiterer Folge auf die Technik von Inversionen zugreifen zu können.

Geeignet für alle Levels und von unschätzbarem Wert für Yoga- und Bewegungslehrer*innen.

Yoga, Pramana and Lineage: An Epistemological Approach to Self

Erkenntnistheorie beschäftigt sich damit, wie wir wissen was wir wissen. Im Sanskrit beschreibt das Wort „Pramana“ die Mittel oder Instrumente über die wir Wissen erlangen. Es geht also darum herauszufinden, wie wir dieses notwendige Wissen erlangen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, mit welchen erkenntnistheoretischen Mitteln wird das Wissen um Yoga erworben?

Durch die Analyse der vedischen Schriften beginnen wir zu verstehen, welche Rolle Wissen im Yoga spielt, um die Selbstrealität besser verstehen zu können. Durch die Linse von „Pramana“ erkunden wir, ob Asana oder Meditation ein Mittel zur Selbsterkenntnis sein kann?

Yoga, Pramana and Lineage: An Epistemological Approach to Self ist ein Versuch, den gegenwärtigen konsumistisch industriellen Komplex zu entmystifizieren, indem die Yoga­praxis in der Theorie des „Pramana“ verwurzelt wird.

Die ersten 30 Minuten widmen wir uns der konzeptionellen Erkundung von „prama“, das Wissensobjekt, von „pramana“, den Mitteln um Wissen über das Objekt zu erlangen und von „pramata“, den Wissenden.

Wir beschäftigen uns danach mit der Praxis von Asana, Pranayama und Dhyanam, Mediation, um zwischen direkten und indirekten Modi des Wissens unterscheiden zu lernen.

ARTISTBIO: Sri Louise

Sri Louise ist eine international anerkannte Tanzperformerin und Yogalehrerin. Derzeit lebt sie in der Wüste von Albuquerque, New Mexico, wo sie ACES, Albuquerque Curated Experiments Salon, co-kuratiert, eine wandernde Plattform, die experimentelle Performance-Ansätze fördert. Sie arbeitete mit den Choreograf*innen wie Sarah Michelson und Sidi Larbi Cherkaoui. Sri Louise unterrichtet seit 1995 Yoga und ist eine Studentin von Swami Dayananda Sarasvati. Sri ist eine lautstarke Kritikerin des westlichen Yoga-Industriekomplexes und hat einen Blog, PostYoga, in dem sie über einige der wichtigsten Themen der euro-amerikanischen Yoga-Gemeinschaft schreibt: Critical Withness, Siedlerkolonialismus und Hinduphobie. Alle ihre Abenteuer können auf ihrer Website gefunden werden.

Stand: 07.04.2017

 
 

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Date: 30.07.2021, 06:40 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/2021/artist155/
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