JASSEM HINDI

© Robbie Sweeny
Ghost Dancer, ImPulsTanz Workshop 2018 © Emilia Milewska
Ghost Dancer, ImPulsTanz Workshop 2018 © Emilia Milewska

Ghost Dancer

Sound ist der Ghost Dancer einer Performance, er geistert überall herum und verfolgt jede Geste. Er ist eine politische Kennzeichnung und ein sanfter Anstoß zu hohen physischen Zuständen. Er ist auch ein Tor zur bildenden Kunst und zu Film in Performance.

Ghost dancer ist ein Workshop zum Sound-Gestalten und für genaues Hinhören, der sich an Performer*innen und hybride Künstler*innen richtet, der es ermöglicht, Choreografie und Performance zu verstehen und von der Verspieltheit von Soundkunst inspiriert ist. Wir werden Musik hören, bauen kollektive Soundinstallationen, trainieren unsere Fähigkeiten des Zuhörens und tauschen uns darüber aus, wie wir Sound in unseren Performancepraktiken verwenden bzw. gerne verwenden würden. Ziel ist es, den Status von Sound in Performance zu ergründen und zu hinterfragen – dieses Etwas, das zwischen Körper, Objekt und der poetischen/politischen Rede existiert.

In diesem Workshop wird Sound in seiner Materialität betrachtet, als Textur, als tanzender Körper und nicht als einfache Zierde für den Tanz. Es ist eine einfache politische und poetische Position, die die Idee unterstützt, dass die Praxis von Sound auf die unsichtbare und heikle Beziehung zwischen Körper und anderen (Im)Materialitäten hindeutet, die wiederum von Bildern, choreografischen Skizzen, Videos, Texten und Personen beeinflusst sind.

Dies ist kein technischer Workshop. Natürlich werden wir uns die Hände schmutzig machen.
Bring Gegenstände mit, wenn du was hast (Spielzeug, Dildo, Glocken, Gameboy, Steine, Wasserkocher). Bring Stifte und Papier, wenn du magst. Alles, was weniger als 2 Euro beim Flohmarkt kostet (Walkman, Tape, Diktiergerät, Keyboard) ist willkommen. Wenn du ein Smartphone hast, bring es mit.

Bei den Zuhör-Sessions hören wir Feldaufnahmen aus Vietnam, griechische Musik, Doom, Electro-Clash, indische Totengebet-Gesänge, „Nouvelle Vague“ Kino Voice-Overs, westafrikanische Disco Musik und vieles mehr.
Die Kreativ-Sessions umfassen die Verwendung von Lo-Fi-Material wie Tapes, Kontaktmikrofone, DJing, Außenaufnahmen, zerstörte Elektromusik und Gruppengesang.

The Concept and the Idiot

Dieser Philosophie-Workshop bietet einen der möglichen Wege, um im aufgewühlten Meer der Konzepte zu navigieren. Es ist eine Einführung in die auf Theorie basierende Praxis und der Kunst Fragen zu stellen und an ihnen dran zu bleiben – ein mündliches, kollektives Abenteuer. Der Horizont dieser Sessions ist die Spannung zwischen „Konzept“, „Körper“ und „freier Natur“. Wir begeben uns in die westliche Geschichte des Wissens, die von ihrer Geschichte der Gewalt heimgesucht wird.
Einige unserer Begleiter*innen an diesem Wochenende:

  • Sprache, Tod und Gastfreundschaft: Was ist Milieu? Was ist die Verankerung von Kunst
  • Verräterische Utopie, schleimige Utopie: Gedichte als Orakelmaschine, Zeit und Überleben
  • Geschichte der Hexen: Schattenoperationen und verkörpertes Archiv
  • Freundschaft, Hauntologie, Politik, Science Fiction: Philosophie und die freie Natur
  • Die griechische Kunst Fragen zu stellen

Du musst nichts über Philosophie wissen. Ich werde meine Praxis mit euch teilen, wir lesen gemeinsam Texte und es können so viele Fragen gestellt werden wie nötig. Dies ist auch ein Workshop für Menschen, die ein Interesse daran haben, wie ihre auf Theorie basierenden Praktiken vermittelt und geteilt werden können. Nimm Stifte und Papier mit, wenn du möchtest und einige idiotische Ideen.

Einige Referenzen, die wir behandeln werden (müssen nicht vor dem Workshop gelesen werden!): Kristeva / Lacan / Glissant / Merleau-Ponty / Mbembé / Naess / Simondon / Jameson / Cavaillès / Derrida / Frederici / Mohaghegh / Platon / Fanon / Negarestani / CA Conrad / Laboria Cuboniks / Koyré / Malabou

ARTISTBIO: Jassem Hindi

Jassem Hindi ist ein französisch libanesisch/palästinensischer Performer, Soundkünstler und Autor mit Philosophie-Abschluss. Hindis letzte Arbeiten waren: Laundry of Legends (HAU Berlin; Fadjr Tehran) eine Serie von gemischten Kunst-Performances um arabische weibliche Todespoesie und Stranger within mit Mia Habib (Black Box Oslo, Bastard Trondheim, Octoberdans Bergen), eine Langzeit Recherche/Performance-Installation über Öko-Poesie im Norden Norwegens. Seine letzten Zusammenarbeiten waren mit Ligia Lewis, Eoghan Ryan, Keith Hennessy, Valentina Desideri und Sina Seifee.

Stand: 24.04.2018

 
 

GOOD TO KNOW

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Date: 18.05.2021, 00:55 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/2021/artist1209/
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