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IAN KALER & PLANNINGTOROCK AKA JAM ROSTRON

Nadja Hallström
© Nadja Hallström

Shared Practice 

Ian Kaler und Jam Rostron entwickeln schon seit 2015 eine einzigartige, gemeinsame Praxis. Ihre geteilte Praxis besteht aus intuitiver, verwundbarer, profunder und humorvoller Transformation und umfasst Choreografie bis hin zu Musikproduktion und -komposition.

In diesem zweitägigen Workshop werden wir eine einfache Daseinsübung erforschen, welche uns beim subtilen Aufbau einer Wahrnehmung des Raums, in dem wir uns befinden, sowie den Körpern, mit denen wir diesen Raum teilen, helfen soll. Sie wird uns auch ermöglichen, das Visuelle und Räumliche mit dem Somatischen zu verbinden, und somit unsere individuelle und Gruppenwahrnehmung zu verfeinern. Mit Hilfe von Sound und Musik werden wir den Klang unserer Stimmen und Stimmbänder genauer kennenlernen. Wir werden einfache (akustische) vocal loops als Soli und in Gruppen kreieren und mit der stimmlichen Bandbreite aller Teilnehmer_innen spielen. Dann werden wir das Gelernte in jam sessions ausprobieren und die verschiedenen Möglichkeiten von Bewegung, vom Auftreten, Dasein und vom Geräuschemachen in Echtzeit entdecken. Dabei werden wir auch genug Zeit und Raum für Austausch und Besinnung haben.

Der Workshop ist gedacht für Menschen und Körper, die eine queere Sensibilität und eine Offenheit besitzen, um eine Bandbreite von sehr subtilen bis zu gewagteren und unkontrollierten (nicht im Sinne von Verrückt-Werden, sondern als Akzeptanz des Unbewussten) Formen von Introspektion zu erforschen: Output. Bisherige Tanz- oder Gesangserfahrung sind nicht erforderlich. Es wird gebeten, Schuhe mitzubringen.

Für diesen Workshop wird um eine Bewerbung mit einem Motivationsschreiben, CV und Foto gebeten.
Bitte alle Dokumente per E-Mail an das Workshop Office senden.

ARTISTBIO: Ian Kaler

Ian Kaler studierte Transmediale Kunst in Wien und absolvierte den Pilotstudiengang Zeitgenössischer Tanz, Kontext, Choreografie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz an der Universität der Künste Berlin. Seit 2010 entwickelt er im Austausch mit unterschiedlichen Künstler_innen Stücke in choreografischen Reihen, die von Arbeiten in (visuellen) Medien begleitet werden.

Seit 2015 arbeitet Ian Kaler an der choreografischen Reihe „o.T. (german acronym for untitled)“ in Kollaboration mit Musik-Producer Planningtorock sowie weiteren Gäst_innen (u.a. Philipp Gehmacher, Stephane Peeps Moun, Imogen Heath, Joy Leah Joseph u. Houwaide Hedfi) – bisher sind drei Stücke („the emotionality of the jaw“), („gateways to movement“) Uraufführung bei ImPulsTanz 2015 und („Incipient Futures“) und das Praxis Format „RAW PRACTICE“ in der Reihe entstanden.

Zwei seiner Video-Installationen, „Me becoming myself (unfinished)“ von 2016, und „Shifting the burden“, einer Kollaboration mit Anne Quyrinen aus dem Jahr 2014, wurden im Leopoldmuseum Wien im Rahmen von ImPulsTanz 2016 gezeigt.

„LIVFE“ – das erste Stück einer neuen choreografischen Arbeitsreihe, in der Choreografie und Tanz mit (gesprochenem) Text und Schauspielszenen, sowie live Musik (rRoxymore) und live Video (und Licht: Imogen Heath) verbunden werden – wurde im Rahmen von ImPulsTanz 2017 uraufgeführt und war in einer überarbeiteten Version im HAU1 Hebbel am Ufer in Berlin 2018 zu sehen.

Die Uraufführung von „ON THE CUSP“, Kalers erster Choreografie für 16 Tänzer_innen des Cullbergbaletten, fand im Tanzquartier Wien im Januar 2019 statt.
Parallel dazu arbeitet Kaler momentan mit Planningtorock an Rostron's Musical Show „Powerhouse“.
„Powerhouse“ und „RAW PRACTICE“ haben bei ImPulsTanz 2019 Österreich-Premiere.

Ian Kaler entwickelt analog zu seinen choreografischen Serien Workshops, die als Researchformate funktionieren – so bereits für ImPulsTanz, das Tanzquartier Wien, PACT Zollverein Essen, DOCH School for Dance and Circus Stockholm, das Cullbergbaletten, die Escuela Profesional de Danza in Mazatlán und die University of Sonora in Mexico. Neben Workshops, die er für professionelle Tänzer_innen mit Mixed Abilities gibt, unterrichtet er seine Praxis für Teilnehmer_innen mit anderen (künstlerischen) Hintergründen als dem Tanz.

ARTISTBIO: Planningtorock aka Jam Rostron

Planningtorock – aka Jam Rostron – ist in Bolton geboren, in Berlin ansässig und arbeitet als Singer-Songwriter, Komponist_in, Produzent_in und Regisseur_in mit drei erfolgreichen Studioalben eher linker Tanzkultur und befasst sich weiters mit verschiedenen Zusammenarbeiten, Opern, Filmpartituren und Remixes unter diesem Namen. Aus der Arbeiterklasse stammend nicht-binär, autodidaktisch macht Planningtorock schon seit mehr als zehn Jahren Musik, queeren Sound und Visionen.

Planningtorock debütierte in den Nullerjahren mit „Have It All [Chicks On Speed]“ (2006) und fand bald eine aus DIY und Gender Außenseiter_innen bestehende Künstlercommunity, zu der u.a. Peaches und The Knife gehören. Der Sound – angespannte, verzaubernde Tanzmusik mit klassischen Elementen, unerwartete Blechtöne und herunter gestimmter Gesang, welche Planningtorocks Sound unverkennbar machen – haben bereits ein passioniertes Publikum gefunden.

„W“, das gefeierte Debut von Planningtorock auf DFA, enthüllte eine visionäre und zugleich politisierte Produktion. Es ist auch ein zutiefst queeres Art-Pop Werk – das 2014 veröffentlichte „All Love’s Legal“ („eine Masterclass in der links-angelehnten Tanzszene”, Mixmag), veröffentlicht auf Rostrons eigenem Aufdruck Human Level mit Banner-würdigen Slogans („Patriarchy Over and Out“, „Let’s Talk About Gender Baby“), zeigte wie Begabung und pop-orientierte Musik mit politischen Botschaften gekonnt vermischt wird.
 
 

GOOD TO KNOW

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Date: 19.08.2019, 08:05 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/2019/id4002/