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ISABEL LEWIS

Isabel Lewis, Inner Strip (2014)
© Isabel Lewis, Inner Strip (2014)

Unambitious Stripper

Ausgehend von der Vorstellung der feministischen Soziologin Roslyn Wallach Bologhs „erotische Umgänglichkeit“ als Form der interhumanen Sozialität als Alternative zum dominanten Wettbewerb, zu Konflikten und zu Zwängen des 20. Jahrhunderts zu betrachten, konzentriert sich dieser Workshop auf die Verfeinerung und Steigerung der Sinne, um einen Zustand der Hyperpräsenz zu ermöglichen, der für generative und affektive Formen des gemeinsamen Seins und Tanzens im heterotopischen Raum hilfreich ist. Die Gestalt des/r nicht-ehrgeizigen Strippers_in dient als Leitfaden für die Verbindung mit unseren inneren Welten, um für unsere äußeren Welten radikal empfänglicher zu werden. Für Lewis ist „Nicht-Ehrgeizig-Sein“ der Schlüssel zum Begriff des/r nicht-ehrgeizigen Strippers_in. Der nach außen gerichtete Blick, der den Klienten mit dem Ansporn des finanziellen Gewinns anspricht und festhält, wird in diesem Szenario auf uns selbst gerichtet. Hier richtet der/die Striptänzer_in den Blick nach innen, zunächst weg vom Zahlenden und in seine/ihre unmittelbare Kinesphäre, auf die Oberfläche der eigenen Haut, durch die Epidermis und in die fleischigen, feuchten Eingeweide. Der/Die nicht-ehrgeizige Stripper_in nutzt Fantasie, kombiniert mit Körperlichkeit, um diese körperlichen Schichten sinnlich wegzuziehen und sich der Präsenz und den energetischen Zuständen zu nähern, um letztlich wieder in Verbindung mit menschlichen und nichtmenschlichen Präsenzen mit denen er/sie den Raum teilt, in Verbindung zu treten. Der Tanz, der auftaucht, ist prozessual, eine doppelte Bewegung von Innerem und Äußerem, ein Werden und ein Rückgängig-machen, eine Bewegung in einem Kontinuum, bei dem er zu einem Gegenstand von Interesse und Begehren wird und dabei als interessiertes und begehrendes Subjekt heraus kommt.

Isabel Lewis setzt ihre Recherche Unambitious Stripper fort und erweitert ihre Workshop-Reihe im Sinne künstlerischer Vorschläge bei ImPulsTanz. Dieser Workshop beinhaltet Elemente ihrer vergangenen Workshops wie ihre Recherchen über agentive Fähigkeiten in kollektiven kreativen Bemühungen bei Communal EPIC Fiction (2011) und ihre Untersuchungen bei Ballistic Body (2012) über die Entwicklung einer Technik, die Lewis „epidermales Tanzen“ nennt, gemeint ist das Tanzen aus den Oberflächen heraus: sowohl aus unserer biologischen Haut als auch der „choreografischen Haut“, die wir als Habitus bewohnen – unsere Systeme von verkörperten Dispositionen und Tendenzen, die die Art und Weise organisieren, wie wir die soziale Welt um uns herum wahrnehmen und auf sie reagieren. Unambitious Stripper wird akuten Fokus auf alle Sinne legen, einschließlich dem olfaktorischen, mit Gerüchen der renommierten Geruchsforscherin Sissel Tolaas.

ARTISTBIO: Isabel Lewis

Isabel Lewis, lebt seit 2010 in Berlin, ist Tänzerin und bildende Künstlerin, geboren in der Dominikanischen Republik und auf einer von Menschenhand erschaffenen Insel an der Küste südwestlich von Florida aufgewachsen. Zwischen 2003 und 2009 lebte sie in New York, wo sie für viele Choreograf_innen als Performerin tätig war und ihre eigenen Arbeiten bei The Kitchen, Dance Theater Workshop, New Museum, Dancespace Project at St. Marks Church, PS 122 und der Dia Foundation präsentierte. Sie studierte Literaturkritik, Tanz und Philosophie und kreiert Arbeiten in verschiedenen Formaten, von Lecture Performances zu Workshops, Musik-Sessions, Partys, Installationen und etwas, das sie „hosted occasions“ (veranstaltete Anlässe) nennt. Diese Occasions wurden am Centre d'Art Contemporain Genève, der Kunsthalle Basel, bei Frieze London, bei der Liverpool Biennale, dem Institute of Contemporary Arts London (ICA), der Fondazione Sandretto Re Rebaudengo Turin, bei Tanz Im August Berlin, der Göteborg International Biennale für zeitgenössische Kunst, dem Palais de Tokyo, der Tate Modern London und dem Ming Contemporary Art Museum Shanghai präsentiert. Isabel Lewis kreierte ihre Arbeiten über Themen, wie Open Source Technologie und Tanzimprovisation, soziale Tänze als kulturelle Speichersysteme (Mountain Grass, Mountain Hare: bodily imprinting and social dances, 2012), kreative Formate in Zusammenarbeit (Communal EPIC Fiction, 2010), zukünftige Körpertechniken (BALLISTIC BODY, 2011) und Rap als verkörperter Sprechakt FLOW PLAY: Sensualized Speech and Hip Hop, 2013). Sie wurden unter anderem bei Serpentine Galleries, Kampnagel und Hebbel Am Ufer gezeigt.
 
 

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Date: 19.04.2019, 21:07 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/2019/id3965/