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JEREMY WADE

© Iris Janke
© Iris Janke

Articulating Disorientation

Dancing with eyes closed and allowing Impulses, Scores and Filters To Move You

Als Student am S.N.D.O. wurde ich der normativen und ‘natürlichen’ Formulierungen, die oftmals mit somatischen Praxisformen assoziiert werden, misstrauisch gegenüber. Durch tägliche Studiopraxis, inspiriert von Connie Hegten, Franz Poelstra, und nach langjähriger Zusammenarbeit mit der Künstlerin / Tanzhexe Yvonne Meyer, begann ich einen Prozess namens Articulating Disorientation (AD) zu entwickeln: eine dekonstruktive Herangehensweise für somatische Formen wie Ideokinesis, Skinner Releasing und Authentic Movement. Der Begriff Authentic Movement braucht ein Upgrade, weshalb nenne ich es lieber, eyes closed dancing. Lasst uns das Wort ‘authentisch’ für das Verkaufen italienischer Designertaschen Made in China vorbehalten; ansonsten tanzen wir nicht echt, sondern auf eine künstliche Weise, und umgekehrt. AD bietet eine queere Perspektive auf Orte der Normalisierung und der Produktivitätssteigerung, wobei virtuose und transformative Fähigkeiten von somatischen Praktiken verwendet werden, um durch ein gleichzeitiges Hingeben und Kontrollieren von Impulsen durch Body-Scanning, Handlungsfähigkeit zu ermöglichen. AD navigiert systematisch ‘alle vorhandenen Mittel’ um Kontrolle über den physischen, emotionalen und normativ-verhaltensbezogenen Körper aufzugeben, einem Körper, der Erfahrungen durch die Hyper-Spezifität von Impulsen und Rückmeldungen sucht, führt und dekonstruiert. Es ist eine Praxis, die dem Körper erlaubt, sich durch Impulse, Bilder, Empfindungen und anatomische Bilder (echt sowie unecht), bewegen zu lassen. Einfach gesagt, unterstützt diese Praxis die Tänzer_innen bei ihrer Suche nach dem eigenen Tanz, bestimmt durch den eigenen Körper (echt oder einer Vorstellung entsprechend) und den eigenen Bedingungen. „Entschuldige, aber könnt ihr eure essentialistischen Fantasien beiseite legen, ich möchte reduzieren.“ Ich unterrichte diesen Workshop schon seit 2009 auf der ganzen Welt. Er ist mein Leben.

ANDERE WORKSHOPS VON Jeremy Wade

Future Clinic for Critical Care: Dance The Accessible Ritual Tool

Im ersten Teil von FCCC  werden wir uns auf eine Reihe inklusiver/zugänglicher Tanzpraktiken konzentrieren, die von behinderten Tanzpionieren und Queers initiiert wurden, die sich mit der Gewalt von Normen in der Tanzwelt auseinandersetzen. Tanja Erhart und Jeremy Wade ermöglichen hier einen fundierten Konsens und ein Bewusstsein für die verschiedenen Bodyminds, die im Raum präsent sind. Um die Bedürfnisse aller Menschen, behinderte, nichtbehinderte Menschen und diejenigen, die dazwischen sind, auszuhandeln, ist ein Umfeld von Sorgfalt und Geduld erforderlich. Die Teilnehmer_innen sind eingeladen, ihr eigenes Aufwärmritual zu gestalten. Einige von uns werden Krücken, Rollstühle oder andere Hilfsmittel vorbereiten oder reinigen, während andere ein Tool oder eine Vergrößerung ihres Körpers finden werden. Das Aufwärmritual ist auf jeden Fall zu gleichen Bedingungen und Voraussetzungen. Wenn wir unseren Tools, Grenzen und Berechtigungen Zeit und Raum geben, können wir bei den vielen Gruppentänzen, die wir eventuell vorschlagen, besser zusammenkommen. Jeremy und Tanja werden diese Sessions gemeinsam leiten und abwechselnd verschiedene Übungen und Vorschläge anbieten. Wir verwenden saftige fantastische Visualisierungen und Musik, die uns bewegen wird. Wir arbeiten daran, neue Mythen aufzubauen, die alle möglichen zugänglichen Zukunftsvisionen unterstützen.

The Future Clinic for Critical Care: Building Inclusive Commons Through Crip

Die Future Clinic for Critical Care ist eine soziokulturelle animierte Praxis, die sich mit der chaotischen Fürsorge-Politik befasst. Wir, eine Gruppe von behinderten und nichtbehinderten Künstler_innen und Aktivist_innen, verwenden Fiktion, feministische Strategien des Weltenmachens, Nicht-Werbung und Taktiken von Aktivist_innen, um von einer inklusiven und weniger gewalttätigen Zukunft zu träumen. Der zweite Teil dieses FCCC-Workshops konzentriert sich auf eine leicht verständliche Mischung aus Crip-Theorie, Queer-Theorie, intersektionellen theoretischen Ansätzen und neoliberaler Kritik. Wir tun dies, um Gemeinsamkeiten zwischen diesen Lebensrettungsstrategien zu finden, um unsere inklusive Revolution zu fördern. Hier stellen die Battlefield Nurses Nina, Tanja und Jeremy eine Polyklinik mit verschiedenen Aktivitäten vor, von kurzen Vortragspräsentationen und Diskussionen, die auf lebendigen Erfahrungen basieren, bis hin zu intimen Arbeiten in kleinen Gruppen, in denen verschiedene Teilnehmer_innen gefragt werden, was für sie kritische Pflege bedeutet. Schließlich werden diese „Krankenschwestern“ zukünftige politische Rituale, unmögliche parlamentarische Verfahren und Protestformen mit einfachen Requisiten und Grafiken vermitteln. Nichts ist vergleichbar mit inklusivem zukünftigem Zusammensein, wie das von FCCC patentierte und von benutzerfreundliche „Circle Dance of Systemic Support“. Versuche auf jeden Fall „Solidarity Cream“ und verpass niemals das allseits beliebte „Spit Ritual“. Begleite uns auf eine außergewöhnliche und abenteuerliche Extravaganz bei ImPulsTanz, während wir die Gewalt der Virtuosität in Tanz und Performance entblößen.Support”, by all means try “Solidarity Cream” and of course never miss the ever-popular “Spit Ritual.” Join us again in Cripping Impulstanz and unpacking the violence of virtuosity in Dance and Performance. 

ARTISTBIO: Jeremy Wade

Unterbrechung, Übermaß, Hyper-Vulnerabilität, Critical Care – Jeremy Wade ist ein extremer Performer und Performanceschaffender mit einer umfangreichen Kuratierungs- und Unterrichtspraxis. Nach seinem Abschluss an der School for New Dance Development in Amsterdam im Jahr 2000 und einem Bessie Award für seine erste abendfüllende Performance „Glory“ beim Dance Theatre Workshop in New York City im Jahr 2006 zog er nach Berlin und arbeitet seitdem eng zusammen mit dem Hebbel Theater sowie der Gessnerallee, Zürich. Vor kurzem kreierte Wade „Fountain“, „Together Forever“, „Death Asshole Rave Video“, „Drawn Onward“ und „Between Sirens“, um den Tod des Menschen, Zombiesubjektivität, fremde Seinsmodi und feministische Strategien des Weltenmachen zu erforschen, soziale Codes zu untergraben, die unsere Körper definieren und unterdrücken. Jeremy präsentiert Anfang Mai 2019 sein neues Solo mit dem Titel „The Clearing“, ein extravaganter Motor für Affekte, gemeinsam mit dem Musiker Marc Lohr im HAU2. Später im Juni zeigt er in den Sophiensaelen Berlin, die Neuinszenierung von „Glory“, ein brutales, nacktes Duett das er, 2006 mit dem schwedischen Choreografen und Performer Sindri Runudde und dem Musiker Brendan Dougherty kreierte.
 
 

GOOD TO KNOW

impressions'15 © Karolina Miernik

FAQ

Wo finden die Workshops statt? Wie bewerbe ich mich für Research Projects? Wo kann ich Performance-Tickets erwerben? Wo gibt es mehr Informationen zum soçial-Programm? Wie finde ich detaillierte Informationen auf der Website? Finden Sie Antworten auf Ihre Fragen auf unserer FAQ Seite!

Dancer: Helmut Fixl © Johanna Figl

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Date: 24.04.2019, 16:18 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/2019/id3954/