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SRI LOUISE

© Jeremy Salazar
© Jeremy Salazar
© Jessica Hubbard Marr

Yoga & Extinction Rebellion

Die Somatik von Anpassung und Widerstand

Dieser auf Asana-Yoga basierende Workshop beschäftigt sich mit Extinction Rebellion. Es handelt sich dabei um einen Begriff, der von Aktivist_innen für Klimawandel bzw. Klimagerechtigkeit geprägt wurde. Yoga & Extinction Rebellion bietet den Teilnehmer_innen einen Einblick in die philosophischen Prinzipien des Yoga als kognitiven Rahmen, um dem bevorstehenden sozialen Zusammenbruch gegenüberzutreten.

Derzeit vollzieht sich das sechste Massenaussterben der Erdgeschichte – wir leben bereits seit einiger Zeit in einer von Verlust geprägten Welt. Schätzungen zufolge sterben alle 24 Stunden 150–200 Pflanzen-, Insekten-, Vogel- und Säugetierarten aus.

Bei Yoga & Extinction Rebellion geht es darum, von der Verleugnung in den Zustand der Post-Verleugnung zu gelangen. In diesem Zustand kannst du damit beginnen, die von Jem Bendell formulierten Hilfsmittel der Deep Adaptation Agenda in einen Prozess der zwischenmenschlichen/planetenweiten Versöhnung zu integrieren. Die drei Aspekte der Agenda sind:

1. Widerstandskraft
2. Loslassen
3. Regeneration

Die Deep Adaptation Agenda postuliert eine Art radikaler Hoffnung: „… eine Form von Hoffnung, für die man sich nach der Verleugnung bewusst entscheidet. Diese Form von Hoffnung ist in der Lage, sich willentlich mit einer Situation abzufinden (empowered surrender).“

Das Aussterben ist ein natürlicher Prozess und sowohl das Aussterben als auch der Tod sind unvermeidlich und untrennbar mit dem Kreislauf des Lebens verbunden. Unsere Leugnung des Klimawandels und der sozialen Katastrophe ist eingebettet in unsere Leugnung des physischen Todes.

Wir können von Yoga zu diesem „Übergang“ etwas lernen. Die letzte Asana jeder Yoga-Klasse ist Savasana, die Totenstellung. Was bedeutet es, als Form der Entspannung eine Position einzunehmen, die den Tod repräsentiert?

Wir werden uns jeden Tag mit einem Vers aus der Bhagavad Gita beschäftigen, der uns dabei hilft, Untergang, Tod und Verlust auf eine Weise zu verstehen, die der/m Einzelnen radikale Hoffnung gibt. In dharmischen Traditionen heißt diese Hoffnung Moksha, Befreiung. Sie soll nicht zur Verleugnung führen, sondern durch Verbundenheit den persönlichen Einsatz fördern.

Get Up And Fight!
Welcome To Extinction Rebellion!

Der Asana-Teil dieses Kurses konzentriert sich auf Standübungen, insbesondere auf die Kriegerstellungen. Als Meditationen zur regenerativen Gerechtigkeit werden wir uns auch mit allen Asanas beschäftigen, die nach nicht-menschlichen Arten benannt sind, z. B. Garuda/Adler, Bakasana/Kranich und Bhujangasana/Kobra.
All bodies and levels welcome!

ANDERE WORKSHOPS VON Sri Louise

Yoga: Beyond Deep Somatics

Dieser Workshop möchte das Praktizieren von Asanas wieder auf den eigentlichen Zweck von Yoga ausrichten. Etwas, das mehr ist als Somatik – Yoga als etwas, das über Tiefensomatik hinausgeht.

Yoga ist mehr als verkörperte Selbstreflexivität. Der Begriff Somatik stammt von Thomas Hanna und bezeichnet Praktiken, bei denen es um eine bewusste Wahrnehmung des Körperinneren geht (soma = Körper). Westliche somatische Praktiken können als eine reduzierte Form von Yoga verstanden werden. Es ist die Herangehensweise des Westens, das eigene Innere zu verstehen, ohne ein epistemologisches Mittel zum Verständnis um die Beziehung des Komplexes aus Körper/Geist/Sinn mit dem Bewusstsein an sich zur Verfügung zu haben.

Der Workshop ist praxisbasiert und beinhaltet u. a. Kriyas (reinigende Handlungen), Asana (Stellungen), Pranayama (Atemübungen), Dhyanam (Meditation), Bhakti (Gebet) und schließlich Vidya (Erkenntnis). Mithilfe der Kena Upanishad werden wir Antworten auf die Frage finden, wer oder was das Ohr des Ohrs ist, das Auge des Auges, d. h.: Wer steht hinter dem für das Sehvermögen zuständige Sinnesorgan, wer ist sich des Vorgangs und der Funktion des Sehens bewusst?

In diesem Workshop geht es darum, das Thema Tonus loszulassen, sich vollkommen ins parasympathische Nervensystem fallen zu lassen und diesen Tiefenzustand als einen Ort der Selbstbefragung zu nutzen.
All levels and bodies are welcome!

ARTISTBIO: Sri Louise

Sri Louise ist freischaffende Performerin und Yoga-Lehrerin und lebt derzeit in der Wüste von Albuquerque, New Mexico.

Mit immer kritischerem Blick auf den Yoga-Kult, vor allem in den USA, kreierte Sri Louise einen Blog mit dem Titel PostYoga, wo sie an den Schnittstellen von Yoga, Weißsein, Anti-Rassismus, Anti-Patriarchat, Anti-Kapitalismus, Kultur-Aneignung, Kolonialismus, Post-Kolonialismus und Entkolonialisierung schreibt.

Ihre Workshops sollen Yoga als Moksa sadhana (Weg der Befreiung) etablieren, der die von nationalen Identitäten kreierten sozialen Grenzen nicht psychologisch umgeht, sondern vielmehr zur Dekonstruktion von kognitiven Unstimmigkeiten, die bei vielen Euro-Amerikaner_innen auf ihrer Suche nach persönlicher Freiheit und spirituellem Wohlbefinden vorherrschen, beiträgt.

Sie ist langjährige Schülerin von Swami Dayananda Sarasvati, ein traditioneller Advaita Vedanta-Gelehrter, mit einer bemerkenswerten Fähigkeit, das ontologische Selbst auf unverwechselbare Weise ans Licht zu bringen.
 
 

GOOD TO KNOW

Dancer: Helmut Fixl © Johanna Figl

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Date: 18.08.2019, 17:29 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/2019/id3950/