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KIRA KIRSCH

© Anna Maynard
© Anna Maynard
© Anna Maynard
© Rune Abro
Earth Will Come video still © Katelyn Stiles
Earth Will Come video still © Katelyn Stiles

Touch Membranes – Axis Syllabus

„Ethisches Handeln erfordert eine Gastfreundschaft Fremden gegenüber, die eine/n selbst sowie alle Wesen und Nicht-Wesen durchzieht.“ – Karen Barad, Physikerin und feministische Wissenschaftstheoretikerin

„Berührung kann Grenzen und Binaritäten zwischen dem Selbst und dem Anderen aufheben und in einem Akt der Selbsterfindung feinfühlige soziale Verbundenheit schaffen: Durch Berührung werden die/der Berührende und die/der Berührte zu einer neuen Einheit ... zu einem neuen Wesen.“ (Ginsberg, zitiert in Kampe)

Der Körper ist der persönliche Hafen sinnlicher Wahrnehmung. Energetische Schichten, unsere Haut bzw. Faszienmembranen, die den Körper umhüllen und durchweben, sind hochsensible und formbare Schnittstellen zu den Welten außerhalb unseres Selbst und den Welten in uns. Durch verschiedene Impulse helfen sie uns dabei, unsere Beziehungen zwischen unserem eigenen Körper und allen anderen Lebewesen und Gegenständen, mit denen wir verbunden sind und von denen wir uns gleichzeitig unterscheiden, mit immer tiefergehendem Feingefühl zu verstehen. Mithilfe von Berührung und sinnlicher Wahrnehmung werden wir kommunizieren und unser Verständnis unserer eigenen Anatomie auf die Umgebung und einander ausweiten. Wir werden an Präsenz und Technik arbeiten, um zu einer response–able Form der Berührung zu gelangen, die es dem Organismus ermöglicht, bewusst zu reagieren. In geführten experimentellen Untersuchungen nehmen wir Bezug auf Anatomien und Prinzipien des Axis Syllabus*, und daraus werden Tänze entstehen, die mehrere Dimensionen berühren.

Axis Syllabus ist ein sich ständig weiterentwickelndes Bezugssystem bzw. Lexikon, mit dem empirische und wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Forschung zur menschlichen Bewegung organisiert und vernetzt werden. Dazu gehören anatomische Details, Physik, praktische Anwendungen, Recherche, Analyse und Vermittlung. Ein Axis-Syllabus-Kurs schafft in einer kollaborativen Lernumgebung Raum für persönliche Recherche.

ANDERE WORKSHOPS VON Kira Kirsch

Dancing Together – Axis Syllabus

body mapping – movement training – dance practice

Dieses Training ist eine tägliche Gruppenübung. Gemeinsam feiern wir, die Gelegenheit zu haben und uns der Notwendigkeit bewusst zu sein, täglich als Tänzer_innen zusammenzukommen, um gemeinsam zu trainieren, zu lernen und zu wachsen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die detaillierte Erforschung des Körpers in Bewegung. Es werden Bewegungstechniken vorgestellt, die ein praktisches Wissen der lebendigen Anatomie, der biotensegralen Dynamik und der chronologischen Körperarchitektur verfeinern und festigen, um einen Nährboden für nachhaltige, kontextorientierte und kreative Reaktions- und Koordinationsfähigkeiten (response-abilities) zu schaffen. Bewegungsprinzipien und -konzepte werden bei der Bewegung im Raum durch Bilder, Videos, Modelle und durch „Hands-on“-Übungen, Arbeiten mit Partner_innen sowie Improvisation und sich wiederholende Bewegungsabläufe (looping) erlebbar gemacht, aus denen komplexere Phrasen entstehen. Mithilfe der Looping-Methode können sich die Teilnehmer_innen auf Mikrobewegungen einstellen und dadurch ihr Wahrnehmungsfeld ständig erweitern. Die Übungen dienen dazu, die Überschneidungspunkte der somatischen, der tanzenden, der denkenden und der performenden Körperintelligenz näher zu betrachten. Ich möchte die Teilnehmer_innen mit nützlichen Techniken und Instrumenten ausstatten, die sie im Lauf des Tages wahrnehmen, sich aneignen und dann selbstständig anwenden können. Neben der künstlerischen Recherche werden wir auch Freude am gemeinsamen Tanzen haben.

Axis Syllabus ist ein sich ständig weiterentwickelndes Bezugssystem bzw. Lexikon, mit dem empirische und wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Forschung zur menschlichen Bewegung organisiert und vernetzt werden. Dazu gehören anatomische Details, Physik, praktische Anwendungen, Recherche, Analyse und Vermittlung. Ein Axis-Syllabus-Kurs schafft in einer kollaborativen Lernumgebung Raum für persönliche Recherche.

Move Me Tender – Axis Syllabus

Alchemy of sequencing

Was bringt es, Teile des Körpers isoliert zu bewegen?
Den Körper in Einzelteile zu zerlegen, um uns für das Ganze zu sensibilisieren?
Das Sequenzieren (sequencing) unserer einzelnen Teile oder physischen Massen verringert den Trägheitswiderstand und fördert tonische Veränderungen der neuromuskulären Aktivität. Es ermöglicht langsames Bewegen, aber gleichzeitig bleibt ein Gefühl von Dynamik erhalten, und das Gewebe wird durch die Bewegung sanft und geschmeidig gedehnt. Diese Praktiken öffnen schrittweise und behutsam Türen zu individueller und kontextbezogener Flexibilität. Sequencing ist auch ein nützliches Instrument, um Bewegungsabläufe in ihre Einzelteile zu zerlegen, ein neues Koordinationsgefühl zu schaffen und autonomes Lernen während der Bewegung zu fördern.

ARTISTBIO: Kira Kirsch

Kira Kirsch ist ein Bewegungsenthusiastin, Dozentin, Tänzerin, Forscherin, Organisatorin, Mutter und leidenschaftliche Initiatorin/Kuratorin, die in den Berliner Lake Studios lebt, ein von Künstler_innen geführter Tanz-, Forschungs-, Produktions- und Lebensraum.

Sie ist mit der Kreation und Gestaltung von Räumen beschäftigt, in denen Menschen ihr Geist-Körper-Bewegungskontinuum erleben, erlernen und sensibilisieren können. Seit fast zwei Jahrzehnten ist sie Pionierin, lehrte und forschte durch die Linse von Axis Syllabus (AS), ist Mitorganisatorin des Nomadic College bei Earthdance, leitete Labore und baute zwischen 2006 und 2012 eine Community für die AS-Forschung in der Bay Area, Kalifornien auf.

2014 kuratierte sie ein neues jährliches Tanzfestival mit dem Namen SENSING IN und etablierte unter dem Namen Movement Artisans zusammen mit Antoine Ragot ein regelmäßiges Trainingsprogramm in den Lake Studios/Berlin.

Sie ist derzeit Gastdozentin an der HZT Universität der Künste in Berlin und wird unter anderem zu Festivals und Institutionen wie ImPulsTanz (AT), Ravnedans (NO), TQW-Wien oder dem Goa Contact Festival sowie von privaten Initiativen eingeladen.

Als Performerin hat Kira in den Werken von Sara Shelton Mann (US), David Szlasa (US), Avy K. Productions (RU), Christine Bonansea (US/FR), Half Machine (DK), ABCdance kollektiv/Frey Faust getanzt, Cie. Anna Tenta (AT) und in zahlreichen Kooperationen mit Gleichaltrigen. Von 2009 bis 2012 arbeitete sie mit Montrealer Kelly Keenan zusammen und ihre Kreationen „species – a moving body exposition“ und „useless creatures“ wurden in den USA, Kanada und Österreich präsentiert.

Aktuelle Projekte sind die Gründung des CoLaboratory Berlin, einer Forschungsinitiative für somatische Kommunikation (ISSC – Institut für das Studium der somatischen Kommunikation), praktische Intra-Aktionen, Gartenarbeit und die Versorgung eines neuen Familienmitglieds.
 
 

GOOD TO KNOW

impressions'15 © Karolina Miernik

FAQ

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Dancer: Helmut Fixl © Johanna Figl

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Date: 24.04.2019, 16:48 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/2019/id3937/