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ANGÉLIQUE WILLKIE

© David Ward
© Eric Lauwers

No Neutral Canvas: a personal dramaturgy

Die Kunst von Performance ist ein sensibler Ort an dem Identität und Handlungsfähigkeit hinterfragt werden. Im Tanz werden diese Individualitäten oftmals unter Fantasien von Homogenisierung und Neutralität vergraben. Die Köper auf der Bühne bedeuten etwas! Kreative Werke, die gelebter, subjektiver Erfahrung entspringen, sind eng mit dem Körper des/r Performs/in und dessen/deren Beziehung zur Außenwelt verbunden. Statt den Körper als einfache Morphologie, als physische Erscheinung oder dessen technische Fertigkeiten zu betrachten, ermöglicht es dieser Workshop die eigene Dramaturgie zu artikulieren und erforscht Wege, wie diese Dramaturgie den kreativen Prozess sowohl prägen als auch bestärken kann. Mittels Gruppendiskussionen, Situations- und Bewegungsstudien, schriftlicher Aufzeichnung, somatischen Praktiken, erfahren die Teilnehmer_innen ihren beziehungsorientierten Körper als kreative Leinwand.

Release Technique

Keine überflüssige Anstrengungen

Diese Klasse ist darauf ausgerichtet, sich im Raum so organisch wie möglich zu bewegen und kann – salopp gesagt – als Verbindung von Limón und Release Techniken beschrieben werden. Entspannungsübungen am Boden sensibilisieren die Wahrnehmung von Gewicht, Raum, Bodenkontakt und dem minimalen Muskelgebrauch zur Ausführung von Bewegung. Danach folgt eine Bodenphase, in der diese Erfahrungen direkt angewandt werden. Als logische Fortsetzung der Bodenübungen konzentriert sich die Standarbeit darauf, Unterstützung durch die Wirbelsäule zu entwickeln und die Muskeln frei und effizient, d.h. ohne jede zusätzliche Spannung und nur mit der, die ausschließlich für die Ausführung der Bewegung notwendig ist, zu bewegen. Isolation und Gewicht von Körperteilen, die Beweglichkeit der Gelenke und der Bodenkontakt sind Stimuli für Bewegung. Dies soll die Aufmerksamkeit der Tänzer_innen auf die Körperenergien und das Momentum lenken, die im und durch den sich bewegenden Körper entstehen.
Dieser Zugang stärkt den intelligenten Gebrauch des physischen Instruments und erlaubt jeder/m Tänzer_in, die vollen organischen Möglichkeiten des Körpers zu entdecken. Die bewegungsbetonte Klasse spielt mit Raum, Niveauwechseln, Musikalität und Rhythmus und ist vor allem,´ eine Gelegenheit, einfach zu tanzen!

Voice & Movement

Atem als erste Quelle für Bewegung und Stimme

„Traditionell ist Musik eine äußere Unterstützung für Tanz. Ich schlage vor, dass durch die Stimme die Musik von den Teilnehmer_innen selbst geschaffen und performt wird, in gleicher Weise und zur gleichen Zeit. Die Techniken der Stimm- und Bewegungsimprovisation können sehr ähnlich sein. Sie stammen vom gleichen Instrument: dem Körper. Wir verwenden Bewegungsimprovisation und Stimmübungen, um zum Atem als erste Quelle für Bewegung und Stimme zu gelangen. Durch Bewegungsimprovisationen schaffen die Teilnehmer_innen organische Bewegung für ihre Körper. Ähnlich entdecken, erforschen und schaffen sie Geräusche und Musik, die für ihr Stimminstrument organisch sind, wenn sie die Quelle des Klanges stärker im Körper wahrnehmen. Wir nutzen Bewegung, um zu Klang und Klang, um zu Bewegung zu kommen. Wir erforschen die Stimme in individuellen und kollektiven Improvisationen, mit Bewegung als notwendiger Quelle und Unterstützung. Die Teilnehmer_innen werden ihre Stimmen nutzen, um ihre eigene Bewegung oder die anderer zu begleiten, oder in der Gruppe eine polyphone Stimmimprovisation und Begleitung zu schaffen.
In jedem Fall geht es um den ganzheitlichen Einsatz des Performanceinstruments, der die Teilnehmer_innen ermutigen soll, sowohl ihr Bewegungsvokabular, als auch ihr Stimmpotential und die Beziehung zwischen ihrer Bewegung und ihrer Musik zu erforschen.
Die Arbeit soll Teilnehmer_innen ermutigen, ihre Stimme zu gebrauchen, heißt jedoch auch alle willkommen, die einen Hintergrund in Stimmarbeit haben und nur beschränkt Bewegungserfahrung haben.

ARTISTBIO: Angélique Willkie

Die Peformerin, Sängerin, Dozentin und Dramaturgin Angélique Willkie, erhielt ihren Master für Wirtschaft an der McGill University (Montréal), bevor sie ihre Tanzausbildung an der School of Toronto Dance Theater begann. Ihre Karriere erstreckte sich über 25 Jahre in Europa, wo sie u.a. mit Alain Platel, Sidi Larbi Cherkaoui, Jan Lauwers / Needcompany, und als Sängerin mit der Belgischen Gruppe Zap Mama zusammenarbeitete. Jetzt arbeitet sie als Dramaturgin im Bereich Tanz und Zirkus, steht als Performerin auf der Bühne und ist Dozentin in der Abteilung für zeitgenössischen Tanz der Concordia University in Montréal. Außerdem absolviert sie ein Doktoratsstudium für Dramaturgie an der Université du Québec à Montréal (UQAM).
 
 

GOOD TO KNOW

impressions'15 © Karolina Miernik

FAQ

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Dancer: Helmut Fixl © Johanna Figl

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Date: 19.05.2019, 14:51 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/2019/artist128/