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DAMIEN JALET & AIMILIOS ARAPOGLOU

© Mats Backer
© Damien Jalet
© Mats Backer
© Koen Broos
© Koen Broos

Skid Technique

Damien Jalet kreierte 2017 das Stück „Skid“ für die Göteborg Tanzcompagnie, bei dem er seine Recherchen über die intensivere und intime Beziehung des Körpers mit Kraft und Schwerkraft, weiter vorantrieb. Die Tänzer_innen performten vierzig Minuten lang auf einer um 34 Grad geneigten Fläche von 40 Quadratmetern Größe. Gemeinsam mit dem Tänzer Aimilios Arapoglou und anderen Mitgliedern der Compagnie entwickelte er ein Alphabet an neuem Bewegungsmaterial, bestehend aus dem Wechsel von Kontrolle und Fallenlassen, Beschleunigung und Slow Motion, die entweder alleine oder mit Partner_innen ausgeführt werden können.

Dieser Workshop wird auf einer Fläche bei gleichem Neigungswinkel stattfinden und bietet damit die Möglichkeit, diese Erfahrungen mit der Schwerkraft mit anderen zu teilen. Neben der offensichtlichen Verspieltheit dieser Klasse, stärkt diese Arbeit das Grounding und das Zentrum von Tänzer_innen und erlaubt eine gewisse Unbekümmertheit in der Bewegung, die man sonst auf flachem Untergrund nicht erleben kann.

Schuhe mitbringen: Tabis und Kung Fu Schuhe eignen sich sehr gut, ansonsten möglichst biegsame Sportschuhe mit gut haftender Gummisohle.

ARTISTBIO: Damien Jalet

Der Franzose und Belgier Damien Jalet ist Choreograf und Performer. Seit 2000 arbeitete er sehr regelmäßig und eng mit Sidi Larbi Cherkaoui innerhalb der Compagnien Les Ballets C de la B und der Eastman Company, zusammen, wo er bei den Stücken „Rien de Rien“, „Foi“, „Tempus fugit“, „Myth“ und kürzlich in „Tezuka“ tanzte.
2002 entwickelten Jalet und Cherkaoui mit Luc Dunberry und Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola das Stück „d’avant“, das von Sasha Waltz and guests produziert wurde. Weiters kreierten Jalet und Cherkaoui das preisgekrönte Stück „Babel (words)“, für das sie 2011 zwei Oliver Preise für die beste Tanzproduktion und die größte Errungenschaft im neuen Tanz, sowie den Benois de la Danse Preis für die beste Choreografie (Bolshoi Theater, Moskau), erhielten.

Jalet arbeitet regelmäßig mit der isländischen Choreografin Erna Omarsdottir zusammen. Sie entwickelten in Zusammenarbeit mit der bildenden Künstlerin Gabriela Fridriksdottir die Stücke: „transaquania-out of the blue“, „transaquania-into thin air“ und „Ofaett (unborn)“. Omarsdottir und Jalet kreierten "black marrow" für die bekannte australische Compagnie Chunky Move beim Melbourne International Festival 2009.
2008 feierte Jalet die Premiere von "three spells" mit der Tänzerin Alexandra Gilbert und dem Komponisten Fennesz beim Tokyo International Arts Festival. Er arbeitete mit weiteren bekannten Choreografen, sowie Wim Vandekeybus („the day of heaven and hell“) und Akram Khan, für den er ein Solo im Stück „Desh“ entwarf.

Mit Spitzenkünstlern aus anderen Bereichen, entwickelte er zahlreiche Produktionen, wie z.B. mit dem Theaterregisseur Arthur Nauzyciel für den er die Choreografie und die Performance für das Stück „Julius Caesar“, bei A.R.T. Boston, oder für „The Seagull“ bei Cour d'honneur du Palais des Papes beim Avignon Festival, schuf.
Er arbeitete zusammen mit dem bildenden Künstler Antony Gormley („Babel“) und Jim Hodges (Show 2011 in der Gladstone Gallery NY) und den Musiker_innen Lady and Bird (Choreografie für die Oper „Red Waters“), Olöf Arnalds (Skript und Choreografie für das Musikvideo für das Lied „Surrender“ im Duett mit Björk), Florence and the Machine (Choreografie des Musikvideos für das Lied „No Light, No Light“) und den Editors (Choreografie für das Video „You don't know love“), wobei alle drei Musikvideos in Zusammenarbeit mit Arni und Kinski und dem Kameramann Christopher Doyle entstanden.
Weiters arbeitete er mit dem Fotografen Nick Knight und dem Designer Bernhard Willhelm an dem Video „Men in tights“, und mit dem Philosophen Giorgio Agemben und dem zeitgenössischen Musiker Stefano Scodanibio für die Choreografie der Oper „Il cielo sulla terra“ für die Oper in Stuttgart.

Im Februar 2013 schuf er eine wichtige choreografische Installation namens „les méduses“, die in einer der wichtigsten Ausstellungsräume des Louvre mit mehr als 30 Künstler_innen gezeigt wurde. Ebenso gelangte eine neue Version von Ravels Bolero, die er in Zusammenarbeit mit Marina Abramovic und Sidi Larbi Cherkaoui für Tänzer_innnen des Balletts der Pariser Oper kreierte.

Damien Jalet unterrichtet seine sehr spezifische Form der zeitgenössischen Tanztechnik für viele Compagnien und Institutionen, wie u.a. für das Pina Bausch Tanztheater (Wuppertal), ImPulsTanz (Wien), Panetta Movement Center (New York), Centros de las Artes (Mexico), Chunky Move (Melbourne), Atelier de Paris und Ménagerie de Verre (Paris).
2014 kreierte Damien Jalet das Stück „Yama“ für das Scottish Dance Theater und das Solo „inked“ für den Kathak Tänzer Aakash Odedra. Eines seiner nächsten Projekte ist u.a. eine Zusammenarbeit mit Hussein Chalayan für das Sadler’s Wells in London, geplant für 2015.

ARTISTBIO: Aimilios Arapoglou

Aimilios Arapoglou ist griechischer Tänzer und Tanzschaffender, der bereits seit 2011 sowohl in Griechenland als auch international als Performer bekannt ist. Er studierte internationale und europäische Beziehungen an der Universität von Piraeus sowie an der griechischen Nationalen Staatsschule für Tanz. Er lebt in Brüssel, arbeitete mit vielen talentierten Kunstschaffenden, wie Linda Kapetanea und Josef Frucek (Rootlessroot) in Zusammenarbeit mit dem Musiker John Parish und dessen Band, David Zambrano, Damien Jalet, Sidi Larbi Cherkaoui, dem Scottish Dance Theatre, Mor Shani, jukstapoz Dance Company und den Modedesigner_innen Hussein Chalayan, Riccardo Tisci und Iris van Herpen. Im Oktober 2014 wurde er eingeladen am Monnaie de Munt in Brüssel, in der Oper Shell Shock, die von Sidi Larbi Cherkaoui choreografiert, von Nick Cave geschrieben und von Nicholas Lens komponiert wurde, die an der Philharmonie in Paris im November 2018 wieder gezeigt wird. Im April 2016 trat er der Compagnie Eastman bei und beteiligte sich an den Proben für „BABEL 7.16“ am Cour d'Honneur Palais des Papes beim Festival von Avignon 2016 unter der Leitung von Damien Jalet und Sidi Larbi Cherkaoui. Beachtenswert ist außerdem, dass er bei dem Projekt „Bolero“ an der Pariser Oper Garnier, als choreografischer Assistent von Sidi Larbi Cherkaoui, Damien Jalet und der Performancekünstlerin Marina Abramovic mitwirkte. Das Trio fragte ihn für 2018 erneut als choreografischen Berater für die neuadaptierte Fassung von Debussys Pelleas et Melisande an. Außerdem beteiligte er sich an den Bewegungsrecherchen für „Vessel“, das bei einer Residency in der Villa Kujoyama in Kyoto (JP) in Zusammenarbeit mit dem bildenden Künstler Nawa Kohei und Damien Jalet kreiert wurde. Ein weiteres aktuelles Projekt war die Zusammenarbeit bei dem Stück „Skid“, das gemeinsam mit dem bildenden Künstler Jim Hodges in Göteborg (SE) entstand. Neben seiner freischaffenden Tätigkeit in Europa, den USA und Japan, freut sich Aimilios auf eine Residency in Mexiko und über eine Einladung der Ceprodac Dance Company. Dort arbeitet er als Gastkünstler und choreografischer Assistent von Damien Jalet an dem neuen Stück „Omphalos“, das im November 2018 in Mexico City Premiere feiern wird.
 
 

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Date: 17.07.2018, 09:46 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/2018/id3828/