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MEG STUART & MORIAH EVANS

Courtesy of the Artist
© Courtesy of the Artist

Radical Scheming: Collective Dreaming

Zwei Tage holistische spekulative Praxis, die darauf abzielt, soziales Potential von Tanz und Choreografie nutzbar zu machen, eine Zukunft auszumalen und über das Jetzt zu reflektieren. Wir untersuchen mit Dringlichkeit den aktuellen Moment und seine Zukunft. Wir überlegen, teilen Körperpraktiken, diskutieren, unterhalten uns, stimmen zu und werden uns darüber einig, dass wir nicht einig sind. Damit etwas radikal werden kann, sollten wir nichts über die Gestalt wissen, die es annehmen wird. Und so kommt es, dass wir durch diese Kombination aus Pläne schmieden und Träumen viele Fragen prüfen werden. Wie können wir uns versammeln? Wie hören wir zu? Wie teilen wir? Wie können wir Diskussionen über Rassismus und Sexismus in der Tanzwelt vorantreiben und Zukunftsmodelle für Veränderung vorschlagen? Wie können Friedensstiftung und Konfliktlösung die künstlerische Praxis beeinflussen und was haben Künstler_innen anzubieten? Wie kann sich die Tanzszene gemeinsam etwas ausdenken? Welche Strategien wählen wir? Zeigen wir die Welt, wie sie ist, oder wie wir sie gerne hätten? Lasst uns einen Kunstapparat erschaffen, der Systemfehler untersucht und diskutiert, zerlegt und zur Schau stellt, anstatt sich ihnen immer wieder unterzuordnen. Gemeinschaften entstehen in Beziehung miteinander: aber weder die Gemeinschaften noch die Beziehungen sind festgelegt. Wir können neue Strukturen, neue Formate, neues Denken aufstellen. Kreative Organisation ist eine Notwendigkeit. Eine Reihe von Protokollen wird vorgelegt und ist offen für Kritik durch weitere Vorschläge. Der Dialog soll zwischen Sinn und Unsinn, Vernunft und Unvernunft schlittern. Eine zweiseitige Herangehensweise in der Scores von Machenschaftenneben Praktiken des Träumens gestellt werden, konstruieren in diesen Tagen zu Beginn einen Salon der Veränderung, einen Raum mit Blick in die Zukunft.

ARTISTBIO: Meg Stuart

Meg Stuart, geboren in New Orleans, ist Choreografin und Tänzerin. Sie lebt und arbeitet in Berlin und Brüssel. Stuart zog 1983 nach New York und studierte Tanz an der New York University. Sie setzte ihre Ausbildung bei Movement Research fort und war in der New Yorker Tanzszene aktiv.

Auf Einladung des Klapstuk Festival in Leuven (B) entstand 1991 ihr erstes abendfüllendes Stück „Disfigure Study“, das den Beginn ihrer künstlerischen Karriere in Europa markierte. In dieser Choreografie umkreist Stuart den Körper als verletzbare physische Einheit, die dekonstruiert, verzerrt oder verschoben werden kann und doch weiterhin Bedeutungen generiert. 1994 gründete Stuart in Brüssel die Compagnie Damaged Goods, um künstlerische Projekte in einer eigenen Arbeitsstruktur zu entwickeln. Meg Stuart und Damaged Goods realisierten zusammen über dreißig Produktionen, von Solostücken wie „XXX for Arlene and Colleagues“ (1995), „Soft Wear“ (2000) und dem abendfüllenden Solo „Hunter“ (2014) bis zu Ensemblestücken wie „Visitors Only“ (2003), „Built to Last“ (2012) und „UNTIL OUR HEARTS STOP“ (2015). Darüber hinaus entstanden zahlreiche Installationen, Videoarbeiten und ortsspezifische Projekte wie „Projecting [Space[“, das im Rahmen der Ruhrtriennale 2017 präsentiert wurde.
Improvisation ist ein wichtiges Element in der Praxis Meg Stuarts. Sie initiierte verschiedene Improvisationsprojekte wie „Crash Landing“ und „Auf den Tisch!“. Im vergangenen Jahr veranstaltete Stuart in Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Berliner Künstlerinnen die Improvisationsserie „City Lights – a continuous gathering“ im HAU Hebbel am Ufer in Berlin.

In Zusammenarbeit mit Künstler_innen aus verschiedenen Disziplinen sucht Stuart für jedes Stück nach einer neuen Sprache und bewegt sich häufig im Spannungsfeld von Tanz und Theater. So arbeitete sie u.a. mit den bildenden Künstlern Gary Hill und Ann Hamilton und den Komponisten Hahn Rowe und Brendan Dougherty zusammen. Die Verwendung theatraler Elemente und der Dialog zwischen Bewegung und Narrativ sind wiederkehrende Themen ihrer Choreografien. Stuarts Arbeit zeigt einen verletzlichen Körper, der sich selbst in Frage stellt. Durch Improvisation erkundet und analysiert Stuart körperliche und emotionale Zustände oder die Erinnerung daran. Auf der Suche nach neuen Präsentationsformen und Territorien wird die Identität ihrer künstlerischen Arbeit immer wieder neu definiert.
Meg Stuart/Damaged Goods kooperieren mit dem Kaaitheater (Brüssel) und dem HAU Hebbel am Ufer (Berlin).

ARTISTBIO: Moriah Evans

Moriah Evans ist Choreografin und lebt in New York. Ihre choreografische Arbeit wurde von MoMA PS1, Danspace Project, Issue Project Room, Whitney Museum of American Art, Movement Research at Judson Church, American Realness, New York Live Arts, CallT2, Kampnagel (Hamburg), Theatre de l’Usine (Geneva), CDC Atelier de Paris (Paris) und Rockbund Art Museum (Shanghai) präsentiert. Evans erhielt eine Nominierung für den Bessie Award als Aufsteigende Choreografin (2015), und eine Förderung der Foundation for Contemporary Art Grants to Artists (2017). Sie ist Chefredakteurin des Movement Research Performance Journal und initiierte 2011 The Bureau for the Future of Choreography – ein Kollektiv das mitbestimmende Bilder von Performance und Choreografie-Systemen erforscht.
 
 

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Date: 17.07.2018, 09:44 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/2018/id3774/