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MORIAH EVANS

© Evelyn Donnelly
© Evelyn Donnelly

Our Bodies Ourselves: Treatise on Sensation

Was wäre wenn wir so tanzten, als wären wir mitten in einer Verfolgungsjagd? Was wäre wenn wir immer zur Sinneswahrnehmung zurückkehren müssten, als wäre es die dominierende logische Schlussfolgerung in unserer Wahrnehmung? Lasst uns über identifizierbare soziale und technokratische Formen des Seins und des Wahrnehmens hinausgehen und uns außerhalb identifizierbarer Tanzformen bewegen. Dieser Workshop taucht in eine physische, perzeptive und spekulative Praxis der Verkörperung und des Tanzens ein. Feminismus ist der Grundstock für eine Tanz-Methode, die tief aus den inneren Organen des Körpers heraus initiiert wird. Es ist selten, dass Bewegung nur aus der individualisierten Empfindung artikuliert wird, für immer unbekannt, unbenannt und konstant subjektiv bleibt und dabei oft auf die Oberfläche des Körpers projizierte Repräsentationen und Bilder zurücklässt. Wir arbeiten mit einem System von Wahrnehmungs-Aktionen durch fünf verschiedene energetische Modalitäten, die aus einer unendlichen innenliegenden Tiefe entstehen. Dieses Wahrnehmungsmodel für Verkörperung und zurück hinaus (aus der Verkörperung) beruft sich wiederum zuerst und vor allem auf Sinneswahrnehmung als primärer Motor und Monitor. Prekäre Bedingungen des Tanzes manifestieren sich an immanenter Politik, die in der Fähigkeit des Körpers ruht sich, andere und die Welt zu verändern. Dem Körper wohnen die Fähigkeit zum Widerstand und weitreichende Kräfte inne. Der Tanz kann erfinden, was der Körper tut. Unser Ziel ist es, eine vorher ungeahnte Fülle an Ausdruckskraft in tanzenden Körpern freizusetzen. Die postmoderne Kanone wird anhand von queeren, tuntenhaften, extremen Affekten kritisiert, um Werte von Neutralität und Schönheit zu untergraben. Die Reaktivierung des sozialen Körpers ist ein politisches Projekt, das mit Tanz beginnt.

ANDERE WORKSHOPS VON Moriah Evans

Radical Scheming: Collective Dreaming

Zwei Tage holistische spekulative Praxis, die darauf abzielt, soziales Potential von Tanz und Choreografie nutzbar zu machen, eine Zukunft auszumalen und über das Jetzt zu reflektieren. Wir untersuchen mit Dringlichkeit den aktuellen Moment und seine Zukunft. Wir überlegen, teilen Körperpraktiken, diskutieren, unterhalten uns, stimmen zu und werden uns darüber einig, dass wir nicht einig sind. Damit etwas radikal werden kann, sollten wir nichts über die Gestalt wissen, die es annehmen wird. Und so kommt es, dass wir durch diese Kombination aus Pläne schmieden und Träumen viele Fragen prüfen werden. Wie können wir uns versammeln? Wie hören wir zu? Wie teilen wir? Wie können wir Diskussionen über Rassismus und Sexismus in der Tanzwelt vorantreiben und Zukunftsmodelle für Veränderung vorschlagen? Wie können Friedensstiftung und Konfliktlösung die künstlerische Praxis beeinflussen und was haben Künstler_innen anzubieten? Wie kann sich die Tanzszene gemeinsam etwas ausdenken? Welche Strategien wählen wir? Zeigen wir die Welt, wie sie ist, oder wie wir sie gerne hätten? Lasst uns einen Kunstapparat erschaffen, der Systemfehler untersucht und diskutiert, zerlegt und zur Schau stellt, anstatt sich ihnen immer wieder unterzuordnen. Gemeinschaften entstehen in Beziehung miteinander: aber weder die Gemeinschaften noch die Beziehungen sind festgelegt. Wir können neue Strukturen, neue Formate, neues Denken aufstellen. Kreative Organisation ist eine Notwendigkeit. Eine Reihe von Protokollen wird vorgelegt und ist offen für Kritik durch weitere Vorschläge. Der Dialog soll zwischen Sinn und Unsinn, Vernunft und Unvernunft schlittern. Eine zweiseitige Herangehensweise in der Scores von Machenschaftenneben Praktiken des Träumens gestellt werden, konstruieren in diesen Tagen zu Beginn einen Salon der Veränderung, einen Raum mit Blick in die Zukunft.

ARTISTBIO: Moriah Evans

Moriah Evans ist Choreografin und lebt in New York. Ihre choreografische Arbeit wurde von MoMA PS1, Danspace Project, Issue Project Room, Whitney Museum of American Art, Movement Research at Judson Church, American Realness, New York Live Arts, CallT2, Kampnagel (Hamburg), Theatre de l’Usine (Geneva), CDC Atelier de Paris (Paris) und Rockbund Art Museum (Shanghai) präsentiert. Evans erhielt eine Nominierung für den Bessie Award als Aufsteigende Choreografin (2015), und eine Förderung der Foundation for Contemporary Art Grants to Artists (2017). Sie ist Chefredakteurin des Movement Research Performance Journal und initiierte 2011 The Bureau for the Future of Choreography – ein Kollektiv das mitbestimmende Bilder von Performance und Choreografie-Systemen erforscht.
 
 

GOOD TO KNOW

danceWEB Brunch 2015 © Karolina Miernik

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Date: 21.07.2018, 07:36 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/2018/id3743/