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KEITH HENNESSY

ImPulsTanz Workshops 2017 © Emilia Milewska
ImPulsTanz Workshops 2017 © Emilia Milewska
ImPulsTanz Workshops 2017 © Emilia Milewska
© Robbie Sweeny
© Robbie Sweeny
© Kat Reynolds

Shamanic Improvisation Potential

das Potential von Energie, Ritual und Magie

Ein Experiment zur Erforschung der Beziehung zwischen improvisiertem Tanz, Performance und Schamanismus. Fake Heilungen, Todespraxis und vorgetäuschte Rituale werden genutzt, um echte Erfahrungen jenseits unseres Wissens und Gewissens zu machen.
Übungen und Erfahrungen in Präsenz, Transformation, Atem, veränderten Seinszuständen, Trance, Heilmethoden, Wahrnehmung, Ritual und Performance.

„Seit über dreißig Jahren studiere ich sowohl alte als auch zeitgenössische Rituale. Ich erkenne Weiterführungen und Unterbrechungen zwischen den religiösen Ritualen und der westlichen Bühne. Schamanismus, allgemein gesagt, bezieht sich auf rituelle und spirituelle Praktiken, in Zusammenhang mit unsichtbaren Kräften, mit Energie, mit der Verwandlung von Raum und Zeit, mit der Verschiebung von Bedeutung und Perspektive und auf Kommunikation mit den Toten oder dem Nicht-menschlichen.
Performance hat oft die gleichen Vorhaben.
Wir werden täglich – im Tun und Sprechen – das Potential von Energie, Ritual und Magie hinterfragen. Was ist es? Wie erfahren wir es? Kann es choreografiert werden? Was können wir über Präsenz durch Improvisation lernen? Was ist Magie? Welche Rolle spielt Präsenz beim Schaffen von Magie, bei Transformation und beim Erahnen anderer Welten?
Donna Haraway empfiehlt nicht nur gut zusammen zu leben, sondern auch gut gemeinsam zu sterben.

ANDERE WORKSHOPS VON Keith Hennessy

Political Witchcraft For The Current Era

Tanzende Medizin, Bewusstseinsbildung, Zaubersprüche

Macho Xenophobie hat sich wie ein Lauffeuer ausgebreitet (Österreich, Ungarn, die USA, Türkei, Philippinen, Russland...). Kapitalisten machen die Welt zu einem Scheißhaufen und beschuldigen die Opfer. Und irgendwie finden sie Leute, die sie unterstützen. Sie versprechen uns, dass wir sicher sein werden und unser Leben einen Sinn bekommt, während tagtäglich immer mehr Menschen dem Prekariat verfallen und jeglicher Sinn (und Vermögen!) aufgesogen wird. Eine schwache Demokratie beschützt Faschisten solange, bis sie übernehmen. Wie kann man eine Tanzklasse dafür nützen, um darauf zu reagieren? Wie erschaffen wir Kulturen der Zustimmung, wo Unterschiede als inspirierend und nicht als lähmend gelten? Wie können Körper und Vorstellungen dekolonisiert und befreit werden? Können wir einen vor-kapitalistischen Körper generieren? Oder an einer post-kapitalistischen Choreografie tüfteln? Magie beinhaltet poetische und verkörperte Aktion in ritualisiertem Kontext, um nicht nur das Bewusstsein, sondern auch materielle Realität zu beeinflussen. Das Gespielte beeinflusst die Realität. Mittels Tanz, somatischen Praktiken, Tarot, Zauberei, choreografierter und improvisierter Aktionen machen wir diesen Workshop zu aktivistischer Magie. Wir lesen aus: Witches, Midwives & Nurses (1973) von Barbara Ehrenreich und Deirdre English, unterstützt von Silvia Federicis Caliban & the Witch, sowie von Tarot.

Provocation x Care

Performance-Intervention und/oder Choreografien des Heilens

Tanzen und das Kreieren von Performance im Zeitalter von Prekariat/Angst/Trauma – ein Workshop für das Überdenken von Performance-Taktiken: Wann soll man provozieren? Wann soll man heilen? Wann ist Provokation unangebracht oder schädigend? Was ist der Unterschied zwischen Heilung als radikale Fürsorge und Heilung als privilegierte Auszeit?
Viele von uns – Anarchist_innen, Queere, Feminist_innen, Punks, Aktivist_innen, Immigrant_innen, zeitgenössische Künstler_innen – haben gelernt oder waren inspiriert davon Spaltung und Kritik vorzuziehen. Was geschieht, wenn wir unsere Praxis auf die Reaktion auf politische Ängste und das Trauma mehrerer Generationen lenken? Entkolonisierende Kunstpraktiken verlangen nach unzähligen und hybriden Perspektiven. Lasst uns gemeinsam kompliziert sein! Wir tanzen, heilen, spielen unterhalten uns, kreieren Performances und legen Tarot. Wir lesen aus „We are all Anxious“ von The Institute for Precarious Consciousness.

ARTISTBIO: Keith Hennessy

Keith Hennessy tanzt in und um den Performance-Bereich. Geboren in Sudbury (CA) lebt er seit 1982 in San Francisco und tourt auf internationaler Ebene. Seine Performances befassen sich mit Improvisation, Ritual, Zusammenarbeit und Protest als Mittel für die Untersuchung von politischen Realitäten. Praktiken, die von Anarchismus, Critical Whiteness, post/modernen Tanz, aktivistischer Kunst, der Bay Area in Kalifornien, Wicca, Punk, Contact Improvisation, Indigenität, und queer-feministischer Performance inspiriert sind, sind die Motivation und der Motor in Keith Hennessys Arbeit. 2016/2017 arbeitete er mit Peaches, Meg Stuart, Scott Wells, Jassem Hindi, J Jha, Annie Danger, Gerald Casel und den Kollektiven Blank Map und Turbulence zusammen. 2017 erhielt er das Guggenheim Forschungsstipendium und den Sui Generis Preis. Keiths Publikationen wurden bei Contact Quarterly, Movement Research Journal, Performance Research (UK), Society of Dance History Scholars Journal und Dance Theatre Journal (UK) veröffentlicht. Hennessy leitet den Circo Zero und war Mitglied von Contraband mit Sara Shelton Mann. Hennessy ist Mitbegründer von CounterPULSE (ehemals 848 Community Space), ein blühender Performanceraum in San Francisco. Er erhielt einen MFA und ein PhD an der UC Davis.
 
 

GOOD TO KNOW

Dancer: Helmut Fixl © Johanna Figl

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Alles über unsere vorangegangenen Festivals finden Sie HIER

danceWEB Brunch 2015 © Karolina Miernik

Festivalimpressionen ab 2005 gibt es HIER

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Date: 17.07.2018, 09:39 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/2018/id3632/