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JEREMY WADE & EVA EGERMANN

Outcast Night © Yasmina Haddad
© Jean Baptiste Huong
© Eva Egermann
© Stefan Fahler

The Future Clinic for Critical Care

FCCC ist ein Forum für das Weltenmachen und ein anderer sozialer Raum für Fantasterei und Realismus, der sich mit der oftmals unguten Fürsorge-Politik beschäftigt. Dieser Workshop wird gemeinsam von Eva Egermann und Jeremy Wade aka The Battlefield Nurse geleitet und liegt an der Schnittstelle von Disability Studies, Queer/Crip Theorie, Performance, Sozialarbeit, Crip Popkultur, Soziokultureller Animation und Politik. Als Stützsystem verbringen wir die Zeit in einer Balance von Diskussionen und künstlerischer/Performance Recherche. Offen für alle Levels an Erfahrungen und Fähigkeiten ist dies ein Ort an dem wir gemeinsam nicht reinpassen wollen und erkunden einige Beispiele aus Jeremys Performancearbeit und Evas recherchebasierter Kunstpraxis, Jetzt-Rituale, Crip Sichtbarkeiten, transformale Wahrnehmungen und Gruppenerfahrungen. Wir tanzen den Tanz, den wir tanzen, genauso wie wir ihn tanzen.

ARTISTBIO: Jeremy Wade

Jeremy Wade ist Performer, Performanceschaffender, Dozent und Kurator, der an der School for New Dance Development in Amsterdam seinen Abschluss machte. Er erhielt 2006 einen Bessie Award für sein erstes abendfüllendes Stück mit dem Titel „Glory“ im Dance Theatre Workshop, New York City, seitdem lebt er in Berlin und arbeitet eng mit dem Hebbel Theater zusammen. Vor kurzem kreierte er die Stücke „Fountain“, „Together Forever“, „Death Asshole Rave Video“ und „Drawn Onward“, die den Tod des Menschen, die Zombie-Subjektivität, die seltsamen Formen des Seins und die affektive Relationalität erforschen, um soziale Codes zu untergraben, die unsere Körper definieren und unterdrücken. In Verbindung mit seiner rigorosen Lehrtätigkeit führt Wades Neigung zur Subversion, zu Kuratierung, Produktion und dem anschließenden Ausrichten von ekstatischen Events, Serien, Festivals und Symposien wie „Politics of Ecstasy“, „Creature Feature 2009-11“, „The Great Big Togetherness 2015“ und seit kurzem „Take Care 2017“, ein Symposium im Rahmen von „No Limits Berlin“ am HAU, über die kritische und politische Auseinandersetzung mit Fürsorge, die auf der relationalen Ethik des Behindertenwesens beruht. 2017/18 leitet Jeremy Wade, ein dreiteiliges Performance-Projekt, das sich mit Fürsorge als politische Strategie beschäftigt: „The Battlefield Nurse“ (eine Drag-Lecture-Performance, die Strukturen versus Symptome, die uns krank machen, untersucht), „Future Clinic for Critical Care“ (ein Forum für das Weltenmachen, das sich der Kunst, dem Aktivismus und der Sozialarbeit verschrieben hat) und „Between Sirens“, ein neues Trio, das sich mit der politischen Vorstellung von systemischer Unterstützung befasst.

ARTISTBIO: Eva Egermann

Eva Egermann (*1979 in Wien, Österreich, aufgewachsen im Burgenland) ist Künstlerin und lebt in Wien. Sie arbeitete in unterschiedlichsten Medien und Kollaborationen (wie z.B. der Manoa Free University). Neben zahlreichen künstlerischen Projekten sind Publikationen, z.B. „Regime. Wie Dominanz organisiert und Ausdruck formalisiert wird“ oder „Class Works“ und kuratorische Projekte, z.B. „2 or 3 Things we’ve learned. Intersections of Art, Pedagogy and Protest“ oder „On Uncanny States and Bodies“ entstanden. Sie war Teil der Forschungsgruppe von Model House. Mapping Transcultural Modernisms, Mitglied des Künstlerhaus Büchsenhausen, Visiting Researcher an der U.C. Berkeley im WS 2014/15 und ist Dissertantin im PhD-in-Practice-Programm an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Ihre Arbeit wurde mit dem Theodor Körner Preis 2015 für Wissenschaft und Kunst und einer Anerkennung im Rahmen des Outstanding Artist Award 2016 in der Kategorie Interdisziplinarität ausgezeichnet.

In ihrer Recherche-basierten Praxis beschäftigt sich Egermann mit widerständigen Praktiken, Aneignungen, Sozialen Bewegungen und Popkulturen, die mit Devianz, Abnorm, Krankheit und Behinderung zu tun haben. Sie arbeitet mit Beispielen aus verschiedenen Zeiten und Orten, die Aufbegehren, Irritation oder Widerspruch innerhalb ästhetischer Repräsentationen von Unbeschädigtheit auslösen. Verschiedenste Materialien finden sich in ihren künstlerischen Projekten wieder, re-inszeniert, überarbeitet (z.B. in Form einer Zeitung oder während einer Bandprobe).
Das Crip Magazine ist ein selbstpubliziertes Magazin und eine Sammlung von Materialien zu Crip-themen, Kunst- und Kulturproduktion und Repräsentationen im Widerspruch zu Norm/Abnorm Verhältnissen. Es umfasst Beiträge von Künstler_innen und Autor_innen über die Krüppelbewegung, Outcast-Nights oder Behinderung in subkulturellen, linken und queeren Kontexten; experimentelle Bilder und Texte wie den extraterrestrischen Songtext, exzentrische Sprechstücke, die Cosmic Creatures oder unheimliche Bilder zu Feeling Bad.
 
 

GOOD TO KNOW

REBECCA PATEK "ineter(a)nal f/ear" © MARIA BARANOVA

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Date: 17.07.2018, 09:39 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/2018/id3591/