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BARBARA EICHHORN

ImPulsTanz Workshops 2017 © Daniel Aschwanden & Barbara Eichhorn
ImPulsTanz Workshops 2017 © Daniel Aschwanden & Barbara Eichhorn
ImPulsTanz Workshops 2017 © Daniel Aschwanden & Barbara Eichhorn
© Daniel Aschwanden
© Daniel Zimmermann
© Daniel Zimmermann

BLIND_moves

Ein starkes Interesse an der jeweiligen Praxis führte 2014 zu einer Kooperation der Zeichnerin Barbara Eichhorn und dem Choreografen und Performer Daniel Aschwanden, welche die mediale Übersetzungsarbeit zwischen zeichnerischen und performativ-tänzerischen Ansätzen ins Zentrum ihrer Aufmerksamkeit stellen.
Die konstanten Umformungen in den Prozessen dieser Übersetzung sensibilisieren für die Sprache der zeichnerischen Geste, wie auch diejenige der Bewegung, die ebenso bewusst gemacht wie verfeinert werden. Zwischen diese Ansätze haben sie den Zustand der Blindheit als Methode geschaltet, welche sowohl eine besondere Körperwahrnehmung, wie auch Raumwahrnehmung hervorbringt.

Aschwanden/Eichhorn laden die Teilnehmer_innen auf einen anfänglich „geführten“, dann unabhängig gestalteten, improvisatorischen Prozess. So wird unter choreografischem Blickwinkel gezeichnet, und mit der Erfahrung des Zeichnens getanzt, wobei der Tanz die Zeichnung inspiriert, ebenso wie das Gezeichnete spontan als Notation und Partitur für Bewegung interpretiert wird. Die Fläche der Zeichnung ist das physische Gegenüber für den ungebundenen Tanz: Im Raum, an der Wand, auf dem Boden.

Die Selbst- und Körperwahrnehmung, sowie die Erschließung „neuer Räume“ führen zu sinnlichen Wissensformen, die eigene Handlungsdispositive ausloten und reflektieren, und eine Sensibilisierung und dadurch vertieftes Verstehen dessen hervorbringen, was tänzerischer und zeichnerischer Raum sein können. So werden in dieser performativen Übersetzungs- und Vermessungsarbeit choreografisch/bewegungsorientierte sowie körperlich-zeichnerische Ansätze und sich ergebende Zwischenräume experimentell kreiert, untersucht und angewendet.
Was geschieht mit meinem Körper, wenn ich – in der Zeichnung, wie in der Bewegung – feine, kleine Striche setze oder zur großen Geste aushole? Wo liegt die Verbindung zwischen Bleistiftspitze, Ellbogen und Knie? Welches Material liefert uns das Kritzeln und Trippeln und wo endet es in welchem Raum?

ARTISTBIO: Barbara Eichhorn

Barbara Eichhorn ist bildende Künstlerin, in Deutschland geboren und studierte Tapisserie, Grafik und Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Ihre Arbeit gilt dem Interesse, Möglichkeiten der Zeichnung immer wieder neu auszuloten, Zeichnung als Wahrnehmungsprozess und Denkraum zu sehen und Zeichnung auch über den Körper zu verstehen. Es geht um Spuren einer Anwesenheit, die Zeichnung als (physisches) Gegenüber. Das Zentrale spielt sich dabei oft nicht auf dem Blatt ab, sondern eher etwas daneben, vorher oder nachher, und ist somit auch eine Frage der Haltung. Ihre gezeichnete Praxis wird von einem bestimmten Blick auf die Welt geleitet, sie gilt dem Leben, den Menschen, was sie immer wieder irritiert und neue Fragen für sie bereit hält. Ihre Formate bewegen sich zwischen Abbild, Performativer Zeichnung und Installation.
Barbara Eichhorn unterrichtete von 2013-2015 an der Zeppelin Universität Friedrichshafen, Deutschland im LIKWI (Labor für implizites und künstlerisches Wissen) und seit 2012 an der New Design University St. Pölten.
 
 

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Date: 23.07.2018, 11:33 | Link: https://www.impulstanz.com/workshops/2018/artist1603/