Cie. Mathilde Monnier

RECORDS

Auf diesem performativen Plattenteller werden Danses macabres angespielt, wie sie ab und zu auf alten Fresken zu sehen sind. „Diese grotesken Tänze beschwören komische Figuren, die sich über den Tod lustig machen, ebenso herauf wie zugleich auch eher tragische Gestalten“, sagt Mathilde Monnier. Der erste Einfluss dieser zu Beginn der Pandemie entstandenen Arbeit war György Ligetis Oper „Le Grand Macabre“. Es geht um das Gedächtnis: um das Festhalten von Musik auf Platten ebenso wie um dokumentarische Aufzeichnungen gegen das Vergessen. Monnier ist überzeugt, dass dieses Gefühl, im Lockdown eingesperrt zu sein, in Erinnerung bleiben sollte. Daher zeigen ihre sechs erst wie betäubt, dann aber zunehmend fiebrig agierenden, ausschließlich weiblichen Performerinnen in RECORDS bald merkliche Anzeichen von Irrsinn. In diesem Gruppenstück hat die französische Choreografin eine Art Resonanzkasten gebaut, aus dessen Nachhall erst die Bewegungen und die Struktur des Stücks entstehen. So wird RECORDS zum Dialog zwischen der Choreografin und den Tänzerinnen.