Research 2017

Research 2017

© Guido Mencari

Jan Fabre
From Act to Acting [NOTE: July 24 - August 3!, day OFF July 30)]

© Guido Mencari
Pro Series
18.7.–29.7.
13:00–19:00
TQW 2

From Act to Acting

RICHTLINIEN FÜR PERFORMER_INNEN IM 21. JAHRHUNDERT

Dieses Pro Series ist bereits ausgebucht! Leider können wir daher keine Bewerbungen mehr entgegennehmen!

Genau wie Stanislawski, Meyerhold und Grotowski hat Jan Fabre während seiner Karriere eine Reihe von „Übungen“ zusammengestellt, die er verwendet, um seine Darsteller_innen (Schauspieler_innen und Tänzer_innen) für die Arbeit auf der Bühne vorzubereiten. Diese Richtlinien für Performer_innen im 21. Jahrhundert wurden zum Eckpfeiler seiner Methode und spiegeln sich in einem spezifischen Ausdruck in seiner Arbeit wider. Die Übungsreihe konzentriert sich auf die systematische Verfeinerung und Verbesserung der Suche nach dem Potential der körperlichen Schauspielkunst (auch bekannt als „physiologisches“ Spielen). Die Erkundung der evokativen Vorstellungskraft des „Körpers als Ganzheit“ ist hier ein Leitmotiv. In Übungen mit Titeln wie „der alte Mann“, „der Tiger“, „das Insekt“ oder „Reispapier/Feuer“ sind es weder die Imitation noch der psychologische Aspekt, die im Mittelpunkt stehen, sondern die Erforschung des physischen Potentials des sich transformierenden Körpers. Hier legt Fabre großen Wert auf die Atmung, die Verwendung von explosiver Energie und die Artikulationen von Kopf, Torso und Gliedmaßen. Ebenso wird die Kinetik der kalt- und warmblütigen Tiere herangezogen.

FROM ACT TO ACTING
Zeitgenössische Performer_innen vereinigen Performance, Theater und Tanz. Fabre sucht immer nach körperlichen Impulsen in und auf dem Körper seiner Darsteller_innen und ermutigt sie, auf der Bühne auf der Grundlage dieser „echten“ physischen Empfindungen zu spielen. Fabre nützt den Ausdruck „vom Spielen zum Schauspielen“, um diesen Prozess zu beschreiben: der tatsächliche physische Einfluss (Spannung, Schmerzreiz, Erschöpfung usw.) wird Teil dessen, was auf der Bühne geschieht. Die physiologischen Prozesse im Körper der/s Performers_in strahlen sozusagen in den Raum, so dass der Schmerz, die Spannung und die Erschöpfung auch auf das Publikum einwirken. (von: Prof. Luk Van den Dries, „Het geopende lichaam“, p. 110, erschienen bei De Bezige Bij, 2014)

TEACHING GROUP
Seit einigen Jahren bildet Jan Fabre auch einige seiner erfahrensten Performer_innen aus (Cedric Charron, Annabelle Chambon, Ivana Jozic, Kasper Vandenberghe und Marina Kaptijn), um diese „Guidlines“ zu unterrichten. In Workshops und Meisterklassen, die meist mehrere Tage dauern, wird der Körper von Performer_innen zu einem Instrument, das den Übergang vom Spielen zum Schauspielen untersucht und verkörpert. Die Vorstellung und das körperliche Bewusstsein werden allmählich geschärft und der/die Darsteller_in wird ermutigt, den Schritt zu einem Zustand der körperlichen Transformation zu wagen.

Neben den Übungen aus den „From Act to Acting"-Guidlines  werden die Teilnehmer_innen an kurzen 25-minütigen Präsentationen von „I am Blood" am Ende der zweiten Woche arbeiten. Der Text sollte auswendig gelernt werden, zu finden ist er hier: https://goo.gl/Nj26Lj

Bitte beachte: Jan Fabre wird nicht für den gesamten Zeitraum des Pro Series Projektes anwesend sein.
Im Kürze gibt es mehr Details über die Dozent_innen der Teaching Group.

Jan Fabre
© Guido Mencari
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© Wonge Bergmann
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Date: 23.04.2024, 02:34 | Link: https://www.impulstanz.com/research/pid3511/