PROGRAMM
Die Berliner Architektin Bettina Vismann ist in ihren Forschungsprojekten über Abfall weltweit eine topografische Beschreibung des Urbanen gelungen, die aufdeckt, wie angestammte kulturelle Praktiken von ökonomischen Überlegungen überlagert oder benutzt werden. Gemeinsam mit den TeilnehmerInnen untersucht Vismann nun auf dem Gelände von A Future Archeology das Thema von Territorien und Raumaufteilungen in sozialen Gemeinschaften. Zusammen mit internationalen Gästen aus Choreografie, bildender Kunst, Performance und Theorie lädt sie ein zur Entwicklung von Protokollen und Praktiken zur Produktion des geteilten Raums.
Während ImPulsTanz 2013 bauen europäische und ägyptische KünstlerInnen aus
den Bereichen Choreografie, Architektur und Dramaturgie Hütten, Häuser, Habitate, um einen Produktionsort zu Fragestellungen und Praktiken von (kultureller) Differenz, Zusammenarbeit und künstlerischem Tun zu schaffen. Diese vierwöchige 'Gemeinschaft auf Probe' verschmilzt in sich immer wieder verändernden Versuchen diskursive Methoden mit Strategien des Tuns, um über das Zusammenspiel von Handeln und Verhandeln, von Verhalten und Aushalten, von Aktion und Agon Möglichkeiten für die Politik einer differenten Gemeinschaft zu destillieren.
Der Titel A Future Archeology spielt darauf an, dass vermeintlich gewachsene (soziale) Strukturen freigelegt werden müssen (Archäologie), um sie in ihrer Gemachtheit verstehen und die Potenziale für Veränderung in der Zukunft (Future) realisieren zu können. Das von Silke Bake, Ismail Fayed, Adham Hafez und Peter Stamer initiierte internationale Projekt wird 2013 in den Städten Berlin, Wien und Kairo in unterschiedlichen Bedürfniskontexten mit verschiedenen Herangehensweisen realisiert.
Ausgehend von den Fragestellungen, die sich durch A Future Archeology ergeben, schaffen vier Research Projekte Testfelder, durch welche das Bauen sowohl beeinflusst wie auch reflektiert wird.