FRANK WILLENS

© Frank Willens
© Frank Willens

Voicing the Void

Nature makes no mistakes

„In diesem Research Project tauchen wir ein in die Tiefen eines unentdeckten Körpers – auf der Suche nach Texten, Klängen, nicht erzählten Geschichten und Präsenz. Wir untersuchen den unbekannten, „leeren“ Raum in uns und um uns herum und einen Tanz, den es noch zu enthüllen gilt. Wir wringen unser Fleisch aus auf der Suche nach ungehobenen Schätzen, treten unsere Erschöpfung mit Füßen, sieben den Staub, sammeln den Schutt auf und bauen Überlebenskabinen, in denen wir die Apokalypse überstehen.“

Text und Stimme waren in den letzten 20 Jahren integraler Bestandteil von Frank Willens’ Schaffen als Tänzer und Performer, immer im Versuch, die unnötigen Barrieren zwischen den Medien zugunsten eleganter, virtuoser und seltsamer Überlappungen der Formen aufzulösen. Willens hat intensiv mit dramatischen, philosophischen oder literarischen Texten gearbeitet – von Heiner Müller (Bildbeschreibung, zusammen mit Laurent Chétouane) über Nietzsche und Kafka (zusammen mit Peter Stamer) bis hin zu den jüngsten Erkundungen mit Susanne Kennedy in Coming Society und Ultraworld (25.+26. September, Halle E), sowie mit seinen eigenen Texten. Im Research Project wird Frank Willens die Taktiken, Methoden und Eigentümlichkeiten, die seine Arbeit prägen, teilen.

Für die Bewerbung schick uns bitte folgende Materialien an workshopoffice@impulstanz.com:

  • Motivationsschreiben (pdf)
  • Lebenslauf (pdf)
  • Foto (jpeg, jpg)

Die Projektgebühr beträgt 120 Euro.

Ein gemeinsames Projekt mit den Wiener Festwochen

ARTISTBIO: Frank Willens

Frank Willens ist Tänzer/Choreograf/Performer und lebt seit 2003 in Berlin. Aufgewachsen in Kalifornien, studierte er Tanz an der UC Berkeley und arbeitete an diesem Ende der Welt mit der Avantgarde-Ballettcompagnie Kunst-Stoff in San Francisco, tanzte in Las Vegas in der ersten englischsprachigen Adaption der französischen Rockoper Notre Dame de Paris und tourte mit Paul McCartney als Tänzer und dance captain durch die USA, Japan und Europa. Nach seiner Ankunft in Europa tauchte er tief in die Welt des zeitgenössischen Tanzes ein und arbeitete mit einer Vielzahl von Choreograf*innen und Künstler*innen zusammen, darunter Meg Stuart, Tino Sehgal, Boris Charmatz, Falk Richter, Peter Stamer und Susanne Kennedy sowie mit unzähligen weiteren Künstler*innen der freien Tanzszene Berlins. Er war ein wichtiger Bestandteil der Entstehung von Tino Sehgals bahnbrechender documenta-13-Arbeit This Variation und produzierte Tinos darauffolgendes Werk Yet Untitled für die Biennale in Venedig 2013. Für das Stück Tanzstück 1: Bildbeschreibung von Heiner Müller, eine Zusammenarbeit mit Laurent Chétouane, erhielt er einen Preis für den besten Interpreten. Seine eigenen Arbeiten sind viszeral, körperlich dynamisch, unprätentiös, anstrengend und großzügig. Sie hinterfragen, wie wir arbeiten, wie wir uns austauschen und was es bedeutet, vor einem Publikum auf der Bühne zu stehen. Seine Zusammenarbeit mit Maria Scaroni towards another miraculous, ist der Idee des Dérive, des ziellosen Dahintreibens durch die Stadtlandschaft als Schaffensmethode verpflichtet. Seine Arbeiten wurden u. a. bei Tanz im August, Theater der Welt (unter der Leitung von Matthias Lillienthal), beim Transform Festival in Leeds, beim Ponderosa TanzLand Festival,  beim Manchester International Festival und bei ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival gezeigt. Er tourt ausgiebig in Stücken von Boris Charmatz (10.000 Gestes, Danse de Nuit, 20 Dancers, Manger, A Dancer’s Day) und war Ensemblemitglied an der Volksbühne Berlin sowie Solist in der Inszenierung Am Königsweg von Elfriede Jelinek unter der Leitung von Falk Richter am Schauspiel Hamburg und ist derzeit in der Hauptrolle in Susanne Kennedys Ultraworld sowie in ihrer neueren Arbeit Oracle an den Münchner Kammerspielen zu sehen. Seit April erforscht Frank Willens alternative Lebenspraktiken in Brandenburg.

 
 

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Date: 24.10.2020, 05:00 | Link: https://www.impulstanz.com/research/2020/id4270/
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