MARIE GOUDOT & ALAIN FRANCO

© Anne Van Aerschot
© Anne Van Aerschot

Moving To Bach / The Goldberg Variations, BWV 988

Rosas-Tänzerin Marie Goudot und Alain Franco, langjähriger musikalischer Begleiter von Anne Teresa De Keersmaeker und seinerseits als Pianist und großartiger Live-Lecture-Performer am Flügel am 1. September im Odeon zu sehen, vermitteln in diesem Research Project spielerisch die tänzerischen und choreografischen Prinzipien, die Anne Teresa De Keersmaeker für ihre neueste Arbeit Die Goldberg Variationen, BWV 988 (26.–28. August, Halle E) entwickelt hat (bei der sie zwei Mal live von Alain Franco in der Halle E begleitet wird). Ausgehend von diesen Elementen und in intensiver Auseinandersetzung mit einer der berühmtesten Kompositionen der musikalischen Literatur entwickeln die Teilnehmer*innen persönliches tänzerisches Material und untersuchen dieses in Verbindung zu Bachs musikalischem Schaffen.

Nach dem gefeierten Duett von Anne Teresa De Keersmaeker mit Boris Charmatz zu Bachs Partita für Violine No. 2 und ihrer Gruppenchoreografie Mitten wir im Leben sind/Bach6Cellosuiten zu den Suiten für Violoncello solo (gezeigt 2013 und 2018 bei ImPulsTanz jeweils auf der Bühne des Burgtheaters) widmet sich De Keersmaeker – als eine der „musikalischsten“ Choreograf*innen – mit den Goldberg-Variationen nun einem der späteren Werke von Bach, in denen der Komponist in einem Spiel mit Variationen, Kanons und Fugen die Grenzen des Komponierens in musikalischen Themen überschreitet. Aus einer einfachen, ruhigen Melodie und einem durchgängigen unterliegenden Bassthema entfaltet sich nach und nach ein musikalischer Kosmos von außerordentlicher Vielfalt und beispielloser Komplexität.

Für die Bewerbung schick uns bitte folgende Materialien an workshopoffice@impulstanz.com:

  • Motivationsschreiben (pdf)
  • Lebenslauf (pdf)
  • Foto (jpeg, jpg)

Die Projektgebühr beträgt 120 Euro.

Ein gemeinsames Projekt mit den Wiener Festwochen

ARTISTBIO: Marie Goudot

Marie Goudot (geboren 1978 in Frankreich) studierte Tanz an der Schule Rudra Béjart in Lausanne. Sie trat 1998 dem Béjart Ballet Lausanne bei und verließ es im Jahr 2000, um eine Karriere als Freelancerin einzuschlagen. Während ihrer mehrjährigen Arbeit bei Russell Maliphant in London und später bei der Compagnie Alias in Genf began ihre Praxis in zeitgenössischem Tanz und Contact Dance. 2005 gründete sie zusammen mit Michaël Pomero und Julien Monty das Kollektiv Loge 22, einen Raum für choreografische Forschung und kollektive Kreationen. Loge 22 hat bis heute etwa ein Dutzend Tanzproduktionen geschaffen, darunter auch Filme und Choreografien. Loge 22 ist Mitbegründer des europäischen SPIDER-Festivals, das Veranstaltungen in Slowenien, Kroatien, Griechenland, Frankreich und Belgien durchführt. Im Jahr Seit 2010 tanzt Goudot in unterschiedlichen Produktionen der Compagnie Rosas: Cesena, Vortex Temporum, Work/Travail/Arbeid, Mitten wir im Leben sind/Bach6Cellosuiten, Die sechs Brandenburgischen Konzerte und Così fan tutte.

ARTISTBIO: Alain Franco

Alain Franco (geboren 1964 in Belgien) schloss sein Klavier- und Musiktheorie-Studium in Belgien und Israel ab und erwarb einen Post-Master-Abschluss in Musikwissenschaft des XX. Jahrhunderts am Ircam-Ehess-Institut in Paris. Sein Interesse für zeitgenössische Musik und Kunst, sowohl als Pianist als auch als Dirigent, führte zur Zusammenarbeit mit renommierten Ensembles und Musiker*innen wie dem Ensemble Modern (Frankfurt), dem Ictus Ensemble (Brüssel), dem Philharmonischen Orchester von Lüttich, dem Orchester der Oper Lyon, dem Kammermusikensemble von La Monnaie (Brüssel) und dem Oh Ton Ensemble (Oldenburg). Darüber hinaus – und als ästhetische und künstlerische Erweiterung seiner Praxis – entwickelte er nach und nach eine originelle und umfassende Reflexion über Repräsentation und Performance. Dies führte zu künstlerischen Kooperationen mit Performer*innen, Choreograf*innen und Theaterregisseur*innen wie Anne Teresa De Keersmaeker, Meg Stuart, Thomas Plischke, Kattrin Deufert, Jan Lauwers, Romeo Castellucci, Isabelle Schad, Benjamin Vandewalle, Arkadi Zaides, Daniel Linehan und Karim Bel Kacem.

 
 

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Date: 24.10.2020, 04:46 | Link: https://www.impulstanz.com/research/2020/id4268/
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