ANGELA SCHUBOT & SHELLEY ETKIN

© Angela Schubot
© Rahel De Joode

Mossbelly Research Project

Dieses Field Project erforscht durch die hybriden Praktiken der Pflanzenverreibung und Bewegungsforschung körperlich die Möglichkeiten, das Wissen und die spirituellen Einsichten von Pflanzen und Pflanzenbewusstsein zu nutzen. Das Ritual der Pflanzenzerreibung bildet den Rahmen für eine experimentelle Tanzforschung über die Vielfalt der Präsenzen, die sich in der Substanz und im Körper sowie in der kollektiven Versammlung und darüber hinaus widerspiegelt. Wir fragen, wie diese Erfahrung durch Körper und Bewegung vermittelt werden könnte.

ARTISTBIO: Angela Schubot

Angela Schubot ist Tänzerin, Forscherin und Choreografin und lebt in Berlin. Sie ist gemeinsam mit Martin Clausen Mitbegründerin von Two Fish (2002-2012). Seit 2009 arbeitet sie mit Jared Gradinger an Stücken zur Entgrenzung des Körpers, neue Formen von Ko-Existenzen und bedingungslosem Zusammensein. 2018 kreieren sie ihr erstes Gruppenstück mit 12 Performer_innen und ein Duett, das von natürlicher Intelligenz inspiriert ist.
Seit 2015 arbeitet sie eng mit Robert Steijn an einer Recherche über Brüderschaft und darüber, was uns in unseren Unterschieden verbindet. Ihre erste gemeinsame Arbeit, das Duett „brothers" feierte im Jänner 2016 Premiere. Ihr neues Projekt „abuelas“ wird in näherer oder fernerer Zukunft entstehen.

Angela Schubot ist weiterhin auch an Soloarbeiten interessiert, die auf intensiven Phasen von Bewegungsrecherchen basieren und Ausgangspunkt für ihre Kollaborationen sind. 2015 wurde ihr Solo „Körper Ohne Macht“ am Hebbel am Ufer in Berlin aufgeführt. Darin wird eine Sprache gefunden, in der der tanzende Körper allmählich die Unterscheidung zwischen Innen und Außen verliert und in dem sie nach anderen Ausdehnungsmöglichkeiten (nach Innen, nach Außen) jenseits der Expansionslogik von Macht suchte.
Im Rahmen von „Körper ohne Macht“ arbeitete sie mit ihrem Langzeit-Kollaborationspartner Martin Clausen zusammen und entwickelte das partizipative Meditations-Monolog-Stück „the fire from within“, in dem sie zum ersten Mal ihr Forschungswissen in gesprochene Sprache umsetzte.
Zwischen 2011 und 2015 arbeitete sie mit und für die Tanz-Regisseurin Margret-Sara Gudjonsdottir. Außerdem arbeitete sie unter anderem mit der Künstlerin Rachel de Joode und dem Theater Thikwa / Karol Golebiowski.

Neben ihren konstantesten Kooperationspartner_innen ist sie von den Künstler_innen Rosalind Crisp und Benoît Lachambre zutiefst beeinflusst. Schubot unterrichtet Bewegungsforschung und ist als Coach u.a. an der DOCH / Universität für Tanz und Zirkus in Stockholm, ImPulsTanz Wien, HZT-Berlin und SMASH Berlin, tätig. Im Jahr 2017 beendete sie ihre Ausbildung in Faszien-Therapie und Wahrnehmungspädagogik nach der Methode von Danis Bois und wird als Heilerin / Heilpraktikerin arbeiten. Sie hat eine fortlaufende Zusammenarbeit mit Lea Kieffer und Barbara Berti, in der sie die Grenzen zwischen Meditation, Körperarbeit, Heilung und Tanz erforscht. Im Moment reist sie durch Mexiko und Peru und lernt mehr über indigene Heilpraktiken, Medizin, Rituale, Tänze und darüber, wie man den Geist ins Herz lässt.

ARTISTBIO: Shelley Etkin

Shelley Etkin ist eine in Berlin lebende transdisziplinäre Künstlerin mit Wurzeln in den Vereinigten Staaten und Israel. Sie arbeitet zwischen den Bereichen Tanz, Performance, Ökologie, Queer Feminismus, Kuratierung, Pädagogik und Community Organising und vertieft sich dabei in praktische Körperarbeitsmethoden und pflanzliche Medikamente.
Shelley arbeitet mit somatischen und Landpraktiken, unabhängig und kollaborativ, in einer Reihe von Umgebungen, darunter Ponderosa, ein ländliches Kunstzentrum, wo sie den Garten als Studio-Plattform ermöglicht.

Gegenwärtig entwickelt Shelley Landing, eine künstlerische Forschungsarbeit, die sich mit kommunikativem Austausch, Deterritorialisierung und Reisen befasst. Sie ist Gastdozentin an der Humboldt-Universität zu Berlin und leitet einen Kurs, der ökologisches Denken aus der Perspektive städtischer Gärten erforscht.

Sie arbeitet kontinuierlich mit Laura Burns als LARK: Living Archive of Re-membered Knowledges, sowie u.a. mit Jared Gradinger, Aune Kallinen und Angela Schubot zusammen. Shelley ist Mitglied der multidisziplinären Kollektive Hungry Mothers und La Foresta. In den letzten Jahren trat Shelley auch mit Agnė Auželytė als Vagittarius Rising auf und kuratierte gemeinsam mit COVEN Berlin.

Shelley hat einen M.A. in Ökologie und zeitgenössischer Performance (Finnland) und einen B.A. in Frauen-, Gender- und Sexualitätsstudien (USA).

 
 

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Date: 01.06.2020, 17:16 | Link: https://www.impulstanz.com/research/2020/id4171/
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