You are using an unsupported browser, so some features may not work. Please upgrade to a modern browser
Ihr Webbrowser ist veraltet und wird leider nicht in vollem Umfang unterstützt.

ELIO GERVASI

© Christian Lapp
© Christian Lapp
© Christian Lapp
© Christian Lapp
© Tanz Company Gervasi

The Choreographic Engine

Das Field Project bietet verschiedene Rechercheformen an, die auf breitgefächertem Tanzvokabular und Improvisationsmethoden basieren. Es wird besonderer Wert darauf gelegt, dass die teilnehmenden Tänzer_innen lernen ihr eigenes Vokabular und ihren individuellen Stil einzubringen und weiterzuentwickeln. Das Warm-up basiert auf grundlegenden technischen Elementen des Modernen und Zeitgenössischen Tanzes und bietet gezielte Übungen für eine starke Körpermitte und Floor Work zur Erhöhung der Flexibilität. Diese erhöhen die Wahrnehmung des natürlichen Atemrhythmus und verbinden ihn mit der auszuführenden Bewegung im Raum. Auf dieses spezifische Warm-Up folgt eine raumgreifende Sequenz, welche eine klare Linienführung und Fluidität der Bewegung betont. Zugleich wird ein erhöhtes Bewusstsein für das Gleichgewichtszentrum (Balance) entwickelt. Wir beginnen dann den gemeinsamen Arbeitsprozess, in dem wir Muster, konservative Techniken und Stile reduzieren und eigenes Material aufbauen. In der Bewegungsrecherche konzentrieren wir uns zuerst auf spezifische Motive (Raum, Schwerkraft, Kollision, und andere Sujets, die während des Kurses in den Fokus rücken). Diese Ideen lassen wir in Solo-Improvisationen und im weiteren Verlauf in unterschiedliche Gruppenformationen (Duo, Trio und größere Gruppen) einfließen. Dabei kommen unter anderem Contact Improvisation und Partnering zum Einsatz.

Kreativität, Flexibilität und eine dynamische Körpersprache bilden den Ausgangspunkt für choreografische Sequenzen. Diese sollen impulsgebend für einen individuellen Ausdruck und die Erweiterung des persönlichen Tanzvokabulars sein. Ziel ist es, dieses zuvor gesammelte Material am Ende zu verbinden, zu erweitern und zu beleben, und damit mehr und mehr in den sogenannten „choreografischen Motor“ zu speisen. Mit einem Minimum an fixierten Bewegungen, kreieren und generieren wir immer neue choreografische Bilder und Perspektiven.

The choreographic engine
Wir tauchen mit der Bewegung in den Körper ein, entdecken, wie wir die tief verwurzelten Muster dieses „Motorsystems“ betreten und verlassen können. Jeder Körper drückt aus, was und wie er sich präsentieren will. Zeitgenössische Tänzer_innen, die mit Improvisation arbeiten, müssen sich darauf einlassen, dass sich kein Moment eins zu eins wiederholen lässt, daher lernen wir zu reagieren, adaptieren und variieren. Wenn wir ständig versuchen uns zu wiederholen, beengen wir uns in unseren Möglichkeiten, bis wir stagnieren. In diesem Modus tendieren wir nur in gewohnte Bewegungsmuster zurückzufallen. Der Sicherheitsmodus verbirgt jedoch die Kreativität und den Instinkt weiterzumachen, ohne darüber nachzudenken, was besser oder bedeutungsvoller ist. Der Körper wird zu einer kreativen Maschine, wenn wir loslassen. Nur so können wir etwas Unvorstellbares passieren lassen! Das Field Project dreht sich um die Frage: Wie können wir uns diesem Weg annähern und ihn fortschreiben, um eine choreografische Struktur zu schaffen, die auf Dynamik, Kontakt, Wahrnehmung und vor allem auf Individualität basiert? In diesem choreografischen Prozess können Formen auftauchen, die für den einen logisch und für den anderen unlogisch erscheinen. Auch diese unlogischen Elemente können für die Entwicklung der Arbeit interessant sein. Individualität ist eine ungemein wichtige Quelle für Energie und Kreativität, die immer neue Themen und Materialien zum „choreografischen Motor“ hinzufügt und so die Weiterentwicklung und Selbstverwirklichung fördern.

Das Research Project endet mit einem öffentlichen Showing am 19. Juli um 17:00!

ARTISTBIO: Elio Gervasi

Elio Gervasi absolvierte klassische Tanzstudien in Rom, Modern Dance mit Peter Goss, Merce Cunningham, José Limon, Louis Falco und Susanne Linke, sowie Contemporary Dance, Contact Improvisation und Release Technique. Er arbeitete lange Zeit (1979-1986) mit Bob Curtis als Mitglied seiner Compagnie, als Solotänzer und choreografischer Assistent. Mit Federico Fellini arbeitete Elio Gervasi in den Filmen „Ginger and Fred“ und in „La nave va“. 1987 gründete er die Tanz Company Gervasi in Wien, die seither mehr als 50 Produktionen im In- und Ausland gezeigt hat. Gervasi erhielt in den vergangenen mehr als 30 Jahren zahlreiche choreografische Auszeichnungen der Kunstsektion des Bundeskanzleramtes, u. a. den Österreichischen Tanzproduktionspreis. Gervasi war als Gastchoreograf u. a. für die P.L.Dance Company, die Bühnenwerkstatt-Company Graz, das Saarländische Staatstheater, das Grazer Opernballett, das Staatsopernballett im Rahmen der Serie „Off-Ballet“ und für die Ballettschule der Wiener Staatsoper tätig. Er choreografierte zweimal die Tanzproduktion für die Sommereröffnung des MuseumsQuartiers Wien. Darüber hinaus nahm er an zahlreichen internationalen Tanzfestivals teil. 2011-2016 präsentierte er seine Produktionen im Rahmen des ImPulsTanz Special und ImPulsTanz Festival, Wien. In den letzten Jahren entstanden außerdem Koproduktionen mit u.a. der Akademie der Bildenden Künste Wien und Tanzquartier Wien. Tanz Company Gervasi bereist mit seinen Produktionen regelmäßig Österreich, Europa und Südamerika. Er ist Mitglied im Beirat für Darstellende Kunst im Bundeskanzleramt Österreich – Kunst und Kultur.
 
 

GOOD TO KNOW

© Karolina Miernik

Fesche Goodies der letzten Festival-Ausgaben ab jetzt HIER

Dancer: Helmut Fixl © Johanna Figl

Sneak previews auf unsere aktuellen Performances, oder sweet Memories vergangener Workshops und Festival-Events sehen Sie hier. MORE

Workshop Katalog zum Download

Workshops für Profis, Neutänzer_innen, dauerhaft Begeisterte und Wiederauffrischer_innen: alle Workshops findest du in unserem Katalog, hier zum DOWNLOAD

© ImPulsTanz - All rights reserved
Date: 24.04.2019, 16:22 | Link: https://www.impulstanz.com/research/2019/id4043/