Eszter Salamon (DE/FR/HU)
Reappearance & Sommerspiele

Film
© Marie Zahir

Valeska Gert war ein wilder Stern der deutschen Tanzmoderne. Nicht Sylphen und Schwäne waren interessant für sie, sondern Motive wie „Kupplerin“, „Nervosität“, „Wochenschau“ oder „Canaille“. Ihr teils pantomimisches Genre wird Grotesktanz genannt. Für diese Künstlerin begeistert sich die in Berlin lebende Ungarin Eszter Salamon so sehr, dass sie ihr eine Performance-Serie gewidmet hat: The Valeska Gert Monuments. Jetzt ist Salamon in Reappearence, ihrem ersten Film, als mit Valeska Gert eng verbundene Figur in einem Manifest gegen das Vergessen zu sehen. In der Folgearbeit Sommerspiele greift sie auf die Berliner Olympiade 1936 zu, deren Eröffnung NS-affine Choreograf*innen gestalteten, während andere – wie Gert – von den Nazis geächtet oder umgebracht wurden. Mit beiden Filmen greift Eszter Salamon in unsere Vorstellung eines historischen Kanons ein.

Österreichische Erstaufführung

Dauer: 63 Min
Preis im Vorverkauf: 8 Euro / ermäßigt: 6 Euro
An der Abendkasse gelten die Preise des Österreichischen Filmmuseums, siehe hier.

Dieser Film enthält Nacktheit. Empfohlen ab 16 Jahren.
Im Anschluss an die Filmvorführung laden wir zum Künstlerinnengespräch mit Eszter Salamon und Claudia Slanar, Co-Leiterin der Diagonale, Festival des österreichischen Films.
12.7.2024, 20:30
Österreichisches Filmmuseum
© Marie Zahir
© Marie Zahir
© Marie Zahir
© Marie Zahir
© Marie Zahir

CREDITS

Reappearance (2022)
Kamera: Marie Zahir 
Schnitt: Minze Tummescheit 
Musik: Felicitas Heck 
Performance: Eszter Salamon
Dauer: 37 Minuten

Sommerspiele (2023)
Kamera: Marie Zahir 
Schnitt: Minze Tummescheit 
Performance & Stimme: Eszter Salamon
Dauer: 26 Minuten

MEHR VON Eszter Salamon