William Kentridge (US/EU/ZA)
The Great Yes, The Great No

© Stella Olivier

Wirklichkeit und Fiktion mischen sich auf dem Seeweg von Europa nach Martinique. „Wir nutzen ein Narrenschiff“, verrät William Kentridge, um „Fragen sprudeln zu lassen und Antworten zu finden.“ Für sein neues Bühnenwerk hat der südafrikanische Künstler und Regisseur den Charon angeheuert, den Fährmann aus der griechischen Unterwelt. Zu seinen Passagier*innen zählen Berühmtheiten wie die Schriftstellerin Anna Seghers, der Surrealist André Breton oder der Anthropologe Claude Lévi-Strauss. Diese hatten sich 1941 tatsächlich in Marseille eingeschifft, um dem Vichy-Regime zu entfliehen, das mit den Nationalsozialisten kooperierte. Doch Kentridge geht über die historischen Fakten hinaus und lässt weitere Passagier*innen an Bord holen, darunter Frida Kahlo, Josephine Baker und Joséphine Bonaparte, aber auch Stalin und die Gründer*innen der Pariser Négritude-Bewegung Aimé Césaire und die Schwestern Nardal. Kentridges unverwechselbarer Ästhetik fließt in eine surreal-realistische Kammeroper mit Tanz, Film, Oratorium und Schauspiel, aus der die Krisen von heute blitzen.

Österreichische Erstaufführung

Dauer: 85 Min
Preise: 8 / 14 / 26 / 45 / 58 / 72 / 92 Euro
Ermäßigt: 6 / 11 / 22 / 38 / 49 / 61 / 78 Euro

In englischer und französischer Sprache sowie in den Sprachen isiSwati, isiZulu, isiXhosa, Setswana, Xitsonga und Sepedi mit deutschen Übertiteln.
Diese Performance enthält helle Lichteffekte.
Empfohlen ab 10 Jahren.
16.7.2024, 21:00
Burgtheater
Tickets
18.7.2024, 19:00
Burgtheater
Tickets
© Stella Olivier
© Stella Olivier
© Stella Olivier
© Stella Olivier
© Stella Olivier
© Stella Olivier
24_WilliamKentridge_TheGreatYesTheGreatNo_c_StellaOlivier_24.jpg
© Stella Olivier
24_WilliamKentridge_TheGreatYesTheGreatNo_c_StellaOlivier_24.jpg
© Stella Olivier
24_WilliamKentridge_TheGreatYesTheGreatNo_c_StellaOlivier_24.jpg
© Stella Olivier

CREDITS

Konzept und Regie: William Kentridge
Regieassistenz: Nhlanhla Mahlangu and Phala O. Phala
Performance: Xolisile Bongwana, Hamilton Dhlamini, William Harding, Tony Miyambo, Nancy Nkusi und Luc de Wit
Tanz: Thulani Chauke, Teresa Phuti Mojela
Chor: Anathi Conjwa, Asanda Hanabe, Zandile Hlatshwayo, Khokho Madlala, Nokuthula Magubane, Mapule Moloi und Nomathamsanqa Ngoma
Live-Musik: Marika Hughes (Cello), Nathan Koci (Akkordion und Banjo), Tlale Makhene (Percussion) und Thandi Ntuli (Klavier)
Chorkomposition: Nhlanhla Mahlangu
Musikalische Leitung: Tlale Makhene
Dramartugie: Mwenya Kabwe
Kostüme: Greta Goiris
Bühnenbild: Sabine Theunissen
Licht: Urs Schönebaum und Elena Gui
Schnitt und Compositing (Projektionen): Žana Marović, Janus Fouché und Joshua Trappler
Kamera: Duško Marović
Video: Kim Gunning
Musikalisches Arrangement: Nathan Koci
Produktion: THE OFFICE performing arts + film
Ko-Produktion: Les Théâtres de la Ville de Luxembourg (LU) und Ruhrfestspiele Recklinghausen (DE)

Ein Projekt des Centre for the Less Good Idea, Johannesburg (ZA), Touring in Zusammenarbeit mit Quaternaire, Paris (FR)

Commission: LUMA Foundation, Arles (FR)
Ko-Commission: Adrienne Arsht Center for the Performing Arts, Miami (US), CAL Performances, Berkeley (US), und Centre D’art Battat, Montreal (CA)

Maßgeblich unterstützt wurde die Entwicklung von The Great Yes, The Great No durch das Brown Arts Institute der Brown University (US).

The Great Yes, The Great No wurde im Rahmen einer Residency des Centre for the Less Good Idea, Johannesburg (ZA), und der LUMA Foundation, Zürich (CH), entwickelt. Zur Premiere kam es in Zusammenarbeit mit dem Festival d’Aix-en-Provence (FR).