Acht gutaussende Herren mit einwandfreiem Auftreten. Sie sind Businessmenschen und –Männer. In „Le coq est mort“ mimen die schwarzen Tänzer der senegalesischen Compagnie Jant-Bi maskulines Gruppenverhalten, virile Spiele, Regeln und hierarchische Hackordnungen. Und das unter der Regie einer weißen Frau: der Choreografin Susanne Linke. Germaine Acogny, die Grande Dame des afrikanischen Tanzes, hatte die deutsche Künstlerin (bei ImPulsTanz ’99) mit dem israelischen Choreografen Avi Kaiser eingeladen, in Dakar einen Workshop mit afrikanischen Tänzern zu geben. Aus dieser Basisarbeit entstand 1999 eine in Improvisationen entwickelte Performance, in der aus glatten, überkompatiblen Businessmännern instinktgetriebene archaische Figuren werden. Ein kontroversielles Stück, in dem sich die Dynamik des afrikanischen Tanzes it der strengen Struktur des deutschen Tanztheaters paart.
Spielort:
MQ – Halle E
Termine:
31. Juli 2001, 21:00
02. August 2001, 21:00