Eine Frau, eine Badewanne, ein Handtuch, Musik von Satie. Susanne Linke umkreist die Wanne, lässt ihr Tuch über die Emaille gleiten, sie entfernt sich und kehrt als Traumgestalt wieder. Während des solos „Im Bade Wannen“ spricht der Körper der Tänzerin von der eigenen Person, von Gefühlen und Ängsten, von Hoffnungen und Wünschen. ImPulsTanz zeigt neben dieser Arbeit noch ein weiteres Solo aus Linkes Repertoire, „Flut“: Ein blauer Stoffstreifen spült die Darstellerin auf die Bühne. Im – akustischen – Hintergrund probst Pablo Casals als Dirigent Gabriel Faures’ „Elegie für Cello und Orchester“, während der blaue Streifen zu einem wogenden, wirbelnden Gewässer anwäschst.
Ein Sofa, Ort der Rast, der Erinnerung und der Geselligkeit, ein Platz für Liebe, Entspannung oder Schmerzen. In Reinhild Hoffmanns „Solo mit Sofa“ trägt dieses Möbel einen Überzug, und es bindet eine Frau an sich. Eine Szene wie aus einem beunruhigenden Traum.
„Begrenzung“, sagt Hoffmann, „habe ich immer als eine Herausforderung empfunden, nicht als etwas Negatives.“ Und so entstehen zur Musik von John Cage Befreiungsversuche, Szenen des Innehaltens, des beinahe Verschmelzens, höchster Anspannung und tiefster Selbstvergessenheit, die Reinhild Hoffmann mit überlegener Körperbeherrschung intensiv und konzentriert darzustellen vermag. Auch „Vier“ (Musik: György Ligeti) thematisiert das Phänomen Begrenzung.
Spielort:
Volkstheater
Termine:
01. August 2001, 21:00