Liquid Loft / PHACE (AT)
coal mine birds – Aus der Serie Soirée Dansante

Special
Liquid Loft / PHACE "coal mine birds" © Chris Haring

Musiktheater jenseits gegenwärtiger Opernmodelle wird in coal mine birds geboten: eine von zehn Performer*innen und fünf Musikkräften auf der Bühne gebotene Choreografie als verfremdete Nachstellung einstiger Ballsituationen, in dem das Publikum eine stage-on-stage betritt, als skulpturales Umfeld in die Ereignisse gewissermaßen mit einbezogen wird. Sechs zeitgenössische Kompositionen sollen live gespielt, Werke von Simon Steen Andersen, Alessandro Baticci, Jerome Combier, François Sarhan, Agata Zubel und dem Liquid-Loft-Klangvirtuosen Andreas Berger von einem PHACE-Quintett intoniert werden: Musik, die Historisches aktualisiert, um Künftiges zu projizieren. So zeichnet sich ein installativer Tanzabend als geisterhafte Variation eines Balls ab, in dem Maßnahmen gegen die Einsamkeit gesetzt werden, dem ersehnten Rausch, der Entgrenzung entgegen. Körper und Objekte werden zu Hybridwesen fusioniert, ungeahnt erstehend, um wieder zu zerfallen, ohne Stabilität, wie eine durch die Synapsen blitzende Idee, wie eine dringende Erinnerung oder eine Utopie, die keinen langfristigen Bestand haben kann.

Wenn ihr Lied verstummte, bestand Lebensgefahr. Kanarienvögel wurden ab den 1890er-Jahren von Grubenarbeitern in die Minen mitgenommen, um Kohlenmonoxid und andere Giftgase aufzuspüren: Wenn der Vogel unter Tag in seinem Käfig umfiel, war dies ein unmissverständliches Signal für die Bergleute, die Mine eiligst zu verlassen. Der Begriff „Canary in the coal mine“ ist seither zu einer vielgenutzten Metapher geworden: Sie meint den sprichwörtlichen Hiobsboten, den frühen Warner vor noch unsichtbaren Risiken.

Auf den Kanarienvogel im Kohlebergwerk spielen nun auch Liquid Loft und PHACE, das Ensemble für Neue Musik an, die ihre laufende Serie Soirée Dansante im Wiener Odeon fortsetzen. Der Titel ihrer jüngsten Zusammenarbeit, coal mine birds, gilt all jenen, die das Ungewisse der nahen Zukunft und deren Bedrohungen genauer erahnen, sogar am eigenen Leib spüren können als die meisten ihrer Mitmenschen – all jenen beispielsweise, die heute Kunst herstellen, um vom Morgen zu berichten, als Indikatoren und Seismografen der sozialen, politischen und ökologischen Umbrüche, die uns noch blühen werden. Im antiken Griechenland ließ sich übrigens auch Pythia, die erste Priesterin des Orakels von Delphi, durch aus der Erde tretende Gase in Trance versetzen, ehe sie ihre Prophezeiungen wagte.

Uraufführung

Dauer: 60 Min
Preis: 32 Euro
Ermäßigt: 27 Euro

Tickets sind online, telefonisch unter +43 1 235 00 22 und an den Abendkassen (eine Stunde vor Vorstellungsbeginn) erhältlich. Bei Fragen erreichen Sie unseren Kundenservice auch via ticketservice@impulstanz.com.

Informationen zu Ticketermäßigungen und Barrierefreiheit finden Sie weiter unten auf dieser Seite.
16.10.2025, 20:00
Odeon
17.10.2025, 20:00
Odeon
18.10.2025, 20:00
Odeon
Liquid Loft / PHACE "coal mine birds" © Michael Loitzenbauer
Liquid Loft / PHACE "coal mine birds" © Judith Thaler
Liquid Loft / PHACE "coal mine birds" © Michael Loitzenbauer
Liquid Loft / PHACE "coal mine birds" © Michael Loitzenbauer
Liquid Loft / PHACE "coal mine birds" © Michael Loitzenbauer
Liquid Loft / PHACE "coal mine birds" © Chris Haring
Liquid Loft / PHACE "coal mine birds" © Chris Haring
Liquid Loft / PHACE "coal mine birds" © Judith Thaler
Liquid Loft / PHACE – coal mine birds – Aus der Serie Soirée Dansante

 

Spielstätte & Barrierefreiheit:

Odeon 
Taborstraße 10, 1020 Vienna
U1, U4, Tram 1: Schwedenplatz; Tram 2: Gredlerstraße

Der stufenlose Zugang zum Theater erfolgt über den Nebeneingang Stiege II (Große Mohrengasse 5, 1020 Wien) und über einen Lift in das 1. OG (dieser ist 102cm breit und 88cm tief, die Tür ist 75cm breit). Der Zugang zum Saal erfolgt mittels Treppenlift über drei Stufen vom 1. Obergeschoß bis Saalniveau. Ein barrierefreies WC ist vorhanden.

Parken Odeon
Ein Behindertenstellplatz ist in der Lilienbrunngasse 7–9, 1020 Wien vorhanden (Mo – Fr 9:30–21:00), Entfernung ca. 350 Meter vom Eingang. Weitere Behindertenstellplätze sind in der Garage Lilienbrunngasse verfügbar, ca. 350 Meter vom Eingang entfernt, Einfahrt über Lilienbrunngasse 6–12, 1020 Wien.

Ticket-Ermäßigungen:

Schüler*innen, Auszubildende, Präsenz- und Zivildienstleistende sowie Studierende (unter 27) und Personen ab 60erhalten Performance-Tickets der ermäßigten Preiskategorie (ca. –15 %) online und telefonisch unter +43.1.235 00 22. Beim Vorstellungsbesuch ist der jeweilige Berechtigungsausweis gemeinsam mit der Eintrittskarte am Einlass vorzuweisen. Rabatte können nicht rückwirkend geltend gemacht werden.

Rollstuhlfahrer*innen/Begleitpersonen
erhalten für sich und eine Begleitperson Rollstuhlplätze für € 11,- /Ticket (65 % ermäßigt) nach telefonischer Vorreservierung unter +43.1.235 00 22 bzw. via E-Mail: ticketservice@impulstanz.com (bis spätestens drei Tage vor der Vorstellung). Die Ermäßigung ist nicht mit anderen Rabatten oder Aktionen kombinierbar.

Inhaber*innen eines Behindertenpasses
Personen mit einem Grad der Behinderung von 50 % oder mehr erhalten gegen Vorlage ihres Behindertenpasses 65 % Ermäßigung beim Kauf von Tickets: Die gewünschten Karten können per E-Mail mit Scan des Berechtigungsausweises reserviert und anschließend bezahlt werden: ticketservice@impulstanz.com. Eine Ermäßigung für eine Begleitperson kann nur gewährt werden, wenn diese im Ausweis angeführt ist. Die Ermäßigung ist nicht mit anderen Rabatten oder Aktionen kombinierbar. Beim Vorstellungsbesuch ist der jeweilige Berechtigungsausweis gemeinsam mit der Eintrittskarte am Einlass vorzuweisen.

Besitzer*innen der Ö1 Club-Karte oder der Ö1 Intro-Karte
erhalten pro Produktion für bis zu zwei Personen 10 % Ermäßigung auf die jeweilige Preiskategorie (online im Ticketwarenkorb, nach Auswahl der Sitzplätze, erhältlich). Bei Produktionen mit mehreren Spielterminen gilt die Ermäßigung nur für einen Spieltermin. Eine Kombination mit weiteren Aktionen (z. B. dem Early-Bird-Special) oder Ermäßigungen ist nicht möglich. 

Raiffeisenbank-Kontoinhaber*innen
aus Wien oder Niederösterreich erhalten an den Tageskassen, im Callcenter und im Internet (Rabattierung erst im Warenkorb bei der Buchungszusammenfassung ersichtlich) pro Produktion für bis zu zwei Personen 10 % Ermäßigung auf die jeweilige Preiskategorie. Am Einlass ist die Raiffeisenbank-Bankomatkarte vorzuweisen.

Bitte beachten Sie, dass alle Ermäßigungen und Rabatte nicht rückwirkend und nicht an den Abendkassen geltend gemacht werden können.

CREDITS

Tanz und Choreografie: Katharina Meves, Dante Murillo, Ida Osten, Verena Herterich, Livia Khazanehdari, François-Eloi Lavignac, Hannah Timbrell, Coralie Bénard, Jackson Carroll, Cristina Commisso

Künstlerische Leitung und Choreografie: Chris Haring

Komposition und Soundkonzept: Andreas Berger
Licht Design und Scenografie: Thomas Jelinek
Company Management: Cornelia Lehner
Produktion: Judith Thaler
Stage Management: Roman Harrer
Kostüme: Stefan Röhrle
Social Media: Valentina Diaz
Text: Stefan Grissemann

PHACE

Manuel Alcaraz Clemente (Schlagwerk), Alexandra Dienz (Kontrabass), Mathilde Hoursiangou (Klavier/ Keyboard), Walter Seebacher (Klarinette(n)) und Roland Schueler (Cello)
Künstlerische Leitung: Reinhard Fuchs
Produktion: Markus Bruckner
PR & Social Media: Michael Eder 

Komponist*innen: Simon Steen Andersen, Alessandro Baticci, Andreas Berger, Jérôme Combier, François Sarhan und Agata Zubel

PASST DAZU