ImPulsTanz 2021: Eine Parade an Erstaufführungen und Klassikern

© Martin Argyroglo
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Mit Meg Stuart kündigt sich eine weitere internationale Starchoreografin bei ImPulsTanz 2021 an. Mit gleich zwei Stücken wird sie im frisch renovierten Volkstheater zu Gast sein: Für ihr neuestes Werk CASCADE holt sie sich den Theatermacher Philippe Quesne an die Seite, der eine fantastische Bühnenwelt kreiert, in denen sieben Tänzer*innen sich einem rhythmisch komplexen Spiel aus Verweigerung und Fürsorge hingeben. Das zuletzt 2011 in Wien zu sehende Stück VIOLET kehrt nun nach zehn Jahren erneut in die Bundeshauptstadt zurück. Fünf Tänzer*innen bewegen sich in einem Kontinuum ohne Stillstand, einem Strudel aus energetischen Mustern, getrieben durch den beeindruckenden Live-Sound von Brendan Dougherty. Ebenfalls zehn Jahre später nimmt Alain Platel sein Stück Gardenia wieder auf, um bei ImPulsTanz die Uraufführung dieser neuen Version zu feiern. Wieder mit dabei sind der Musiker Frank Van Laecke und der Komponist Steven Prengels sowie acht der neun Darsteller*innen der Originalbesetzung. Sie tauchen tief in ihre persönlichen, turbulenten Geschichten ein und verweben sie mit Tanz, Theater und Musik zu einer gemeinsamen. Bereits zwei Mal war es bei ImPulsTanz zu sehen (2006 und 2009), aber es scheint so aktuell wie nie zu vor: Maguy Marins Umwelt. In dem [ImPulsTanz Classic] präsentiert sie eine unbequeme choreografische Reflexion über Macht, Religion, Liebe und die Gefährdung unseres Planeten – kompromisslos und kühn. Einen weiteren [ImPulsTanz Classic] bringt Marco Berrettini mit seiner lakonisch-frechen Abrechnung mit der Gesellschaft des Spektakels – No Paraderan – mit.

Noch eine Wiederaufnahme wird im Leopold Museum, das für den gesamten Festivalzeitraum eine Etage dem Tanz und der Performance überlässt, zu sehen sein: unsichtbarst2 der Schweizer Choreografin Anna Huber. Zwanzig Jahre nach der Uraufführung tanzt sie das äußerst erfolgreiche Solo unter neuen Perspektiven und untersucht den Blick auf einen sich wandelnden Körper. Daneben stellt die Südkoreanerin Geumhyung Jeong in unterschiedlichen performativen und installativen Werken dem Körper roboterhafte Puppen gegenüber. Auf der anderen Seite des MuseumsQuartiers, im mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, zeigt Tamara Alegre mit FIEBRE ihre feministische Antwort auf den Wiener Aktionismus, Astrit Ismaili (Teil der [8:tension] Young Choreographers’ Series) präsentiert die „Pop-Oper“ MISS und Mathias Ringgenberg aka PRICE führt mit Melodies are so far my best friend die Pop Art in das 21. Jahrhundert.

Zum Mitmachen animieren die über 180 Workshops und Research Projects im Wiener Arsenal. Sowohl Anfänger*innen als auch Profis kommen hier auf ihre Kosten: Archie Burnett führt in die Welt des Voguing, Ian Kaler und Stéphane Peeps Moun laden zum gemeinsamen zwei-wöchigen Forschen ein, Daybee Dorzile veranstaltet mit Kindern ab 11 Jahren einen Funktastic Jam, Fabiana Pastorini tanzt mit Menschen über 60 Jahren für eine bessere Gesundheit und Katharina Senk und Tanja Erhart setzen sich mit Ableismus und Behinderung auseinander. Weitere Kurse bieten u. a. Meg Stuart und Moriah Evans, Ismael Ivo, Jennifer Lacey, ATLAS-Coach Guy Cools und die danceWEB-Mentor*innen Anne Juren und Frédéric Gies.

Zudem findet von 8. Juli bis 15. August 2021 im Rahmen des Wiener Kultursommers erneut die überaus beliebte Workshop-Reihe Public Moves, powered by AK Wien, statt. Täglich können Menschen jeden Levels und Alters gratis an den Schnupperkursen teilnehmen – im Arkadenhof im Wiener Rathaus, auf der Donauinsel und auf der Kaiserwiese im Prater.

Buchungsstart der Workshops und Research Projects ist am 15. April. Der Vorverkauf für ausgewählte Produktionen startet mit 18. Mai, Tickets für alle weiteren Performances sind ab 15. Juni erhältlich.

 

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Date: 21.04.2021, 03:45 | Link: https://www.impulstanz.com/news/aid7260/
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