PROGRAMM
Die rumänische Choreografin Simona Deaconescu untersucht soziale Konstrukte und schlägt eine Brücke zwischen Fiktion und objektiver Realität. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit kritischen Szenarien des Körpers auseinander und spekuliert über dessen Rolle in vergangenen und zukünftigen Gesellschaften. Sie arbeitet oft im Kollektiv, entweder in interdisziplinären Gruppen oder in kreativen Duos. In ihrer Kunst trifft das Performative auf das Filmische in Räumen, in denen Natur, Geschichte und Technologie zusammenfließen, und erweitert den Begriff der Choreografie über den menschlichen Körper hinaus.
Sie studierte Choreografie an der Nationalen Universität für Theater und Film in Bukarest und Filmregie an der Media University of Romania. Sie hat ihre Arbeit in innovations- und forschungsbasierten Netzwerken wie Moving Digits, MODINA, biofriction und Forecast entwickelt und wurde zweimal als Aerowaves Artist (2018 und 2022) und einmal als Moving Balkan Artist (2025) ausgezeichnet.
2014 gründete Simona die Tangaj Collective, eine transdisziplinäre Produktionsfirma, die mit Künstler*innen und Forscher*innen zusammenarbeitet. Ihre Kreationen umfassen Performances, Installationen, Filme und Videos, die das Publikum auf dem Balkan, in Mittel- und Osteuropa, in der Region British Columbia in Kanada sowie in Mexiko und Madagaskar erreichten.
Da Simona es liebt, Tanz zu unterrichten, hat sie eines der beliebtesten Ausbildungsprogramme für zeitgenössischen Tanz für Laien in Bukarest entwickelt, das im Laufe der Zeit mehr als 3000 Teilnehmer*innen zählte und durch regelmäßige Workshops für Tanztechnik und interdisziplinäre Komposition für professionelle Tänzer*innen ergänzt wird.
16.04.2025