Alexander Vantournhout (BE)

Not Standing

BIOGRAFIE

Not Standing wurde von Choreograf Alexander Vantournhout gegründet.

Alexander Vantournhout, geboren 1989 in Brüssel, studierte Cyr Wheel und Jonglage an der ESAC (Ecole Supérieure des Arts du Cirque) und zeitgenössischen Tanz bei P.A.R.T.S. (Performing Arts Research and Training Studios) in Brüssel. Vantournhouts Bewegungssprache ist von unterschiedlichen Ausbildungsmethoden sowie Arbeitsumständen geprägt. Zwei Konstanten in seinem künstlerischen Schaffen sind die Suche nach dem kreativen und kinetischen Potenzial von körperlichen Grenzen sowie die Beziehung bzw. Grenze zwischen Performer*in und Objekt.

2014 wurde sein erstes Stück Caprices uraufgeführt, ein choreografisches Solo zur Musik von Sciarrino. Aneckxander (2015), ein zweites Solo, das er gemeinsam mit Bauke Lievens kreierte, gewann den CircusNext-Preis sowie den Preis für junges Theater und den Publikumspreis des Theater Aan Zee (Ostende, 2015) und des Aerowaves Network. Raphaël, eine zweite Kollaboration mit Bauke Lievens, folgte 2017.

2018 schuf Alexander Vantournhout La Rose en Céramique, ein Bewegungssolo, das das Theatersolo von Scali Delpeyrat beim Festival d’Avignon im selben Jahr begleitete. Kurz darauf erforschte Vantournhout die subtilen Dynamiken eines männlichen Quartetts in Red Haired Men. In SCREWS, das 2019 entstand, nahm Alexander Vantournhout das Publikum in Begleitung von vier Tanzakrobat*innen auf eine Reise sich aufeinander beziehender Mikro-Performances, die von kurzen Soli und Duetten bis hin zu Gruppenchoreografien reichten.

Mit Through the Grapevine (2020) kehrte Alexander Vantournhout – inspiriert von seiner früheren Arbeit Aneckxander (2015) – zur Form des Duetts zurück. In Contre-jour (2021) performte Alexander Vantournhout zum ersten Mal nicht selbst und überließ die Bühne einer Gruppe von fünf Performer*innen mit unterschiedlichem Hintergrund: Tanz, Musical, Theater, Zirkus, etc.

2022 feierte VanThorhout Premiere, ein Solo, in dem Alexander Vantournhout maskuline Stereotype mittels der mythologischen Figur des Thor hinterfragt. Darauf folgte im Sommer 2023 Foreshadow, eine Gruppenarbeit für acht Performer*innen, bei der eine Wand als Tanzpartnerin dient. Im Oktober 2024 zeigte er every_body, ein Duett über Alltagsbewegungen, und im Juni 2025 wurde erstmals das ortsspezifische Gruppenstück Frames vor Ort in Gent performt.

Aneckxander sowie SCREWS, Through the Grapevine, VanThorhout und Foreshadow wurden für das Het TheaterFestival ausgewählt, einen Preis für herausragende belgische Performances. Neben seinen Live-Performances hat Vantournhout zudem die Tanzfilme Screws & Stones (2019) und Snakearms (2021) gemacht, von denen letzterer Preise beim Het TheaterFestival, NY Segal Film Festival und Cinedans Festival Amsterdam gewann.

2025

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         Bart Grietens
© Bart Grietens

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