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Danny Willems
© Danny Willems

Anne Teresa De Keersmaeker (BE)

Rosas
Nach ihrem Studium an Maurice Béjarts Mudra School in Brüssel und dem Dance Department der NYU TISCH School of the Arts, begann die choreografische Karriere Anne Teresa De Keersmaekers mit "Fase, four movements to the music of Steve Reich" (1982). 1983 gründete sie anläßlich der bis heute gefeierten Produktion "Rosas danst Rosas" ihre Compagnie Rosas. Beide Arbeiten führten schlagartig zum internationalen Durchbruch und wurden seither vielfach wieder aufgeführt, zuletzt im Projekt "Early works" (2010). Von 1992 bis 2007 war De Keersmaeker Resident Choreographer an der Brüsseler Oper La Monnaie, wo eine beeindruckend vielfältige Reihe weltweit gezeigter Arbeiten entstand. 1995 gründeten Rosas und La Monnaie gemeinsam das internationale Ausbildungsprojekt P.A.R.T.S., die „Performing Arts Research and Training Studios“. Mittlerweile halten unzählige Absolvent_innen dieses vierjährigen Programms starke und einflussreiche Positionen als Tänzer_innen und Choreograf_ innen in Europa und darüber hinaus. Von Beginn an stand die Beziehung zwischen Tanz und Musik im Zentrum von Anne Teresa De Keersmaekers Choreografien. Sie arbeitete mit Kompositionen aus dem späten Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert, brachte Werke von George Benjamin, Toshio Hosokawa und Thierry De Mey zur Uraufführung und arbeitete mit den verschiedensten Ensembles und Musker_innen. Zudem beschäftigte sie sich mit unterschiedlichsten Genres wie Jazz, traditioneller Indischer Musik und Popmusik. Ihre große Nähe zu den Kompositionen von Steve Reich beweist sich in zahlreichen ihrer Arbeiten, darunter "Fase" (1982), "Drumming" (1998) und "Rain" (2001). De Keersmaekers Choreografien zeugen von der sich ständig weiter entwickelnden Beziehung zwischen ihrem höchst präzisen Verständnis kompositorischer Architekturen und betonter Sensibilität oder Theatralität. Diese einzigartige Handschrift wurde mit unzählbaren Preisen ausgezeichnet, darunter 2011 mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien, überreicht von Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny im Wiener Odeon. De Keersmaeker hat die Grenzen des reinen Tanzes vielfach überschritten. Sie hat die Verbindungen von Tanz und Text ausgelotet, wie in "Kassandra, speaking in twelve voices" (2004), "I said I" (1999) oder "In Real Time" (2000). Sie führte Regie bei den Opern "Duke Blue-beard’s castle" von Bela Bartók (1998) und "Hanjo" von Toshio Hosokawa (2004). Zahlreiche ihrer Arbeiten wurden zur Grundlage eigenständiger Tanzfilme in der Regie von u. a. Thierry De Mey, Peter Greenaway und De Keersmaeker selbst. In den letzten Jahren beschäftigte sie sich intensiv mit der Reflexion und Verfeinerung der zentralen Parameter ihres choreografischen Schaffens. Die enge Zusammenarbeit mit Künstler_innen wie Alain Franco (in "Zeitung", 2008), Ann Veronica Janssens ("Keeping Still part 1", 2008; "The Song", 2009; "Cesena", 2011), Michel François ("The Song" und "En Atendant", 2010), Jérôme Bel ("3Abschied", 2010) und Björn Schmelzer ("Cesena", 2011) brachte sie dazu, erneut die Grundelemente des Tanzes bloßzulegen und zu überdenken: Zeit und Raum, den Körper und seine Stimme, sein Bewegungspotential und seine Beziehung zur Welt. Im Jahr 2013 kehrte De Keersmaeker zur Musik von Bach zurück, live performed in "Partita 2", einem Duett mit Boris Charmatz. Ebenfalls 2013 erarbeitete sie "Vortex Temporum" zu dem gleichnamigen Stück spektraler Musik aus dem Jahr 1996, komponiert von Gérard Grisey. Hier erreichte ihre künstlerische Neigung, Bewegungen nach musikalischen Partituren zu choreografieren ein neues Level an Perfektion und Raffinesse. "Vortex Temporum" setzt die Rosas-Tänzer_innen und die Live Musiker_innen von Ictus eins-zu-eins ins Verhältnis und erschafft so einen äußerst präzisen Dialog zwischen Choreografie und Musik. 2015 entstand unter dem Titel "Work/Travail/Arbeid" eine adaptierte durational Version für ein Ausstellungsformat für WIELS in Brüssel, sowie die Rosas-Uraufführung von "Golden Hours (As you like it)". Hier diente zum ersten Mal ein Text (Shakespeares "As You Like It") als Partitur für die Bewegung, sodass die Musik (Brian Enos 1975er Album "Another Green World") sich von ihrer Rolle als straffer Rahmengeberin zurückziehen konnte und vielmehr zu einer sanften Umgebung wird. Im selben Jahr setzte Anne Teresa De Keersmaeker ihre Beschäftigung mit der Beziehung zwischen Text und Bewegung in "Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke" fort. Das Stück basiert auf dem gleichnamigen Text von Rainer Maria Rilke. Zu Beginn des Jahres 2017 führte sie auf Einladung der Pariser Oper Regie bei Mozarts "Così fan tutte".
Performances
2008
Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas & Ictus Ensemble
Steve Reich Evening
in Kooperation mit dem Theater an der Wien (Choreographer)
2008
Anne Teresa De Keersmaeker & Rosas
Keeping Still
in Kooperation mit der Sommerszene Salzburg (Choreographer, Dancer)
1998
Anne Teresa De Keersmaeker & Rosas
Fase (Choreographer)
Workshops
2009: Master Class (nur am 26.07)
ImPulsTanz Special
Buchpräsentation
LinkTipps
rosas

GOOD TO KNOW

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Date: 16.06.2019, 09:32 | Link: https://www.impulstanz.com/archive/artistbios/id798/