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Aldo Giannotti
© Aldo Giannotti

Aldo Giannotti (AT/IT)

In der künstlerischen Praxis des in Wien lebenden, italienischen Künstlers Aldo Giannotti spielt die Zeichnung als vortreffliches Instrument zur Vermittlung sozialplastischer Inhalte eine zentrale Rolle. Sie hilft ihm dabei, eine Idee zu „entkleiden“ und somit ihre möglichst pointierte Formulierung zu gewinnen, welche die Gestalt einer knappen Aussage oder einer ungelösten Frage, einer geistreichen Bemerkung oder eines entwaffnenden Witzes annehmen kann. Diese Strategie erlaubt Giannotti, mit einem breiten Spektrum an komplexen Themen umzugehen, ohne dabei jemals belehrend oder prätentiös zu sein: von Kulturidentitäten zu Verwandtschaftsstrukturen, von der Verteilung der Machtverhältnisse innerhalb einer gegebenen Gemeinschaft bis hin zum prekären Gleichgewicht des Finanzsystems sowie des Kunstsystems selbst.

Die konzeptuelle Tragweite von Giannottis Werk erschließt sich jedoch erst aus dem Übergang von der unmittelbaren Visualisierung einer Idee zu ihrer performativen Ausführung. In der Tat dienen seine Zeichnungen oft als Anweisungen, welche den Umfang perfomativer Handlungen, an denen sowohl der Künstler als auch sein Publikum beteiligt sind, abgrenzen. Dadurch werden virtuelle Konzepte in die raue Oberfläche des Realen eingebettet und auf Widerständigkeit und Potential geprüft. Die Ergebnisse einer solchen performativen Untersuchung werden dann in einer Vielfalt an Medien wie Fotografie, Video, Installation und Skulptur präsentiert.

Giannottis Interesse gilt der Wechselbeziehung zwischen physischem und symbolischem Raum. Diesem liegt die Vorstellung zugrunde, dass eine intime Verknüpfung besteht zwischen der Anordnung des Raumes und der Neigung, sich in diesem auf eine bestimmte Art und Weise zu verhalten. Durch die Veränderung jener ‘räumlichen Veranlagungen’, welche den physischen Raum zu einem Bedeutungssystem machen, bewirkt der Künstler eine erhebliche Verschiebung in der Interaktion von Individuen mit ihrer Umwelt und erkundet damit die Struktur und Funktionsweise des sozialen Raums.
Im Übergang von einem Bedeutungssystem zum anderen lässt Giannotti jene Spielregeln, die normalerweise als natürlich wahrgenommen werden, in ihrer Kontingenz und Veränderbarkeit als ‘Kulturgegebenheiten’ erscheinen. Dadurch kann die Repräsentation wirklicher Möglichkeiten Platz schaffen für die Präsentation neuer, möglicher Wirklichkeiten.

Letztes Update der Biografie: 30.05.2016

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Date: 23.01.2022, 13:22 | Link: https://www.impulstanz.com/archive/artistbios/id1544/
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