You are using an unsupported browser, so some features may not work. Please upgrade to a modern browser
Ihr Webbrowser ist veraltet und wird leider nicht in vollem Umfang unterstützt.

Abschiedsschmerz

Audience Speed Dating mit mir selbst nach Danza y Frontera von Amanda Piña bzw. nach drei Wochen Festival, 01.08.2019.

Ich gehe schlafen. Wobei ich mich ein bisschen wie eine Spielverderberin fühle. Eigentlich gehört es bei ImPulsTanz dazu, einen vollen Monat ohne Schlaf auszukommen, oder höchstens mal im Theater, auf dem Sofa in der Lounge oder in einem Workshop einzuschlafen. Wenn jemand laut schläft, verlagert sich der Workshop dann in die andere Ecke des Raums. Zu den Workshopschläfer_innen gehöre ich noch nicht, aber ich glaube, ich habe in diesem Jahr meinen Kurze-Nächte-Rekord aufgestellt. Jetzt muss ich zurück nach Berlin, und es ist, trotz Abschiedsschmerz, ein guter Moment:

Das Gewitter gestern, die riesige Geburtstagstorte für die Lebendlegende Storm – den Pionier der Begegnung von HipHop und zeitgenössischem Tanz im deutschsprachigen Raum – und zwei starke Aufführungen, die sowohl Profis als auch Publikum begeistert haben: The Sea Within von Lisbeth Gruwez, worüber Matteo Graziano im letzten Post gesprochen hat, und Danza y Frontera von Amanda Piña – ein Stück, das noch viele Fragen zu Fetischismus und der Übersetzung von Macht- und Gewalt- in choreografische Strukturen offen lässt, das aber perfekt funktioniert in der Art, wie es einen Tanz dekonstruiert und Stück für Stück wieder aufbaut. Von Anfang an ist die Energie des Ganzen so präsent ist, dass ich vor Spannung kaum geatmet habe.

Ab jetzt übernimmt meine Kollegin Gianna Virginia Prein die Audience Speed Datings. Außerdem werden nach Amrita Hepi auch noch zwei weitere danceWEB-Künstler_innen eine Reflektion beisteuern. In diesem Jahr habe ich generell mehr Künstler_innen in die One Minutes Stories einbezogen. Ich denke, gerade die Gegenüberstellung, wie Profis und nicht-professionelle Publikumsgäste auf Gesehenes reagieren, ist für alle Seiten ein interessanter Abgleich. Allen möchte ich ganz herzlich für das Vertrauen und die tollen Gespräche danken, die oft nach Ende der Aufnahme oder bei der nächsten Begegnung noch weiter gingen. Ich habe viele Perspektiven auf Leben, Kunst und (österreichische) Politik kennengelernt. Oft schon dachte ich im Zusammenhang meines Jobs als Journalistin, dass Applaus eigentlich ein zu brachiales Ausdrucksmittel ist, um etwas über das Publikum auszusagen. Es hat mich sehr inspiriert, hinter die Wand des Applauses zu gucken!

Bleibt noch schön wach!
Ihre und Eure Astrid Kaminski

 

GOOD TO KNOW

© Karolina Miernik

Fesche Goodies der letzten Festival-Ausgaben ab jetzt HIER

© ImPulsTanz

Alles über unsere vorangegangenen Festivals finden Sie HIER

Dancer: Helmut Fixl © Johanna Figl

Sneak previews auf unsere aktuellen Performances, oder sweet Memories vergangener Workshops und Festival-Events sehen Sie hier. MORE

© ImPulsTanz - All rights reserved
Date: 19.09.2019, 11:03 | Link: https://www.impulstanz.com/archive/aid6664/