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Zucker

Audience Speed Dating mit Rosa nach put your heart under your feet ... and walk! von Steven Cohen, 21.07.2019

Ich wurde im Vorhinein gewarnt: Wer sich put your heart under your feet ... and walk! anschaut, dürfe nicht aus Zucker sein.
Die Tierszenen, bei denen einige hinausgegangen sind, kenne ich aus dem Fernsehen. Vor 20 Jahren hätte mich das anders betroffen. Früher konnte ich zum Beispiel auch keine Operationen  im Fernsehen anschauen. Heute sehe ich das als Teil des Lebens. Es ist nicht schön anzuschauen, aber ich bin offensichtlich nicht mehr aus Zucker.

Je mehr man sich bewusst mit Dingen auseinander setzt, desto mehr kann man ertragen?
Und verstehen. Das Leben lehrt einen, bestimmte Dinge besser zu verstehen. Früher hätte ich es nicht gekonnt. Aber ich habe einen langen persönlichen Leidensweg hinter mir, sehr viele Aufenthalte in Krankenhäusern, ich habe viel gesehen und erlebt, so dass der Abend heute verhältnismäßig harmlos für mich war. Dennoch schaue ich mir ein Stück ja nicht nur an, um es auszuhalten, sondern um meine Gedanken und Gefühle daran zu reflektieren und im Blick darauf wieder ein Stückchen weiter zu kommen.

Sie haben die per Video eingespielten Tierszenen schon angesprochen. Dazu gehört auch, dass der Künstler im Blut geschlachteter Rinder badet: Sehen Sie diese Brutalität der Bildsprache als Metapher für den unsäglichen Schmerz der Trauer, der dem Performer durch den Verlust seines Lebensgefährten widerfährt? Oder als eigene Aussage?
Sicher wollen einige Leute nach diesem Abend vegetarisch oder vegan werden. Ich werde meinen Fleischkonsum vielleicht weiter reduzieren. Für den unsäglichen Schmerz der Trauer und des Verlustes bräuchte es für mich dagegen keine Bilder der Schlachtung von Tieren. Der Schlachthof mag ein Bild für die Vergänglichkeit des Lebens sein, aber ich könnte das auch ohne diese Bilder nachfühlen. Wenn das für den Künstler wichtig ist, akzeptiere ich das, würde es aber dennoch gerne besser verstehen.
 

 

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Date: 19.09.2019, 10:59 | Link: https://www.impulstanz.com/archive/aid6564/