ARCHIV

SUCHBEGRIFF
KATEGORIEN
JAHR
 
 

WORKSHOPS 2021

Helmut Vogt
© Helmut Vogt

Germaine Acogny & Alesandra Seutin

Germaine Acogny Technique



Germaine Acognys Unterricht hat seine Wurzeln in ihrer spezifischen Technik von modernem afrikanischen Tanz – eine Mischung aus traditionellen westafrikanischen Tänzen (Sahel und Waldgegend) und westlichen Formen des zeitgenössischen Tanzes. Diese Technik ist vergleichbar mit westlichen Techniken wie Graham oder Limon. Sie ist verwurzelt in der Idee, dass afrikanische Tänze in einem kontinuierlichem Dialog mit dem Kosmos stehen.



Germaine arbeitet viel mit Improvisationstechniken und trainiert afrikanische Tänzer*innen auf eine Art und Weise, die sie ermutigt, ihren eigenen Weg zu finden, indem sie ihre traditionellen Tänze in zeitgenössische Ausdrucksformen gießen.



In Übereinstimmung mit Trommler*innen und Schlagzeuger*innen lädt sie in ihr Universum des „Body in Joy“ durch ihre Technik mit sensibler Virtuosität ein. Sie konzentriert sich auf Wirbelbewegungen, da sie die Wirbelsäule als Schlange oder Baum des Lebens betrachtet, und arbeitet somit auch viel mit „contractions“ (Kontraktionen), wellenförmigen Bewegungen, Zittern oder Vibrationen.



Viele ihrer Bewegungen sind von der Natur inspiriert, seien es Pflanzen oder Tiere oder aber auch Elemente des alltäglichen Lebens in Afrika. Sie sind präzise und klar definiert und zutiefst verbunden mit dem Aten. Die Bewegungen in Acognys Technik sind benannt nach symbolischen Naturbildern wie dem Fromager-Baum, der Seerose, oder Hirsch. Das Atmen und das tief Verwurzelt-Sein sind auch wichtige Bestandteile der Übungen, welche die Befreiung des Körpers, das Anders-Fühlen, das im Boden Verwurzelt-Sein und das vertikal Sich-Besser-Fühlen ermöglichen. Die Bewegungen sind auch dazu gedacht, das Tanzvokabular von Tänzer*innen zu erweitern.



Germaine Acognys Kurse bestehen aus drei Teilen:

- im Kreis oder im ganzen Raum aufwärmen (30 Minuten)

- im Stehen oder am Boden die verschiedenen Bewegungen der Technik kennenlernen (30 Minuten)

- die verschiedenen Bewegungen in Kombination ins Tanzen einfließen lassen (1 Stunde)



Sie fordert die Welt des westlichen Tanzes dazu auf, afrikanischen Tanz aufzunehmen und seine Fülle, Kraft und seine tellurische Stärke als neue Inspirationsquelle zu sehen.



Musikalische Begleitung

Tänzer*innen sollen möglichst wenig den Takt zählen, sie sollen viel eher den Musiker*innen zuhören, um den Rhythmus zu spüren und Stops und Beginn oder Wechsel zu erwarten. Musiker*innen sind mehr als nur begleitende Figuren; sie helfen uns „unsere Ohren zu öffnen“, unerwartete Bewegungsqualitäten zu inspirieren und somit zur Entwicklung der körperlichen Sprache beizutragen.



Sobald Teilnehmer*innen die Technik und Bewegungen aufgenommen haben, beginnt Germaine Acogny mit Improvisationen, in denen die erlernten Elemente mit eigenen Tänzen und Tanztraditionen verbunden werden können. Germaine Acognys Technik hilft den Tänzer*innen, die eigene Körpersprache aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen, zu analysieren und auf kreative Weisen zu verwenden. Ihre Arbeit hat einen starken Afrikabezug, öffnet sich aber zugleich auch dem ganzen Universum.



ArtistBio: Germaine Acogny
ArtistBio: Alesandra Seutin
Workshopübersicht 2021
Week3: 02. Aug - 06. Aug 2021

GOOD TO KNOW

© Karolin Miernik

Archiv

Alles über unsere vorangegangenen Festivals findest du HIER

Shop

Fesche Goodies und Workshop- & Performance-Gutscheine gibt es HIER

Public Moves 2020 © yako.one

Galerie

Sneak Previews auf unsere aktuellen Performances oder sweet Memories vergangener Workshops und Festival-Events findest du HIER.

© ImPulsTanz - All rights reserved
Date: 27.10.2021, 23:51 | Link: https://www.impulstanz.com/archive/2021/workshops/id4479/
NEWSLETTER ABONNIERENPROGRAMM BESTELLEN
© ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival