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WORKSHOPS 2017

Ian Douglas
© Ian Douglas

Miguel Gutierrez

I’m sitting on my aura


„... Politik ist eine Aktivität, die bereits in Bewegung ist. Sie wartet nicht darauf gezündet zu werden.“ – Randy Martin


Derzeit betrachte ich die Wege, in denen die Aktionen einer Gesellschaft von Individuen, eine Erfahrung von mehrwertigen, mehrschichtigen, instabilen und dynamischen Bedeutung(en) produzieren. Vielleicht ist das eine andere Möglichkeit, „Choreografie“ zu definieren. Ich denke, dass der Wert von heutiger Choreografie ein Rahmen für den Einsatz von Unterschieden in einer Zeit der zunehmenden Ängste sein kann. Diese Fragen und Recherchen möchte ich im Rahmen dieses Workshops teilen.


In meinen bisherigen Erkundungen bin ich auf Improvisationsstrategien und Bewegungsrecherchen zurückgekommen, die ich früher in meiner Karriere verwendet habe, sowie einige, die ich über die Jahre beibehalten habe. Ich erforsche, wie Körper Energien und Identität in Nähe und Distanz zueinander erleben. Immer wieder kehre ich zu einer Kinetik zurück, die insistierend und multidirektional ist, unzufrieden mit ihren eigenen Ergebnissen und Repräsentationen. Allerdings überlagere ich jetzt diese Ansätze mit einem Wissen, das ich aus jahrelangen Studien der Somatik, queerer Theorie und Theorien über Wahrnehmung angehäuft habe. Sprache – ein Element meiner Arbeit seit vielen Jahren – kommt zum Vorschein seit ich wesentlich fragmentierter tanze als zuvor. Außerdem spiele ich mit einigen grundlegenden Beleuchtungselementen, mit besonderem Augenmerk auf die qualitativen Unterschiede zwischen fluoreszierenden und glühenden (Glühdraht) Leuchten.

Ich interessiere mich für das Tanzen in halber bzw. in der Nähe von Dunkelheit und genieße dabei die Eigenschaft, den Akt des Sehens zu durchkreuzen, während Geheimnis und Sexualität angedeutet werden. Kleidung fällt des Öfteren. Es ist, als ob ich meinen Körper oder den Körper von anderen durch den Akt des Tanzens, entdecke und dann „wieder-bedecke“. Ich interessiere mich für eine Vielfalt an Tänzer_innen. Ich mag die Erotik, die beim Teilen von Raum mit anderen Menschen entsteht sowie die Aufregung und Traurigkeit, die man fühlt, wenn Menschen erscheinen oder verschwinden.


Ich frage mich, ob es möglich ist, die tanzhistorische Kategorie der „Abstraktion“ aus ihrer Geschichte als Werkzeug der Weißheit zu entreißen. Damit meine ich das traditionell in den Vereinigten Staaten, weiße Choreograf_innen das Wort Abstraktion verwendet haben, um sich auf irgendeine Art von identitätsloser Poesie von Körpern und Bewegungen zu beziehen, was irgendwie „purer“ oder „neutraler“ als „inhaltsbasierte“ Bewegung oder Arbeit zu sein scheint. Ich lehne diese Definition ab, aber ich sehe auch, dass meine Geschichte als Latino-Tänzer / Choreograf oft über eine Art von Entscheidungsfindung vom Abstrakten / Inhaltsbinärem geprägt war. Ich weiß, dass diese Diskussion in europäischen Kontexten anders ist, aber ich denke, es gibt analoge Trennungen zwischen Form und Inhalt. Ich denke, wir sind in einem Moment der Evolution und dass diese binären Gegensätze langsam und methodisch abgebaut werden. Ich denke, dass es einen anderen Weg gibt und den suche ich in meiner aktuellen Arbeit.



ArtistBio: Miguel Gutierrez
Workshopübersicht 2017

GOOD TO KNOW

REBECCA PATEK "ineter(a)nal f/ear" © MARIA BARANOVA

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danceWEB Brunch 2015 © Karolina Miernik

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© Karolina Miernik

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Date: 19.08.2018, 07:46 | Link: https://www.impulstanz.com/archive/2017/workshops/id3260/